Christian Ilzer (* 21. Oktober 1977 in Puch bei Weiz) ist ein österreichischer Fußballtrainer. Seit November 2024 trainiert er die TSG 1899 Hoffenheim.
Karriere Ilzer fungierte bereits im Alter von 17 Jahren erstmals als Trainer, als eine Knieverletzung seine Karriere als Spieler behinderte. Nachdem er bis 2006 sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft des SC Weiz gespielt hatte, kam er im Sommer 2006 als Spielertrainer zu seinem Heimatklub USK Puch bei Weiz. Mit dem USK Puch nahm er am Spielbetrieb der achtklassigen 1. Klasse Ost B teil, wobei er sich in seiner ersten Saison selbst in 16 Ligaspielen einsetzte und ihm dabei vier Tore gelangen. Nach nur einer Niederlage aus 24 Meisterschaftspartien wurde Ilzer mit dem USK Puch überlegen Meister der Achtklassigkeit und stieg mit der Mannschaft in die Gebietsliga Ost auf. In dieser setzte er sich vor allem im Herbst 2007 regelmäßig als Stammkraft ein, wobei ihm bis zum Saisonende bei 16 Einsätzen insgesamt sechs Tore gelangen. Mit 49 Punkten – je ein Punkt weniger als der Zweitplatzierte, SV Hochwechsel Waldbach, und der Meister, SV Gutenberg, – hätte er mit Puch beinahe den Durchmarsch in die sechstklassige Unterliga Ost geschafft. Bereits zu dieser Zeit begann die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Co-Trainer Uwe Hölzl (* 1969).Talk & Tore #430 mit Ilzer, Liendl und Herzog, abgerufen am 6. Februar 2021
Bereits ab Sommer 2007 war er parallel zu seiner Tätigkeit bei seinem Heimatklub Co-Trainer des Regionalligisten TSV Hartberg. 2009 stiegen die Hartberger in die zweite Liga auf. 2011 verließ er Hartberg.
Zwischen 2011 und 2013 fungierte Ilzer als Fitnesstrainer der österreichischen U-19-Auswahl. Zur Saison 2012/13 wurde er Cheftrainer des Landesligisten SC Weiz."Will den Verein entwickeln" kleinezeitung.at, am 24. Mai 2012, abgerufen am 8. Juli 2017
Im Sommer 2013 wurde er erneut Co-Trainer von Bruno Friesenbichler beim TSV Hartberg.Paukenschlag beim SC Weiz! Trainer Christian Ilzer sagt Ade ligaportal.at, am 8. Juni 2013, abgerufen am 8. Juli 2017 Nach einer Saison bei Hartberg wurde er Co-Trainer von Heimo Pfeifenberger beim SC Wiener Neustadt.Ilzer schafft den Sprung in Bundesliga kleinezeitung.at, am 20. Mai 2014, abgerufen am 8. Juli 2017 Nach der Entlassung von Pfeifenberger wurde er im November 2014 Interimstrainer der Niederösterreicher.Pfeifenberger-Ära in Wr. Neustadt zu Ende wienerzeitung.at, am 12. November 2014, abgerufen am 8. Juli 2017 In seinem ersten Spiel als Cheftrainer im Profifußball konnte man 2:0 gegen den Wolfsberger AC gewinnen. Nach jener Partie wurde er von Helgi Kolviðsson abgelöst und er wurde wieder Co-Trainer.
Zu Saisonende stieg Wiener Neustadt in die zweite Liga ab. Zur Saison 2015/16 kehrte er als Cheftrainer zum Regionalligisten TSV Hartberg zurück. tsv-hartberg-fussball.at, am 5. Juni 2015, abgerufen am 8. Juli 2017 Im November 2015 wechselte er als Co-Trainer zum Wolfsberger AC, wo er wieder Heimo Pfeifenberger unterstützte.Chris Ilzer wechselt von Hartberg nach Wolfsberg skysportaustria.at, am 25. November 2015, abgerufen am 8. Juli 2017
Im Sommer 2017 kehrte er erneut zum TSV Hartberg zurück, der inzwischen wieder in den Profifußball aufgestiegen war. tsv-hartberg-fussball.at, am 28. Mai 2017, abgerufen am 8. Juli 2017 Mit Hartberg stieg er zu Saisonende in die Bundesliga auf.
Zur Saison 2018/19 wurde er Trainer des Wolfsberger AC, bei dem er zwischen 2015 und 2017 bereits als Co-Trainer tätig war. rzpelletswac.at, am 6. Mai 2018, abgerufen am 6. Mai 2018 Am 8. November 2018 wurde bekanntgegeben, dass Christian Ilzer den Vertrag als Trainer des Wolfsberger AC bis Sommer 2020 verlängert hat.Ilzer verlängert als WAC-Trainer bis 2020 auf ORF-Sport vom 8. November 2018, abgerufen am 9. November 2018Offiziell: Ilzer verlängert Vertrag beim WAC laola1.at, am 8. November 2018, abgerufen am 9. November 2018 Mit den Kärntnern erreichte er zu Saisonende den dritten Tabellenrang und qualifizierte sich somit für die UEFA Europa League.
Zur Saison 2019/20 wurde er Trainer des Ligakonkurrenten FK Austria Wien. fk-austria.at, am 27. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019 Mit der Austria erreichte er den siebten Tabellenrang und verpasste im Playoff gegen seinen Ex-Klub Hartberg eine Qualifikation für den Europacup. Zur Saison 2020/21 wechselte er zum Ligakonkurrenten SK Sturm Graz. sksturm.at, am 17. Juli 2020, abgerufen am 17. Juli 2020 Mit Sturm Graz gewann Ilzer in der Saison 2022/23 den ÖFB-Cup. Finalgegner war SK Rapid Wien, der durch zwei Tore von Manprit Sarkaria geschlagen wurde.Peter Altmann: So wollte Sarkaria nicht in Erinnerung bleiben In: laola1.at, 1. Mai 2023, abgerufen am 14. Mai 2023 Es war Sturms sechster ÖFB-Cup-Titel. In der Saison 2023/24 holte dann Sturm gar das Double aus Meisterschaft und Cup und beendete damit die Serie des FC Red Bull Salzburg, der seit 2014 jedes Mal Meister geworden war.
Auch in die Saison 2024/25 startete Sturm souverän und belegte nach 13 Runden erneut den ersten Platz. Im November 2024 verließ Ilzer Sturm schließlich nach über vier Jahren und wechselte nach Deutschland zur TSG 1899 Hoffenheim, bei der er auf den ehemaligen Sturm-Geschäftsführer Andreas Schicker traf.Christian Ilzer neuer Cheftrainer der TSG Hoffenheim tsg-hoffenheim.de, am 15. November 2024, abgerufen am 15. November 2024 Zum Zeitpunkt seines Wechsels befanden sich die Sinsheimer mitten im Abstiegskampf, die Saison wurde schließlich auf Rang 15 beendet, drei Punkte vor dem Relegationsplatz. Kurz nach seiner Übernahme sorgte der Steierer für Aufsehen, als er erklärte, in drei Jahren auf internationaler Ebene spielen und zukünftig um die deutsche Meisterschaft kämpfen zu wollen. Unter Christian Ilzer stabilisierte sich die TSG – nach Saisonende folgte ein personeller Umbruch mit zahlreichen Neuzugängen, darüber hinaus gewann Ilzer zunehmend auch das Vertrauen der Mannschaft und entwickelte einen intensiven, schnellen Spielstil. Ins Jahr 2026 startete die Elf von Ilzer mit fünf Siegen aus fünf Partien und belegte im Februar 2026 den dritten Rang.
Erfolge als Trainer Österreich Meister: 2024 (SK Sturm Graz) Cupsieger (2): 2023, 2024 (beide SK Sturm Graz) Aufstieg in die Bundesliga: 2018 (TSV Hartberg)
Individuell 27. Bruno-Gala: Trainer der Saison 2023 Bester der Trainer der Bundesliga: 2024
Persönliches Ilzer studierte Sportwissenschaften. coachilzer.at, abgerufen am 8. Juli 2017
Weblinks
(Spielerprofil) (Trainerprofil)
Einzelnachweise
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