Herbert Silbermann (* 28. Juni 1897 in Breslau; † 15. Oktober 1957 in Freiburg im BreisgauAkte Herbert und Ruth Silbermann, Amt für Wiedergutmachung, Bestand 351-11, Signatur 20217, Staatsarchiv Hamburg) war ein deutscher Filmproduzent.

Leben und Wirken Der gebürtige Breslauer stieß nach seinem Abitur zum Film. Dort erlernte er das Filmgeschäft von der Pike auf und arbeitete sukzessive als Aufnahmeleiter, Produktionsleiter und schließlich als Produzent der Firmen Splendid-Film („Durchlaucht amüsiert sich“) und Phoebus-Film (Trenck). Beim späten Stumm- und frühen Tonfilm stellte Silbermann mehrfach Inszenierungen Conrad Wienes her.

Die Zeit des Nationalsozialismus überdauerte Silbermann in der westeuropäischen Emigration. In Belgien wurde er während der Vorarbeiten zum geplanten Hans-Behrendt-Film „Revolution der Jugend“, einer österreichisch-belgischen Coproduktion, von der Annexion Österreichs (März 1938) überrascht, sodass dieses Filmprojekt nicht mehr umgesetzt werden konnte.Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 91. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Herbert Silbermann, der als einziger von vier Geschwistern den Holocaust überlebt hatte, nach Deutschland (Bundesrepublik) zurück und ließ sich in Hamburg nieder. Dort gründete er im Jahr 1949 seine alte Phoebus-Filmgesellschaft unter dem Namen „Phoebus International Filmproduktion Herbert Silbermann“ neu.Handelsregister Hamburg HRA 53105 Nebenbei betätigte sich Silbermann auch als freier Autor und führte 1952 Regie bei dem Dokumentarfilm „Walzer von Strauß“.

Herbert Silbermann war in erster Ehe mit der späteren Künstleragentin Elli Silman verheiratet.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin I/II, Nr. 998/1919

Filmografie 1929: Eros in Ketten 1929: Revolution der Jugend 1930: Eine Dirne ist ermordet worden 1931: Das Schicksal einer schönen Frau (Madame Blaubart)Der Film entstand 1930, siehe Drehbericht in Mein Film, Nr. 250, S. 9, und sollte in dem Jahr auch in die Kinos kommen. Das Filmprogramm Illustrierter Film-Kurier Nr. 1503 war bereits gedruckt, als es zu langwierigen juristischen Auseinandersetzungen kam (Details siehe Liddy Hegewald). Es liegt eine Zensurfreigabe aus dem Jahr 1932 vor (B.30842, 14.1.1932, Jugendverbot. Quelle: filmportal.de), aber es gibt bislang keinen Beleg dafür, dass der Film tatsächlich in Deutschland zur Aufführung kam. 1931: So lang’ noch ein Walzer vom Strauß erklingt 1932: Durchlaucht amüsiert sich 1932: Johann Strauß, k.u.k. Hofballmusikdirektor 1932: Trenck 1933: Keinen Tag ohne Dich 1952: Walzer von Strauß (Dokumentarfilm, Regie, Produktion)

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1613 f.

Anmerkungen

Einzelnachweise

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