Hermann Matthies (* 24. März 1871 in Lüneburg; † 15. Februar 1911 ebenda) war ein deutscher Architekt und Unternehmer.
Leben Hermann Matthies war ein jüngerer Bruder des Architekten Wilhelm Matthies (1867–1934).
Zunächst studierte er an der Baugewerkschule Holzminden, anschließend von 1892 bis 1893 bei Conrad Wilhelm Hase an der Technischen Hochschule Hannover. 1892 wurde Matthies in die Bauhütte zum weißen Blatt aufgenommen.
Etwa 1894 ließ sich Hermann Matthies in seiner Heimatstadt nieder und erwarb eine Ziegelei in Ebstorf. Bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1911 schuf Hermann Matthies in und um Lüneburg insbesondere verschiedene heute unter Denkmalschutz stehende Wohn- und Geschäftshäuser.
Bauten und Entwürfe um 1895: Teichwärterhaus bei LüneburgDeutsche Bauzeitung, 29. Jahrgang 1895, Nr. 98, S. 605 f. 1895: Wettbewerbsentwurf zum Neubau eines Kirchturms für die Stadtkirche St. Martin in Nienburg (Weser)Deutsche Konkurrenzen, 5. Jahrgang 1895/1896, Heft 6 (Nr. 54). 1905: Bauleitung für das Wohnhaus Brauer in Lüneburg (Entwurf von Fritz Schumacher; nicht erhalten)059 Haus Brauer im Schumacher-Werkverzeichnis der Fritz-Schumacher-Gesellschaft, zuletzt abgerufen am 6. April 2026 1907: Wohn- und Geschäftshaus Altenbrückertorstraße 5/6 in Lüneburg 1910: Wettbewerbsentwurf für ein Geschäftshaus der Sparkasse des Landkreises Lüneburg (prämiert mit einem von zwei 3. Preisen)Zentralblatt der Bauverwaltung, 30. Jahrgang 1910, Nr. 25, S. 175.
Literatur Bauhütte zum weißen Blatt (Hrsg.), Gustav Schönermark: Die Architektur der Hannoverschen Schule. Moderne Werke der Baukunst und des Kunstgewerbes im mittelalterlichen Stil. 7 Bände, Hannover 1888–1895, passim. (Gesamtregister als PDF-Dokument) Wilhelm Lucka (Bearb.): Landkreis Uelzen. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Band 27.) Vieweg, Braunschweig / Wiesbaden 1984, ISBN 3-528-06205-3, passim. (Digitalisat bei der Universitätsbibliothek Heidelberg) Herbert Mundhenke: Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover. 3 Bände, Hildesheim 1988–1992, Matrikel 10076. Kirsten Weinig: Der Architekt Wilhelm Matthies. Bauen im Heimatstil. unveröffentlichte Magisterarbeit, Georg-August-Universität Göttingen, 1994, zu Hermann Matthies S. #. Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlütersche, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4, S. 548 f.
Weblinks
Datensatz zu Hermann Matthies in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) (Forschungsprojekt von Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink und Reinhard Glaß), zuletzt abgerufen am 22. Juni 2017
Archivalien Archivalien von und über Hermann Matthies finden sich beispielsweise im Archiv der Bauhütte Hannover, das teilweise sowohl im Stadtarchiv Hannover wie auch im Vereinshaus in Hannover, Braunstraße 28, untergebracht ist.
Im Stadtarchiv Hannover findet sich zudem ein Fotografie (Gruppenbild mit Einfügungen und Retuschen), untertitelt „Zur Erinnerung an die Feier des 80jährigen Geburtstages des Herrn Altmeisters Geh. Reg.-Rath, Professor, Baurath Conrad Wilhelm Hase, December 1898“.
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Niedersachsen) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Unternehmer (Niedersachsen) Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Lüneburg) Kategorie:Ebstorf
Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1911 Kategorie:Mann