Der Hagstaffelweiher ist ein Weiher zwischen den Konstanzer Teilorten Wallhausen und Dettingen im baden-württembergischen Landkreis Konstanz, der inklusive seines schützenswerten Umfelds mit Verordnung vom 14. September 1988 als Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 3.165) ausgewiesen wurde.

Es handelt sich um einen ursprünglich künstlich angelegten Weiher mit einem heute kaum mehr in der Natur als solcher erkennbaren Staudamm am Südende und einem Wehr als Abfluss. Bevor das Gebiet unter Schutz gestellt wurde, erfolgte eine Bewirtschaftung des Gewässers als Fischweiher.

Lage Das rund acht Hektar große Naturschutzgebiet Hagstaffelweiher gehört naturräumlich zum Hegau. Es liegt auf der Gemarkung Dettingen im Gebiet der Stadt Konstanz auf einer durchschnittlichen Höhe von .Top25 Viewer [Top. Karte 1:25000 Baden-Württemberg (Süd)]Höhenberechnung bei www.deine-berge.de

Schutzzweck Wesentlicher Schutzzweck ist „die Erhaltung eines verlandenden mesotrophen Sees mit naturnaher, gut zonierter Vegetation bis hin zu den trockenen Hängen der Drumlins als wichtiges Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet vieler Vögel, das durch seine Unzugänglichkeit einen unersetzlichen Rückzugsraum für seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere bildet.“, Abschnitt „Schutzzweck“

Biotoptypen Folgende Biotoptypen sind im Hagstaffelweiher bezeichnet:

13.81 – Offene Wasserfläche eines naturnahen Weihers 13.82 – Verlandungsbereich eines naturnahen Weihers 13.91 – Naturferner Bereich eines Sees, Weihers oder Teichs

33.41 – Fettwiese mittlerer Standorte 33.43 – Magerwiese mittlerer Standorte

34.12 – Tauch- oder Schwimmblattvegetation der Stillgewässer 34.20 – Vegetation einer kies-, Sand- oder Schlammbank 34.51 – Ufer-Schilfröhricht

34.53 – Rohrkolben-Röhricht 34.54 – Teichbinsen-Röhricht

34.58 – Teichschachtelhalm-Röhricht 34.60 – Großseggen-Ried 34.61 – Steifseggen-Ried

35.11 – Nitrophytische Saumvegetation 35.32 – Goldruten-Bestand

35.44 – Sonstige Hochstaudenflur

36.50 – Magerrasen basenreicher Standorte

42.20 – Gebüsch mittlerer Standorte 42.23 – Schlehen-Liguster-Gebüsch mittlerer Standorte

42.31 – Grauweiden- und Ohrweiden-Feuchtgebüsch 43.11 – Brombeer-Gestrüpp

50.0 – Wälder

59.44 – Fichten-Bestand 59.50 – Parkwald

Flora und Fauna Folgende, seltene und teils vom Aussterben bedrohte Arten (Auswahl) sind im Naturschutzgebiet Hagstaffelweiher beschrieben: Flora {| width="90%" | width="50%" valign="top" | Binsengewächse Stumpfblütige Binse (Juncus subnodulosus) Enziangewächse Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) Korbblütler Berg-Aster (Aster amellus) Laichkrautgewächse Spiegelndes Laichkraut (Potamogeton lucens) Lippenblütler Hain-Salbei (Salvia nemorosa) Orchideen Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) | width="50%" valign="top" | Rohrkolbengewächse Schmalblättriger Rohrkolben (Typha angustifolia) Sauergrasgewächse Steife Segge (Carex elata) Schachtelhalmgewächse Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile) Seerosengewächse Weiße Seerose (Nymphaea alba) Weidengewächse Lavendel-Weide (Salix eleagnos)

Fauna {| width="90%" | width="50%" valign="top" | Amphibien Bergmolch (Ichthyosaura alpestris), Erdkröte (Bufo bufo), Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea), Grasfrosch (Rana temporaria), Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus) und Teichmolch (Triturus vulgaris) Insekten Fledermaus-Azurjungfer (Coenagrion pulchellum) und Vierfleck (Libellula quadrimaculata) | width="50%" valign="top" | Vögel Amsel (Turdus merula), Dorngrasmücke (Sylvia communis), Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus), Fitis (Phylloscopus trochilus), Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla), Grünspecht (Picus viridis), Mehlschwalbe (Delichon urbica), Pirol (Oriolus oriolus), Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Singdrossel (Turdus ericetorim), Sperber (Accipiter nisus), Sumpfmeise (Parus palustris), Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)

Zusammenhang mit anderen Schutzgebieten Mit dem Naturschutzgebiet Hagstaffelweiher sind das Landschaftsschutzgebiet „Bodanrück“ (3.35.009), das Vogelschutzgebiet „Bodanrück“ (8220-402) sowie das FFH-Gebiet „Bodanrück und westl. Bodensee“ (8220-341) als zusammenhängende Schutzgebiete ausgewiesen. (Stand: Juli 2017)

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Konstanz Liste der Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg

Weblinks

Verordnung, Datenauswertebogen und Karte im Das NSG

Einzelnachweise

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