mini|Der 14 Stationen umfassende Kreuzweg endet an der Kreuzkapelle Der Kreuzweg in Dittwar, einem Stadtteil von Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg, befindet sich am Ortsrand auf dem Weg zur Kreuzkapelle am Kreuzhölzle. Bereits im Jahre 1730 wurden die Kreuzwegstationen in ihrer Anordnung festgelegt und bis 1747 erstellt. Schon seit 1670 sind auf diesem Weg Wallfahrten zum Kreuzhölzle nachgewiesen.Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim: . Online auf www.kath-kirche-tbb.de. Abgerufen am 24. April 2019.
Lage Der Kreuzweg beginnt am Dittwarer Friedhof und führt zunächst die Straße am Steigegraben entlang, bevor er nach rechts in den Kapellenwald mündet und bis zur Kreuzkapelle sowie der Mariengrotte am Kreuzhölzle aufsteigt.
Geschichte mini|Steinfigur die Ruh Christi, Jesus neben dem Kreuz sitzend, am Rande des Kreuzweges zwischen der vierten und fünften Station Im Jahre 1730 wurden die Kreuzwegstationen in ihrer Anordnung festgelegt (1361 Schritte bis zur Kalvarienbergkapelle) und bis 1747 durch 14 Steinkapellen errichtet. Im selben Jahr wurde auch die Druckerlaubnis einer bischöflichen Kommission für das erste Wallfahrtsbüchlein erteilt. Johannes Carolus Sauer, ein ehemaliger Verwalter des Spitals in Tauberbischofsheim, stiftete bereits im Jahre 1728 eine Steinfigur, die Jesus neben dem Kreuz sitzend darstellt, womit er sich besondere Gnade erhoffte. Diese wird die Ruh Christi genannt und befindet sich heute neben dem Kreuzweg zwischen der vierten und fünften Station, vor Beginn des Kapellenwaldes.Pfarrer Rupert Kleemann: Wallfahrt zum Kreuzhölzle. In: Festschrift: 300 Jahre Kreuzkapelle – Dittwarer Heimatfest 9./10. und 11. September 1983. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 16. August 2017.Heimat- und Kulturverein Dittwar: Wallfahrt zum Kreuzhölzle 2, Die Geschichte. Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V. (Hrsg.). Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 16. August 2017.
Der Kreuzweg des Jahres 1747 wurde durch den damaligen Spitalverwalter Christoph Bernhard Müller gestiftet. Die Einweihung des Kreuzweges erfolgte im Jahre 1759 durch die Tauberbischofsheimer Franziskaner. Die 12. Kapelle wurde „Kalvarienberg“ genannt, da sie größer als die Übrigen war und sich in der „Kalvarienbergkapelle“ ein Altar zur Erinnerung an die Kreuzigung befand. Von der ersten Station bis zum Kalvarienberg zählte man 1361 Schritte; Das soll laut Legende der Abstand des historischen Kreuzweges in Jerusalem sein. mini|12. Kreuzwegstation: Jesus stirbt am Kreuze, mit einem Altar zur Erinnerung an die Kreuzigung in der Kalvarienbergkapelle
2009 wurde die 250-jährige Einweihung des Kreuzweges mit einem Kreuzfest gefeiert.Fränkische Nachrichten: Kreuzfest mit Jubiläum. 2. Mai 2009. online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 16. August 2017. Heute finden jährlich im Mai zur Kreuzauffindung und im September zur Kreuzerhöhung Wallfahrten zum Kreuzhölzle statt.
Kreuzweg zum Kreuzhölzle Der Dittwarer Kreuzweg zur Kreuzkapelle am Kreuzhölzle umfasst die folgenden 14 Stationen:
Denkmalschutz Der Kreuzweg ist ein Kulturdenkmal der Stadt Tauberbischofsheim.Regierungspräsidium Stuttgart (Hrsg.): Liste der Bau- und Kunstdenkmale mit Stand vom 15. Februar 2012. Er steht gemeinsam mit der Kreuzkapelle, der Kalvarienbergkapelle und einem Bildstock als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz.
Siehe auch Liste der Kreuzwege im Main-Tauber-Kreis
Weblinks
Geschichte der Kirchengemeinde in der Dittwarer Ortschronik (unter dem Gliederungspunkt A. Allgemeiner Teil, 3. Kirchengemeinde) auf der Website des Heimat- und Kulturvereins Dittwar. Wallfahrt zum Kreuzhölzle in der Pfarrei St. Laurentius (1) und (2) auf der Website des Heimat- und Kulturvereins Dittwar. Wallfahrt zum Kreuzhölzle auf der Website der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim
Einzelnachweise
Kategorie:Kulturdenkmal in Tauberbischofsheim Dittwar Kategorie:Bauwerk in Tauberbischofsheim Kategorie:Christentum in Tauberbischofsheim Kategorie:Erbaut in den 1730er Jahren Kategorie:Erbaut in den 1740er Jahren