Heinrich Schlotter (* 16. Juni 1886 in Hildesheim; † 4. Mai 1964) war ein deutscher Bildhauer und Lehrer.o.V.: in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Bearbeitung vom 27. August 2011, zuletzt abgerufen am 3. Juli 2017

Leben Schlotter war der ältere Bruder des Blumen- und Figurenmalers Georg Schlotter (1889–1915). Nach seinem Schulbesuch ging er nach Berlin, um an der dortigen Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums bei den Bildhauern Walther Schmarje und Wilhelm Haverkamp zu studieren.

Schlotter unterrichtete zeitweilig in Hildesheim an der dortigen Kunstgewerbeschule. In der Zeit des Nationalsozialismus war er Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an mindestens sechs Gruppenausstellungen sicher belegtMartin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 547 und passim, darunter 1939 und 1941 die Große Deutsche Kunstausstellung in München.

Schlotter war mit Irene, geborene Noak (1898–1987) verheiratet. Ihr Sohn ist der spätere Maler Eberhard Schlotter.Die Eberhard-Schlotter-Stiftung im Bomann-Museum Celle: Zur Person Eberhard Schlotter. bomann-museum.de.

Werke des Schlotters gingen insbesondere in den Besitz der Stadt Hildesheim sowie in das Eigentum der Provinz Hannover über, deren Kunstschätze im heutigen Niedersächsischen Landesmuseum lagern.Ines Katenhusen, Waldemar R. Röhrbein: Niedersächsisches Landesmuseum. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 473 ff.

Literatur Max Herchenröder (Text): Heinrich Schlotter. Darmstadt 1956. Der Bildhauer Heinrich Schlotter 1886–1964. Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag des Künstlers veranstaltet von der Eberhard-Schlotter-Stiftung im Roemer-Museum Hildesheim. Begleitschrift mit 73 illustrierten Seiten, Hrsg.: Eberhard-Schlotter-Stiftung Corporation, Darmstadt 1986.

Weblinks World Biographical Information System Online: Heinrich Schlotter (zum Einloggen ist ein Abonnement erforderlich)

Einzelnachweise

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