Hohenroth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trautskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Hohenroth liegt in der Gemarkung Trautskirchen.
Geografie Im Dorf entspringt ein namenloser Bach, ein rechter Zufluss des Selingsbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Zenn ist. Im Nordwesten grenzt der Schußbachwald an. Einen Kilometer nördlich des Ortes liegt der Höllgraben und die Ziegelleite, 0,5 km südöstlich liegt der Obere Herrschaftswald. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Merzbach (0,9 km südwestlich), nach Altselingsbach (2 km östlich) und nach Trautskirchen zur Staatsstraße 2413 (2 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1169 als „Mucginrute“ erstmals urkundlich erwähnt, als das Kloster Heilsbronn dort Güter erwarb.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 1, S. 50. In einer päpstlichen Bulle des Jahres 1249, in der weitere Erwerbungen des Klosters bestätigt wurden, wurde der Ort als „Homrat“ erwähnt.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 1, S. 81. Insgesamt besaß das Kloster fünf Anwesen, die alle im Dreißigjährigen Krieg verödeten.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 329.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hohenroth zehn Anwesen (4 Halbhöfe, 3 Güter, 1 Gütlein, 2 Häuser). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 102.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenroth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Linden und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Altselingsbach zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 197. Am 1. Januar 1970 wurde Hohenroth nach Trautskirchen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 65 70 67 65 92 73 65 92 67 53 45 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 12 10 13 12 11 12 14Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Trautskirchen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Trautskirchen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1169