mini|Kwik (2019) Kwik () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Pisz (Stadt- und Landgemeinde Johannisburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg) gehört.
Geographische Lage Kwik liegt am Nordufer des Biallolawker Sees (auch: Sandecksee, ) in der östlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer nördlich der Kreisstadt Pisz ().
Geschichte Das nach 1785 Quika genannte kleine DorfDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Quicka wurde 1434 durch den Deutschen Ritterorden als Freigut mit 30 Hufen nach kölmischem Recht gegründetQuicka bei Familienforschung Sczuka.
Von 1874 bis 1945 war Quicka in den Amtsbezirk Seegutten eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Gutten/Seegutten
Die Zahl der Einwohner belief sich im Jahr 1910 auf 300, betrug 1933 noch 296 und verringerte sich bis 1939 auf 247.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Quicka gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Quicka stimmten 200 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: „Selbstbestimmung für Ostdeutschland – Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920“; Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 77
1945 kam Quicka in Kriegsfolge mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Kwik“. Heute ist das Dorf Sitz eines SchulzenamtesSołtysi w Gminie Pisz () und als solches eine Ortschaft im Verbund der Stadt- und Landgemeinde Pisz (Johannisburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählt Kwik 114 EinwohnerKwik bei Polska w liczbach.
Religionen Bis 1945 war Quicka in die evangelische Kirche Adlig KesselWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Johannisburg im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Kwik katholischerseits zur Pfarrei Kociołek Szlachecki im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in Pisz in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Schule Quicka wurde 1745 ein Schulort.
Verkehr Kwik liegt westlich der polnischen Landesstraße 63 und ist von dort auf einer Stichstraße zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Bis 1945 war Adlig Kessel (= „Kessel (Ostpr.)“, ) die nächstgelegene Bahnstation an der – dann aufgegebenen – Bahnstrecke Lötzen–Johannisburg.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1434 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pisz