mini|Das portugiesische Christusordenskreuz in der Ruine der Kirche von Same

Die nicht vollständige Liste führt noch bestehende Bauwerke in Osttimor aus der Kolonialzeit auf. Dazu gehören auch noch vorhandene Ruinen. Nicht in dieser Liste befinden sich Bauten der einheimischen Bevölkerung, wie die als Tranqueiras bezeichneten Befestigungsanlagen.

Hintergrund Osttimor war 500 Jahre bis 1975 als Portugiesisch-Timor Kolonie. Teile im Westen des Landes, wie Maubara und Maucatar, gehörten aber auch zeitweise zu den Niederlanden. Die meisten Hinterlassenschaften der Kolonialzeit finden sich in der Hauptstadt Dili, mehrere aber auch in den anderen Städten des Landes. Im ländlichen Osttimor stehen vereinzelt vor allem Festungen, Verwaltungsgebäude und Kirchen aus der portugiesischen Zeit. Während des Zweiten Weltkriegs (Schlacht um Timor 1942–1945) und der indonesischen Besetzung (1975–1999), insbesondere während der Operation Donner 1999, wurden zahlreiche Gebäude zerstört. Seit der Unabhängigkeit wurden sie größtenteils wieder aufgebaut und renoviert. Teils verfallen sie aber auch wieder.

Die Resoluçâo do Governo 25/2011 – Relativa à Protecção do Património Cultural () zählt die Bauwerke aus der portugiesischen und niederländischen Kolonialzeit sowie aus der japanischen und indonesischen Besatzungszeit zum kulturellen Erbe Osttimors. Zuständig zum Schutz des Erbes ist das Staatssekretariat für Kunst und Kultur, das dem Minister für Tourismus, Kunst und Kultur unterstellt ist.Resoluçâo do Governo 25/2011: Relativa à Protecção do Património Cultural (Regierungsverordnung zum Schutz von Kulturgüter; portugiesisch, tetum)

Liste