Das Mantelkantensyndrom ist eine Schädigung des Großhirnes im Bereich der Mantelkante im Gyrus praecentralis mit Parese und Sensibilitätsstörungen des Beines der Gegenseite, bei beidseitiger Schädigung Paraparese der Beine.Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0 Stichwort Mantelkantensyndrom
Ursachen Als Ursache kommen ein parasagittales Meningeom, Hirnmetastasen, eine Durchblutungsstörung aufgrund einer Ischämie oder eines Verschlusses der Arteria cerebri anterior oder einer Thrombose des Sinus sagittalis superior infrage.
Klinische Erscheinungen Klinische Hinweise sind:Amboss Wissen für MedizinerMedizin-Lexikon Fußheberschwäche spastische Lähmung des Beines auf der nicht betroffenen Seite, bei beidseitiger Schädigung einer Paraparese der Beine Sensibilitätsstörung Blasenentleerungsstörung Ferner können mitunter Stuhlinkontinenz, bei beidseitiger Schädigung auch eine akute Querschnittssymptomatik auftreten.P. Schwenkreis, W. Pennekamp, M. Tegenthoff: Differenzialdiagnose der akuten und subakuten nichttraumatischen Querschnittslähmungen. In: Deutsches Ärzteblatt, Bd. 103, Nr. 44, S A 2948-54, 2006, Online
Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitssymptom in der Neurologie Kategorie:Krankheitsbild in der Inneren Medizin Kategorie:Gehirn