mini|Luftbild des Streckenverlaufs der Albonabahnen alt und neu mini|Streckenverlauf der alten Albonabahn

Die Albonabahn I ist eine Luftseilbahn (Doppelsessellift) in Stuben im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Talstation liegt am südlichen Ortsrand von Stuben. Die Albonabahn I verbindet eine Talstation auf mit einer Bergstation in Die Anlage befindet sich im Eigentum der Stubner Fremdenverkehrs-GmbH. Sie ist der einzige Zubringer von Stuben in das Skigebiet Ski Arlberg.

Erbauerin und Betreiberin der Albonabahn I ist die Stubner Fremdenverkehrs-Gesellschaft m.b.H.., deren Betriebsleitung an der Talstation der Bahn in Klösterle am Arlberg ihren Standort hat.

Name Der Name der Seilbahn ist vom Albonagrat übernommen, zu welchem die Sektion II der beiden Bahnen, Albonabahn I und II, führt. Des Weiteren gibt es auf der Albona auch die Doppelsesselbahn Albonagrat, diese Sesselbahn überwindet auf einer Länge von 954 m einen Höhenunterschied von 309 hm und dient zur Erschließung von Pisten im Bereich des Albonagrats. Der Name Albona wird in der Region für weitere geographische Objekte als Namensbestandteil verwendet, z. B.: Albonabach oder Albona Alpe.

Geschichte Ab 1949 wurden in Stuben auf private Initiative Schlepplifte errichtet. 1949 ein Pendellift für je drei Personen am Gitzibühel, 1953 ein Pendellift im Bereich des Oberen Angers, der 1956 durch einen heute noch bestehenden Schlepplift ersetzt wurde (auch: Walchlift nach einem der Initiatoren, Adolf Walch).Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 15, 27.

Am 28. Mai 1956 hatten die Proponenten der späteren Gesellschaft um eine eisenbahnrechtliche Bewilligung angesucht. Die erforderliche Begehung fand am 30. Juni 1956 statt und am 27. Juli 1956 wurde im Hotel Mondschein die konstituierende Sitzung der Albonabahn Gesellschaft m.b.H. abgehalten und im selben Jahre die Albonabahn als Einersessellift gebaut. Die eisenbahnrechtliche Verhandlung fand am 14. März 1957 statt und am 13. April wurde die Bahn von den Initiatoren Emil Walch, Hansl Steiner und Bürgermeister Karl Brändle in Betrieb genommen.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 4 und 16. Betriebsleiter war damals Erich Berthold.60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017. Wegen der großen Bodenabstände bestand aus eisenbahnrechtlichen Gründen formal zuerst eine Betriebsgemeinschaft mit der Muttersbergseilbahn in Bludenz, wodurch die Anlagen der Albonabahn I und II dem Bundesministerium für Verkehr unterstellt wurde.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 19. 1963 wurde erstmals die Albonabahn auch im Sommer betrieben.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 21.

Im Jahr 1964 wurde zur Entlastung der Albonabahn II ein Schlepplift vom Grünen Bühel zum Seeli gebaut, der ein Jahr später bis zur Mittelstation verlängert und als Kurvenlift ausgeführt wurde.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 27. Zehn Jahre später durch den Schlepplift Sonnleiten ersetzt60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017, der wiederum 1984 durch die Albonagrat-Doppelsesselbahn ersetzt wurde.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 22.

Im Jahre 1978 kam es aufgrund der dringend notwendigen Investitionen zum Schulterschluss mit neuen Gesellschaftern und eine gemeinsame neue Betriebsgesellschaft wurde gegründet,60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017 und Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 22. die Stubener Fremdenverkehrsgesellschaft, Erich Brunner wurde Geschäftsführer.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 4 und 23 f. 1983 erfolgte der Neubau der Sektion I der Albonabahn zu einer Doppelsesselbahn, 1985 der Neubau der Sektion II. Am 13. März 1988 wurde die Talstation der Albonabahn, Sektion I, von einer Staublawine beschädigt und daraufhin die Sprengseilbahnen Albona Ost und Albona West gebaut.60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017 und Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 24. Im selben Jahr wurde auch die Albona Gratstube eröffnet.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 27. Bei der Albona-Mittelstation wurde 1991 das Restaurant neu eröffnet.60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017 und Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 27.

2016 erfolgte mit dem Bau der Kabinenbahn Albonabahn II und der Flexenbahn von der Alpe Rauz der letzte große Modernisierungsschritt. In weiterer Folge (nach dem Bau der Albonabahn II) ist auch daran gedacht, die Sektion I der Albonabahn zu erneuern.Aufrüstung auf der Albona, vol.at, 23. März 2009.

In der Sommerpause 2023 wurde eine neue Tal- und eine neue Bergstation errichtet. Die eigentliche Bahn wurde komplett umgebaut und fährt jetzt mit geschlossenen 8-Personen Gondeln. Die Bergstation wurde etwa 200 Meter in Richtung Tal versetzt und befindet sich jetzt neben der Berggaststätte „Albona Mitte“. Im Gebäude der Talstation sind neben dem Gondelbahnhof einschl. Revisionsbereich eine öffentliche Toilettenanlage, Lager- und Diensträume untergebracht. Die Beförderungsleistung beträgt 1.600 Personen pro Stunde und die Fahrzeit 5 Minuten.

Technische Daten 8er EUB von 2023 mini|hochkant|Albonabahn I (ab 2023) im Winterbetrieb Daten aus: , Albonabahn I. Talstation: Stuben auf 1405 m Bergstation: 1845 m Eigentümer: Stubner Fremdenverkehrs-Gesellschaft m.b.H. Seilbahntyp: Einseilumlaufbahn mit 8er Kabinen (EUB) Ausrichtung der Anlage: weitgehend von Nordwest (Talstation) nach Südost (Bergstation) Beförderungskapazität: 1600 Personen/Stunde Neuerrichtung: 2023 Neueröffnung: 2023 Höhenunterschied: 440 m Streckenlänge: 1115 m Horizontale Länge: 1016 m Anzahl der Stützen: 9 Durchschnittliche Fahrzeit: 5 min Fahrgeschwindigkeit: 5 m/s Antriebsstation: Bergstation Antriebsart: elektrisch Fahrbetriebsmittel: 30 Kabinen Fassungsvermögen Fahrbetriebsmittel: 8 Saisonzeit: Winterbetrieb

2er SB (1983–2023) mini|hochkant|Albonabahn I (1983–2023) im Winterbetrieb Talstation: Stuben auf 1408 m Bergstation: 1902 m Eigentümer:Stubner Fremdenverkehrs-Gesellschaft m.b.H. Hersteller: Doppelmayr, Wolfurt Seilbahntyp: Doppelsessellift (2-CLF) Ausrichtung der Anlage: weitgehend von Nordwest (Talstation) nach Südost (Bergstation) Beförderungskapazität: 1440 Personen/Stunde Neuerrichtung: 1983 Neueröffnung: 1983 Höhenunterschied: 494 m Streckenlänge: 1343 m Horizontale Länge: 1354 m Mittlere Neigung: 39,60 % Größte Neigung: 84,90 % Anzahl der Stützen: 16 Durchschnittliche Fahrzeit: 8 min Fahrgeschwindigkeit: 2,5 m/s Spannstation Förderseil: Talstation (hydraulisch regelbar) Antriebsstation: Bergstation Antriebsart: elektrisch Fahrbetriebsmittel: 195 Sessel von Doppelmayr ohne Sitzheizung Personen pro Betriebsmittel: 2 Fahrtrichtung: im Uhrzeigersinn Saisonzeit: WinterbetriebDaten teilweise aus: Lift-World.info, Albonabahn I.

1er SB (1956–1983) Die erste Albonabahn I von 1956 bis 1983 war als Einer-Sessellift ausgeführt. Von Talstation in Stuben auf führte die Albonabahn I in südöstlicher Richtung auf die Bergstation in

Skigebiet Die Albonabahn I gehört zum Skigebiet Ski Arlberg und liegt an der Landesgrenze der österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol. Seit der Saison 2016/17 handelt es sich dabei um das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs.Ski Arlberg: Albonabahn I ist eröffnet orf.at, 2. Dezember 2016, abgerufen am 2. Dezember 2016.

Weblinks

Verhandlungsschrift – Bauverhandlung Ski Arlberg investiert 45 Millionen Euro in vier neue Seilbahnprojekte, Vorarlberg Online, 18. Februar 60 Jahre Albonabahn: Erich Berthold war von Anfang an dabei, Stuben Tourismus Neue Albonabahn ab Winter 2023/2024

Literatur Christof Thöny, Joschi Kaiser: 60 Jahre Albonabahn, Wald am Arlberg 2017, Kleine Schriftenreihe des Museumsvereins Klostertal, Nr. 17, Museumsverein Klostertal.

Einzelnachweise

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