John-Victor de Jablonski (* 4. Juni 1913 in New York; † 4. März 1990 in Darmstadt) war ein deutscher Maler in der Tradition des französischen Impressionismus, freischaffender Künstler und Freimaurer. Er entstammt dem polnischen Adelsgeschlecht Jablonski-Rykacz. Die Erlebnisse in der US Army und während des Zweiten Weltkriegs verarbeitete er in seinen Werken. Seine Bilder sind im Stile des „modernen Impressionismus“ sowie von „Visionen“, von „Positivem Abstrakt“ und der „Persönlichen Kontakt-Malerei“ gemalt.
Werdegang Seine Kindheit und frühe Jugend verbrachte er auf dem großväterlichen Gut Jablonia in Polen. Seine Ausbildung hingegen erhielt er an der National Academyhttps://www.nationalacademy.org, der US-amerikanischen Hochschule für bildende Künste in New York City und der American School of Arthttp://www.aaart.edu/ in Chicago.Roland Held: Kunstszene Darmstadt A-Z. Herausgeber vom Archiv Darmstädter Künstler, Darmstadt 1987. Er war von 1933 bis 1937 im Filmgeschäft tätig. Erst ein Jahr lang als Bühnenbildner bei den MGM-Studios und dann als Stuntman, bis er 1937 nach Paris übersiedelte, sich wieder der Malerei zuwandte und seine künstlerische Ausbildung bei Marcel Evan – einem Schüler Pissarros – weiterführte.Stadtlexikon Darmstadt, Hrsg. v. Historischen Verein für Hessen im Auftrag des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Stuttgart: Theiss Verlag 2006.
Kurz vor dem Anbahnen des Zweiten Weltkriegs kehrte er nach New York zurück, wo er rund fünf Jahre als freischaffender Künstler unter anderem an Fresken an staatlichen Bauten mitwirkte, bis er in den Kriegsdienst abberufen wurde. Er zählte zu den Fallschirmjägern der US-amerikanischen Invasionstruppen in der Normandie. 1945 wurde er als Kulturoffizier nach Wien versetzt, wo er seine spätere Ehefrau kennen lernte: Elisabeth (Rufname: „Lisa“) Schneider, eine aus Darmstadt stammende Opernsängerin. Nach dem Krieg ging er mit ihr in die USA, kehrte aber 1959 wieder nach Europa zurück, um sich schließlich bis zu seinem Lebensende mit seiner Ehefrau in Darmstadt einzurichten. In: Darmstädter Echo vom 8. August 2016. Sein Atelier befand sich ab September 1961 in der Klappacherstraße 172 in Darmstadt.Brigitte Scherer und Thomas Kirn: Künstler in Darmstadt, Darmstadt 1969. John-Victor de Jablonski war Mitglied der Darmstädter Freimaurerloge Zum flammenden SchwertZur Loge Zum flammenden Schwert, die der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland angehört.
1965 gewann er als Erster Preisträger den Frankfurter Opernhaus-Wettbewerb für Malerei. Umfangreiche Ausstellungen seiner Arbeiten fanden in New York, Chicago, Hollywood, Paris, Wien, Lausanne, Soest, Konstanz, Frankfurt am Main und Darmstadt statt. 1975 zählte er zusammen mit dem Maler Wilhelm Rabe, dem Bildhauer Wilhelm Wegel sowie Ingeborg Nicklas und Urs Lixfeld zu den Gründern der „Gilde 75“. Das offene Atelier in Erlenbach bot von 1985 an Raum nicht nur für Ausstellungen, sondern auch für Musik und Vorlesungen.
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