zentriert|350px|Die Sünderin, Filmlogo Der deutsche Film Die Sünderin von Willi Forst mit Hildegard Knef in der Titelrolle verursacht einen Skandal. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1951.

Ereignisse Uraufführungen

18. Januar: Nach der Uraufführung des deutschen Films Die Sünderin des Regisseurs Willi Forst kommt es wegen angeblicher Glorifizierung von Prostitution, Sterbehilfe und Suizid zu massiven Protesten kirchlicher Kreise, die dem Film weiteren Publikumszuspruch bescheren. 11. Mai: In Ost-Berlin wird Das Beil von Wandsbek, eine wenige Wochen später verbotene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Arnold Zweig, uraufgeführt. 28. Juli: Der Disney-Film Alice im Wunderland nach dem gleichnamigen Roman von Lewis Carroll hat in den USA seine Weltpremiere. 26. August: Der Musicalfilm Ein Amerikaner in Paris von Vincente Minnelli auf Basis der gleichnamigen Tondichtung und mit weiterer Musik von George Gershwin hat in London Premiere. In den Hauptrollen sind Gene Kelly, Leslie Caron und Oscar Levant zu sehen.

mini|Der Untertan Logo 31. August: Der DEFA-Film Der Untertan von Wolfgang Staudte nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann hat seine Uraufführung in Berlin im Kino Babylon sowie im Filmtheater der DEFA in der Kastanienallee. In der Hauptrolle ist Werner Peters zu sehen. 19. September: Die Verfilmung des Bühnenstücks Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams, mit Marlon Brando und Vivien Leigh in den Hauptrollen, hat Premiere. Regisseur ist Elia Kazan. 17. Dezember: In Schweden wird der Film Sie tanzte nur einen Sommer erstmals gezeigt. Eine Nacktbadeszene darin sorgt für weltweiten Gesprächsstoff.

Der Spielfilm Die Vier im Jeep von Leopold Lindtberg und Elisabeth Montagu wird veröffentlicht. Das von Lazar Wechsler und seiner Praesens-Film im Vorjahr produzierte Drama ist der bislang einzige Schweizer Film, der mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet wird.

Unternehmen

Die beiden Manager Arthur Krim und Robert Benjamin übernehmen das Ruder der United Artists.

Erfolgreichste Filme

Top 10 in den USA Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.Quo Vadis11.143.0002.Show Boat5.293.0003.David and Bathsheba4.720.0004.The Great Caruso4.309.0005.A Streetcar Named Desire4.250.0006.The African Queen4.100.0007.That's My Boy3.800.0008.An American in Paris3.750.0009.A Place in the Sun3.500.00010.Father's Little Dividend3.122.000

In anderen Staaten LandFilmtitelBesucher oder EinspielergebnisFrankreichSamson and Delilah7.116.442 Bes.IndienAwaara23 Millionen ₹ItalienAnna8.965.624 Bes.https://www.jpbox-office.com/bilanitalie.php?year=1951JapanGenji Monogatari141.050.000 YenSowjetunionV mirnye dni (In friedlichen Tagen)23,5 Millionen Bes.Vereinigtes KönigreichThe Great Caruso12,4 Millionen Bes.

Filmfestspiele und -preise Golden Globe Award

Am 28. Februar fand im Ciro’s in Los Angeles die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Boulevard der Dämmerung von Billy Wilder Bester Schauspieler (Drama): José Ferrer in Cyrano de Bergerac Beste Schauspielerin (Drama): Gloria Swanson in Boulevard der Dämmerung Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Fred Astaire in Three Little Words Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Judy Holliday in Die ist nicht von gestern Bester Regisseur: Billy Wilder für Boulevard der Dämmerung Bester Nebendarsteller: Edmund Gwenn in Mister 880 Beste Nebendarstellerin: Josephine Hull in Mein Freund Harvey Bestes Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz für Alles über Eva

Academy Awards

Die Oscarverleihung findet am 29. März im RKO Pantages Theatre in Los Angeles statt. Moderator ist Fred Astaire.

Bester Film: Alles über Eva von Joseph L. Mankiewicz Bester Hauptdarsteller: José Ferrer in Cyrano de Bergerac Beste Hauptdarstellerin: Judy Holliday in Die ist nicht von gestern Bester Regisseur: Joseph L. Mankiewicz für Alles über Eva Bester Nebendarsteller: George Sanders in Alles über Eva Beste Nebendarstellerin: Josephine Hull in Mein Freund Harvey Bestes Drehbuch: Charles Brackett und Billy Wilder für Boulevard der Dämmerung Beste Musik: Franz Waxman für Boulevard der Dämmerung

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Das doppelte Lottchen Beste Regie: Josef von Báky (Das doppelte Lottchen)

Filmfestspiele von Venedig

Das Festival in Venedig findet vom 20. August bis zum 10. September statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

mini|hochkant|Rashomon – Filmposter Goldener Löwe: Rashomon von Akira Kurosawa Bester Schauspieler: Jean Gabin in Die Nacht ist mein Reich (La nuit est mon royaume) Beste Schauspielerin: Vivien Leigh in Endstation Sehnsucht Spezialpreis der Jury: Elia Kazan für die Adaption und meisterliche Inszenierung des Bühnenstückes Endstation Sehnsucht für die Leinwand

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1951

Das Festival in Cannes findet vom 3. April bis zum 20. April statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

Großer Preis des Festivals: Fräulein Julie von Alf Sjöberg und Das Wunder von Mailand von Vittorio De Sica Bester Schauspieler: Michael Redgrave in The Browning Version Beste Schauspielerin: Bette Davis in Alles über Eva Bester Regisseur: Luis Buñuel für Die Vergessenen Jury Spezialpreis: Joseph L. Mankiewicz für die Regie von Alles über Eva

Internationale Filmfestspiele von Berlin

6. Juni: Die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin werden im Titania-Palast mit Alfred Hitchcocks Psychothriller Rebecca eröffnet. Im Zuge des Festivals, das bis 16. Juni dauert, werden erstmals der Filmpreis Goldene Bär und der Große Preis der Jury vergeben. Überdies gibt es auch erstmals eine Retrospektive, in der restaurierte Stummfilme gezeigt werden. Im Ostteil der Stadt findet als Reaktion auf die Berlinale im selben Jahr das Festival des volksdemokratischen Films statt, bei dem hauptsächlich Filme aus dem sogenannten Ostblock gezeigt werden.

Preis Originaltitel Deutscher Titel Regie Produktion (Preisträger/-in) Goldener Bär (Preisvergabe durch Publikumsjury) In Beaver Valley Im Tal der Biber Cinderella Cinderella Walt Disney Justice est faite Schwurgericht …Sans laisser d’adresse Ohne Angabe der Adresse Die Vier im Jeep Die Vier im Jeep Silberner Bär (Großer Preis der Jury) Il cammino della speranza Weg der Hoffnung Leva på ‚Hoppet‘ Fahrt ins Blaue The Tales of Hoffmann Hoffmanns Erzählungen

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: Endstation Sehnsucht von Elia Kazan Beste Regie: Elia Kazan für Endstation Sehnsucht Bester Hauptdarsteller: Arthur Kennedy in Sieg über das Dunkel Beste Hauptdarstellerin: Vivien Leigh in Endstation Sehnsucht Bester ausländischer Film: Das Wunder von Mailand von Vittorio De Sica

National Board of Review

Bester Film: Ein Platz an der Sonne von George Stevens Beste Regie: Akira Kurosawa für Rashomon – Das Lustwäldchen Bester Hauptdarsteller: Richard Basehart in Vierzehn Stunden Beste Hauptdarstellerin: Jan Sterling in Reporter des Satans Bester fremdsprachiger Film: Rashomon – Das Lustwäldchen von Akira Kurosawa

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen

Deutscher Kritikerpreis: Peter Pewas Directors Guild of America Award: Joseph L. Mankiewicz für Alles über Eva, J. P. McGowan (Lebenswerk) British Film Academy Award: Alles über Eva von Joseph L. Mankiewicz Photoplay Award: Mississippi-Melodie von George Sidney (Bester Film), Mario Lanza (populärster männlicher Star), Doris Day (populärster weiblicher Star) Writers Guild of America Award: Duell in der Manege (Bestes Musical), Boulevard der Dämmerung (Bestes Drama), Der gebrochene Pfeil (Bester Western), Alles über Eva (Beste Komödie)

Geboren Januar/Februar

8. Januar: John McTiernan, US-amerikanischer Regisseur und Produzent 8. Januar: Edwige Pierre, britische Schauspielerin

mini|hochkant=0.6|Kirstie Alley (* 12. Januar) 12. Januar: Kirstie Alley, US-amerikanische Schauspielerin († 2022) 14. Januar: Sheldon Lettich, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor 23. Januar: David Patrick Kelly, US-amerikanischer Schauspieler 29. Januar: Manfred Lukas-Luderer, österreichischer Theater- und Filmschauspieler sowie Regisseur 30. Januar: Phil Collins, britischer Musiker und Schauspieler 30. Januar: Charles S. Dutton, US-amerikanischer Schauspieler 31. Januar: Cristine Rose, US-amerikanische Schauspielerin

1. Februar: Thomas Plenert, deutscher Kameramann († 2023) 5. Februar: Robin Sachs, britischer Schauspieler und Synchronsprecher († 2013) 6. Februar: Jacques Villeret, französischer Schauspieler († 2005) 9. Februar: Penny Peyser, US-amerikanische Schauspielerin 11. Februar: Cleo Kretschmer, deutsche Schauspielerin 13. Februar: David Naughton, US-amerikanischer Schauspieler 15. Februar: Jadwiga Jankowska-Cieślak, polnische Schauspielerin († 2025) 15. Februar: Jane Seymour, britische Schauspielerin 16. Februar: William Katt, US-amerikanischer Schauspieler 20. Februar: Mariama Hima, nigrische Regisseurin 22. Februar: Ellen Greene, US-amerikanische Schauspielerin 23. Februar: Patricia Richardson, US-amerikanische Schauspielerin 24. Februar: Helen Shaver, kanadische Schauspielerin 26. Februar: Franz Xaver Gernstl, deutscher Dokumentarfilmer und Produzent

März/April

11. März: Dominique Sanda, französische Schauspielerin 12. März: Caren Kaye, US-amerikanische Schauspielerin 13. März: Irina Alfjorowa, russische Schauspielerin 14. März: Season Hubley, US-amerikanische Schauspielerin 17. März: Sydne Rome, US-amerikanische Schauspielerin 17. März: Kurt Russell, US-amerikanischer Schauspieler 26. März: Maxime Leroux, französischer Schauspieler († 2010)

9. April: Bruno Zanin, italienischer Schauspieler († 2024) 10. April: Peter Bernstein, US-amerikanischer Komponist 12. April: Tom Noonan, US-amerikanischer Schauspieler († 2026) 17. April: Olivia Hussey, britisch-argentinische Schauspielerin († 2024) 21. April: Tony Danza, US-amerikanischer Schauspieler 21. April: Jean-Pierre Dardenne, belgischer Regisseur 24. April: Steven Lisberger, US-amerikanischer Regisseur

Mai/Juni

4. Mai: Rolf de Heer, australischer Regisseur und Drehbuchautor 4. Mai: Gérard Jugnot, französischer Schauspieler 24. Mai: Hans-Maria Darnov, österreichischer Schauspieler 25. Mai: Patti D’Arbanville, US-amerikanische Schauspielerin 25. Mai: Bob Gale, US-amerikanischer Drehbuchautor 27. Mai: Ana Belén, spanische Schauspielerin 27. Mai: Antonia Bird, britische Regisseurin und Produzentin († 2013) 30. Mai: Stephen Tobolowsky, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor

10. Juni: Peter Sehr, deutscher Regisseur und Drehbuchautor († 2013)

mini|hochkant|Stellan Skarsgård (* 13. Juni) 13. Juni: Stellan Skarsgård, schwedischer Schauspieler 14. Juni: Alexander Sokurow, russischer Regisseur 17. Juni: Dietmar Nigsch, österreichischer Schauspieler 18. Juni: Steve Miner, US-amerikanischer Regisseur 25. Juni: Ernest R. Dickerson, US-amerikanischer Kameramann und Regisseur 26. Juni: Pamela Bellwood, US-amerikanische Schauspielerin 27. Juni: Julia Duffy, US-amerikanische Schauspielerin

Juli/August mini|hochkant=0.85|Geoffrey Rush (* 6. Juli) mini|hochkant=0.65|Robin Williams (* 21. Juli)

1. Juli: Trevor Eve, britischer Schauspieler 1. Juli: Terrence Mann, US-amerikanischer Schauspieler 1. Juli: Victor Willis, US-amerikanischer Schauspieler († 2026) 2. Juli: Fabio Frizzi, italienischer Komponist 2. Juli: Stefanie Werger, österreichische Schauspielerin 6. Juli: Geoffrey Rush, australischer Schauspieler 8. Juli: Anjelica Huston, US-amerikanische Schauspielerin 9. Juli: Chris Cooper, US-amerikanischer Schauspieler 12. Juli: Brian Grazer, US-amerikanischer Produzent 12. Juli: Cheryl Ladd, US-amerikanische Schauspielerin 12. Juli: Jamey Sheridan, US-amerikanischer Schauspieler 13. Juli: Didi Conn, US-amerikanische Schauspielerin 14. Juli: Erich Hallhuber, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 2003)