Vockenroth ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Vockenroth liegt in der Gemarkung Neuhof an der Zenn.

Geografie Nordwestlich des Weilers Vockenroth liegt das Waldgebiet Fichtlein, 1 km östlich liegt der Sandbühl. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuselingsbach (1,1 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2413 bei Neuhof an der Zenn (1 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1145/53 in einer Bulle des Papstes Eugen III. neben anderen Orten erstmals urkundlich erwähnt, in der dem Kloster Heilsbronn Besitzungen zugesichert wurden.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 1, S. 46. Das Kloster hatte dort eine 650 Morgen große Waldung.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 310. Es erwarb dort auch Höfe. Diese blieben während des Dreißigjährigen Krieges verschont.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 371.

Die Ortsnamensendung „–roth“ lässt erkennen, dass der Ort durch Rodung entstanden ist, vermutlich im 9./10. Jahrhundert.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Vockenroth drei Anwesen (2 Höfe, 1 Gut). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 138.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Vockenroth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhof an der Zenn und der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Neuhof an der Zenn zugeordnet (ab 1818: Ruralgemeinde Neuhof).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 204.

Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 2: barocke Hofeinfahrt zu drei Pfeilern mit profilierten Kämpfer- und Kugelaufsätzen; am Backofen „I IA EN 1820“ im Stichbogen der ehemaligen TürR. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 186. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 3: zweigeschossiges Wohnstallhaus, umgebaut; im Sturz der Haustür „17 I“(ohann) „L“(eonhard) „E“(nzner) „78“

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2017Einwohner 40 45 38 40 36 27 28 35 27 29 24 34HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 4 5 4 4 3 4 7 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Thomas (Neuhof an der Zenn) gepfarrt. Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Neuhof an der Zenn Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1145