mini|Fürbitt-Gemeindezentrum mini|Innenraum (2017) mini|Orgel von Paul Ott Die Fürbitt-Kirche steht in der Andreasberger Straße 13 in Berlin-Britz. Sie wurde von Wolfgang Pingel entworfen.

Geschichte Der Anstieg der Einwohnerzahl und damit auch der Mitglieder der Kirchengemeinden Philipp-Melanchthon und Dorfkirche Britz in der Ortslage Britz-Nord führte zum Wunsch, eine weitere Kirchengemeinde zu gründen. Für eine neue Kirche wurde ein Grundstücksteil des Kirchhofs Sankt Simeon und Sankt Lukas erworben, auf dem sich keine Gräber befanden. Die Grundsteinlegung erfolgte am 4. Oktober 1964, am 17. September 1965 wurde Richtfest gefeiert. Am 27. März 1966 wurde das Gemeindezentrum von Bischof Otto Dibelius eingeweiht. Am 15. Januar 2012 fusionierten die Kirchengemeinden Philipp Melanchthon und Fürbitt zur Evangelischen Fürbitt-Melanchthon-Kirchengemeinde, die mit der Genezareth-Kirchengemeinde den Pfarrsprengel Nordwest-Neukölln im Evangelischen Kirchenkreis Neukölln bildet.

Baubeschreibung Der Gebäudekomplex des Fürbitt-Gemeindezentrums setzt sich aus drei Gebäudetrakten zusammen, dem Kirchenschiff mit Glockenturm, dem Trakt mit Jugend-räumen und der Verwaltung der Kirchengemeinde und Baukörper mit Wohnung und Amtszimmer des Pfarrers.

Der Grundriss des mit einem Flachdach bedeckten Kirchenschiffs ist quadratisch, der des Glockenturms sechseckig, er trägt ein Schmetterlingsdach. Das Kirchenschiff wurde in Skelettbauweise aus Stahlbeton errichtet. Die Wände des Saals sind im Wesentlichen ohne Fenster. Licht fällt nur durch Oberlichter, die durch die abgehängte Holzdecke verdeckt sind, und die seitlich des Altarbereichs durchgehend senkrechten Fensterschlitze, deren Fenster mit Glasmalerei versehen sind. Im Erdgeschoss des 3-stöckigen Traktes liegt der Gemeindesaal. Unter der Empore des Kirchsaals befindet sich eine Falttür. Der Kirchsaal kann bei Bedarf mit dem Gemeindesaal verbunden werden.

Orgel Die Orgel mit Hauptwerk, Oberwerk und Pedalwerk stammt von Paul Ott. Sie hat 22 Register, ca. 1700 Pfeifen, mechanische Traktur und elektrische Spielhilfen. Die Orgel hat folgende Disposition: I Hauptwerk C–g31. Prinzipal 8′2. Spitzflöte 8′3. Oktave 4′4. Rohrflöte 4′5. Kleinoktave 2′6. Sesquialtera II ′7. Mixtur IV–VI ′ II Oberwerk C–g38. Koppelflöte 8′9. Prinzipal 4′10. Nachthorn 4′11. Feldpfeife 2′12. Quinte ′13. Scharf III-IV 1′14. Rohrschalmey 8′ Tremulant Pedal C–f115. Subbass 16′16. Prinzipal 8′17. Trichtergedackt 8′18. Oktave 4′19. Offenflöte 4′20. Mixtur III ′21. Posaune 16′22. Trompete 8′

Geläut Die Glockenstube des Kirchturms hat lamellenverkleideten Öffnungen. In ihr hängt ein Geläut von fünf Bronzeglocken, die von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker 1966 gegossen wurden. Schlagton Gewicht Durchmesser Höhe Krone Inschrift in der Flanke es′ 1320 kg 130 cm 118 cm 22 cm SHALOM (in hebräischer Schrift) as′ 780 kg 108 cm 88 cm 19 cm KRISTOS WOSKRESSJE (in russischer Schrift) b′ 560 kg 96 cm 80 cm 17 cm WASSER / BROT + WEIN (in deutscher Schrift) c″ 395 kg 85 cm 73 cm 15 cm FIDES (in lateinischer Schrift) des″ 280 kg 78 cm 62 cm 12 cm KAIROS (in griechischer Schrift)

Weblinks

Datenblatt kirchbau.de Fürbitt-Melanchthon-Kirchengemeinde

Literatur

Gemeindekirchenrat (Hrsg.): Festschrift 50 Jahre Ev. Fürbitt-Kirche. Berlin 2016 Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Sakralbauten. (= Berlin und seine Bauten, Teil VI.) Ernst & Sohn, Berlin 1997. Günther Kühne, Elisabeth Stephani: Evangelische Kirchen in Berlin. Berlin 1978. Klaus-Dieter Wille: Die Glocken von Berlin (West). Geschichte und Inventar. Berlin 1987.

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