Rostki () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Pisz (Stadt- und Landgemeinde Johannisburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg).

Geographische Lage Rostki liegt am Westrand vom militärischen Sperrbezirks des Truppenübungsplatzes Arys in der östlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Pisz ().

Geschichte Das kleine Dorf RostkenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Rostken wurde 1484 gegründetBartuschen/Rostken bei Familienforschung Sczuka – an einer Stelle, die schon vorher besiedelt war und Bartuschen hieß. Die Gründung erfolgte durch den Deutschen Ritterorden als Freigut mit 40 Hufen nach Magdeburgischem Recht.

Der Ort gehörte zum Kreis Johannisburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Von 1874 bis 1945 war Rostken mit der Ortschaft Sachasch () in den Amtsbezirk Sdorren (ab 1938 „Amtsbezirk Dorren“) eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Dorren

453 Einwohner waren im Jahre 1910 in Rostken gemeldet. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 439 und belief sich 1939 auf nur noch 375.

In Kriegsfolge kam Rostken 1945 mit dem gesamten Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Rostki“. Heute ist es Sitz eines SchulzenamtesSołtysi w Gminie Pisz (), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Rostki 233 EinwohnerRostki bei Polska w liczbach.

Flugplatz Während des Zweiten Weltkrieges bestand nördlich des Dorfes ein MilitärflugplatzRostki - Rostken bei ostpreussen.net. Im Jahre 2013 wurde der Lądowisko Pisz-RostkiLądowisko Pisz-Rostki, ein privatbetriebener Sonderlandeplatz mit einer Bahn von 870 Metern Länge, eröffnet.

Religionen Rostken war bis 1945 in die evangelische Kirche Adlig KesselWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Johannisburg im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Rostki katholischerseits zur Pfarrei Kociołek Szlachecki, die in Rostki eine Filialkirche unterhältParafia Kociołek Szlachecki und dem Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen zugeordnet ist. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in Pisz in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Schule Rostken wurde im Jahre 1737 ein Schulort.

Verkehr Rostki liegt abseits des Verkehrsgeschehens an einer Nebenstraße, die Trzonki (Tronken, 1938 bis 1945 Mövenau) über Szczechy Małe (Klein Zechen) mit Łysonie (Lyssuhnen, 1938 bis 1945 Lissuhnen) verbindet. Außerdem endet in Rostki eine Nebenstraße aus dem Nachbarort Pilchy (Pilchen). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Persönlichkeiten Vera Macht (1920–2020), deutsche Malerin

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1484 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pisz