Dietrichshof ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Dietrichshof liegt in der Gemarkung Neuhof an der Zenn.
Geografie Südlich der Einöde fließt der Feuerbach, ein linker Zufluss der Zenn. 0,75 km südöstlich des Ortes erhebt sich der Hirschberg. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2413 bei Adelsdorf (1 km nordöstlich).
Geschichte Der Hof wurde 1727 von Johann Adam Dietrich aus Neuhof errichtet und nach ihm „Dietrichshoffen“ benannt.So Ortsportrait > Dietrichshof.Nach H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 32, soll der Hof im Jahr 1720 von Salzburger Glaubensflüchtlingen errichtet worden sein.Nach R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 56, wurde der Hof 1689 errichtet (s. Kapitel Baudenkmal).
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dietrichshof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Der Hof hatte das Kastenamt Neuhof als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 89.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dietrichshof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhof an der Zenn und der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Neuhof an der Zenn zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) erfolgte die Umgemeindung in die neu gegründete Ruralgemeinde Adelsdorf. Bereits am 4. Januar 1824 wurde diese wieder nach Neuhof eingemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 204.
Baudenkmal Haus Nr. 103.Wird in der Zählung Neuhof zugerechnet. Eingeschossiges Wohnstallhaus, vermutlich 1689. Im Fachwerk aufgestockt: „1923 Heinrich Heinlein“. Erdgeschoss massiv, Kellerhals mit rundbogiger Tür an der Südfassade, Anschlag. Giebel aus Fachwerk. Im profilierten Türsturz „I“(ohann) „K“(onrad) „D“(ietrich) „I“(ohann) „16 E“(rnst) „89 Sp“(erber), verderbt. – Am Stadel Eckquader mit Inschrift: „Hat erbaut Joh. Michael Stigler / wurde durch einen Mordbrenner den / 14 Juni abgebrant wieder aufgericht / den 21 Juli 1823 von J“(ohann) „B“(althasar) „Auerochs“. Konstruktiver Fachwerkgiebel.R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 56 f.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2017Einwohner 5 8 8 7 10 5 7 8 5 6 2 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1 Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Thomas (Neuhof an der Zenn) gepfarrt. Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Neuhof an der Zenn Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Erbaut in den 1770er Jahren