Gägelow ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird seit dem 1. April 2005 vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt bildet, verwaltet. Der Ort ist Teil der Metropolregion Hamburg.
Geografie Gägelow liegt in leicht hügeligem, zur Wismarer Bucht hin abfallendem Gelände unmittelbar an der südwestlichen Stadtgrenze der Hansestadt Wismar. Die Entfernung zu den Badestränden der Eggers Wiek beträgt nur wenige Kilometer.
Umgeben wird Gägelow von den Nachbargemeinden Hohenkirchen und Zierow im Norden, Wismar im Nordosten, Barnekow im Osten, Bobitz im Süden, Upahl im Südwesten sowie Grevesmühlen im Westen.
Zu Gägelow gehören die Ortsteile Gressow, Jamel, Neu Weitendorf, Proseken, Sternkrug, Stofferstorf, Voßkuhl, Weitendorf und Wolde.
Geschichte Gressow: Die Dorfkirche Gressow ist ein Bau der Backsteingotik aus dem 14. Jahrhundert, die 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt wurde. Gutshaus Gressow stammt von 1789. Am 1. Juli 1950 wurden Jamel und Wolde nach Gressow eingemeindet.
Jamel: wurde 1230 als Jamene erstmals erwähnt und gehörte zum Kirchspiel Gressow.
Neu Weitendorf: Das südöstlich gelegene Großsteingrab ist eine Megalithanlage der Trichterbecherkultur, die zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden ist.
Proseken: Die gotische Dorfkirche Proseken wurde 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt.
Weitendorf Die gotische Kapelle Weitendorf wurde 1230 im Ratzeburger Zehntregister aufgeführt. Gutsbesitzer waren u. a. die Familien Johann Flemming, von Manteuffel, von Plessen, von Fersen, von Negendanck (ab um 1350), von Both (ab 1764) und Biel (ab 1784). Am 1. Juli 1950 wurde Weitendorf nach Gägelow eingemeindet.
Bevölkerung Jahr Einwohner 1990 1563 1995 1871 2000 2629 2005 2679 2010 2571 2015 2521 Jahr Einwohner 2020 2579 2021 2555 2022 2464 2023 2528 2024 2529
Stand: 31. Dezember des jeweiligen JahresStatistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Statistischer Bericht. Bevölkerungsstand. Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Gägelow besteht aus 12 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 65,5 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 Wir für die Gemeinde Gägelow (WfG) 25,5 % 3 33,1 % 4 Aktive Bürger Gägelow (ABG) – – 16,2 % 2 Wählergemeinschaft Heimatliebe 9,5 % 1 16,1 % 2 Die Linke 21,0 % 3 14,0 % 2 CDU 19,4 % 2 12,0 % 1 SPD 18,3 % 2 8,6 % 1 Einzelbewerber Dirk Stein 6,3 % 1 – – Insgesamt 100 % 12 100 % 12
Bürgermeister 2019–2024: Friedel Helms-Ferlemann (CDU) seit 2024: Christina Wandel (Wir für die Gemeinde Gägelow)
Helms-Ferlemann wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 16. Juni 2019 mit 58,4 % der gültigen Stimmen gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 16. Juni 2019 Bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 wurde Wandel mit 57,3 % der gültigen Stimmen zu seiner Nachfolgerin gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 Ihre Amtsdauer beträgt fünf Jahre.Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern § 37 (3)
Wappen
Flagge Die Gemeinde verfügt über keine amtlich genehmigte Flagge. (PDF).
Dienstsiegel Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE GÄGELOW • LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG“.
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Kirche Proseken
Dorfkirche Gressow Dorfkirche Proseken Kapelle Weitendorf Auf dem Kunstweg nach Weitendorf sind Skulpturen ausgestellt. Zwei Gräber auf dem Friedhof des Ortsteiles Proseken für namentlich bekannte sowjetische Zwangsarbeiter, die 1941/42 Opfer der Zwangsarbeit wurden. Der ihnen geltende Gedenkstein wurde 1991 von Unbekannten auf eine daneben befindliche Grabstätte für drei deutsche Wehrmachtssoldaten versetzt Das Gutshaus in Gressow wurde 1789 auf Geheiß Friedrich II. errichtet und diente als Sitz des Gutsverwalters. Inzwischen wieder vollständig in privater Hand wird es derzeit saniert.
Wirtschaft und Infrastruktur Bemerkenswert ist die Ansiedlung vieler Firmen in den Gewerbegebieten der Gemeinde. Die Grundlage dafür liegt nicht zuletzt in der guten Infrastruktur Gägelows vor den Toren Wismars: die Lage an den Bundesstraßen 105 und 106 sowie an der Verbindungsstraße von Wismar in die Kleinstadt Klütz. Südlich von Gägelow verläuft die Bundesautobahn 20. Der nächste Bahnhof liegt in Wismar.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Nordwestmecklenburg