Carolin Scharpff-Striebich (* 15. AugustTraueranzeige in der FAZ vom 5. September 2026, abgerufen am 5. September 2026 1963 in Darmstadt; † 28. August 2026 in Bonn) war Betriebswirtin, Sammlerin und Leiterin der Sammlung Scharpff. Sie lebte in Bonn und Berlin. mini|hochkant|Carolin Scharpff-Striebich, 2016
Biographie Nach ihrem Abitur in Weinheim 1983 studierte Carolin Scharpff-Striebich Betriebswirtschaftslehre in Deutschland, den Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich. Im Jahr 1988 schloss sie ihr Studium als Diplom-Betriebswirtin und mit dem Master of Business Administration ab. Danach arbeitete sie für die pharmazeutische Industrie und unterrichtete Marketing an der Berufsakademie in Karlsruhe. Im Januar 2004 übernahm sie die Leitung der Sammlung zeitgenössischer Kunst ihrer Eltern Ute und Rudolf Scharpff. In dieser Zeit begann sie auch selbst zu sammeln. Seit dem Tod von Rudolf Scharpff im Jahr 2019 war sie die Vorsitzende der Rudolf und Uta Scharpff Stiftung für zeitgenössische Kunst.
Begonnen in den 1980er Jahren umfasst die Sammlung Scharpff heute Werkgruppen international renommierter Künstler aus Deutschland (Albert Oehlen, André Butzer, Neo Rauch u. a.), den USA (Christopher Wool, Julian Schnabel u. a.) und England (Bridget Riley, Glenn Brown, Rebecca Warren).
Im Jahr 2008 wurde das sogenannte „offene Depot“ eingerichtet, in dem die Werke der Sammlungen Scharpff & Scharpff-Striebich zusammengefasst sind und im Rahmen von Kooperationsverträgen öffentlichen Museen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Auf dieser Grundlage können derzeit fünf deutsche Museen – die Hamburger Kunsthalle, das Kunstmuseum Stuttgart, das Kunstmuseum Bonn, die Staatsgalerie Stuttgart und die Kunsthalle Mannheim – mit den Sammlungsbeständen nach eigenen Vorstellungen und Wünschen arbeiten.
Carolin Scharpff-Striebich baute ihre eigene Sammlung, die auf der Sammlung ihrer Eltern basiert, kontinuierlich aus. Der Schwerpunkt ihrer Sammlungstätigkeit lag auf Künstlern aus Deutschland, Europa und Amerika. Sie war Herausgeberin der Bücher Let's Talk Abstract und André Butzer. By Sammlung Scharpff und hielt regelmäßig Vorträge über das Sammeln von Kunst. Sie initiierte
Carolin Scharpff-Striebich verstarb am frühen Morgen des 28. August 2026 in Bonn. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Mitgliedschaften Carolin Scharpff-Striebich war Vorsitzende des Kuratoriums der Peter und Irene Ludwig Stiftung,Peter und Irene Ludwig Stiftung Sammlerin Carolin Scharpff-Striebich ist neue Kuratoriumsvorsitzende. sowie Vorsitzende des Vereins der Freunde des Kunstmuseums Bonn und Vorstandsmitglied des Kunstsammlervereins in Berlin. Darüber hinaus war sie Mitglied im Kuratorium der Staatsgalerie Stuttgart und im Stiftungsrat der Kunsthalle Tübingen.
Ausstellungen Scharpff-Striebich initiierte und unterstützte zahlreiche Ausstellungen: 2021–2023: Angespannte Zustände. Sammlungspräsentation Gegenwart der Staatsgalerie Stuttgart im Dialog mit der Sammlung Scharpff-Striebich, Staatsgalerie Stuttgart 2023–2024: Menschheitsdämmerung. Kunst in Umbruchzeiten, Kunstmuseum Bonn 2024–2025: Fokus Sammlung, Kunsthalle Mannheim 2024–2025: This is Tomorrow. Neupräsentation der Sammlung des 20./21. Jahrhunderts, Staatsgalerie Stuttgart 2026: Yayoi Kusama: Werke aus 70 Jahren, Museum Ludwig, Köln 2026: Bespielung des Deutschen Pavillons auf der Biennale di Venezia durch Henrike Naumann und Sung Tieu 2026–2027: Terminal Piece, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Weblinks Sammlungen Scharpff vertiva.de (PDF) WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Mosaik. Gespräch am Samstag vom 19. November 2022: Carolin Scharpff-Striebich über das Kunstsameln
Belege
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