Roman Silberstein (* 18. November 1932 in Berlin; † 27. April 2001 ebenda) war ein deutscher Schauspieler und Intendant.
Leben Roman Silberstein studierte am Deutschen Theaterinstitut Weimar und an der Theaterhochschule Leipzig. Als Bühnenschauspieler hatte er Engagements unter anderem in Leipzig, in Halle am Landestheater Halle und in Berlin, dort am Maxim-Gorki-Theater und an der Volksbühne. Eine weitere Wirkungsstätte Silbersteins war das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, dessen Geschicke er von 1982 bis 1988 als Intendant leitete.Roman Silberstein gestorben: Der Schauspieler wurde 68 Jahre alt, Der Tagesspiegel vom 2. Mai 2001, abgerufen am 21. Juni 2017
Neben einigen Hörspielproduktionen des Rundfunks der DDR, war Silberstein seit Beginn der 1960er-Jahre auch regelmäßig auf dem Bildschirm präsent, unter anderem in den Krimiserien Der Staatsanwalt hat das Wort, Polizeiruf 110 und Blaulicht.
Ab den 1990er-Jahren war Silberstein als freier Schauspieler auf verschiedenen Bühnen bundesweit zu sehen, unter anderem in Münster oder Paderborn. 1999 erhielt er den Preis für den besten Darsteller des 18. NRW-Theatertreffens.Westfalen-Blatt Paderborn, Nr. 136, 15. Juni 1999: "Theaterpreis für Silberstein"
Das Grab Silbersteins befindet sich auf dem Berliner Zentralfriedhof Friedrichsfelde.
Theater 1958: Heiner Müller: Lohndrücker – Regie: Günter Schwarzlose (Schauspielhaus Leipzig), Rolle: „Kolbe“ 1961: William Shakespeare: Wie es euch gefällt – Regie: E. Schäfer (Gerhart-Hauptmann Theater Görlitz), Rolle: „Probstein“ 1961: Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper – Musik: Kurt Weill, Regie: Wolfgang Pintzka (Gerhart-Hauptmann Theater Görlitz), Rolle: „Münz-Matthias“ 1961: Ewan MacColl: Rummelplatz – Regie: Hans Dieter Mäde (Maxim Gorkim Theater Berlin), Rolle: Robbo 1962: Pavel Kohout: Die Reise um die Erde in 80 Tagen – Regie: Horst Schönemann (Maxim Gorkim Theater Berlin), diverse Rollen 1962: Helmut Sakowski: Steine im Weg – Regie: Ottofritz Gaillard (Maxim Gorkim Theater Berlin), Rolle: „Genossenschaftsbauer Robert“ 1964: Claus Hammel nach Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel oder Wo sich Herz zum Herzen find’t – Regie: Horst Schönemann (Maxim Gorkim Theater Berlin), Rolle: „Mr. Nelson aus Liverpool“ 1965: Brendan Behan: Die Geisel – Regie: Horst Schönemann (Maxim Gorkim Theater Berlin), Rolle: „Freiwilliger“ 1967: Armin Stolper: Amphitryon – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle), Rolle: „Amphitryon“ 1967: Bertolt Brecht: Herr Puntila und sein Knecht Matti – Regie: Christoph Schroth (Landestheater Halle), Rolle: „Matti“ 1968: Friedrich Schiller: Die Räuber – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle), Rolle: „Schweizer“ 1968: Hermann Kant: Die Aula – Regie: Horst Schönemann, (Landestheater Halle), Rolle: „Riebenlamm“ 1968: Martin Speer: Landshuter Erzählungen – Regie: Christoph Schroth (Landestheater Halle), Rolle: „Pflanzest (Vorarbeiter bei Grötziger)“ 1969: Armin Stolper: Zeitgenossen – Regie: Christoph Schroth (Landestheater Halle), Rolle: „Minister“ 1969: Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm – Regie: Schäfer (Landestheater Halle), Rolle: „Tellheim“ 1970: Johann Wolfgang von Goethe: Faust I – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle), Rolle: „Wagner“ 1970: Die Anregung: Für Lehrende und Lernende – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle) 1971: Maxim Gorki: Nachtasyl – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle), Rolle: Wasjka Pepel (ein Dieb) 1971: Armin Stolper: Himmelfahrt zur Erde – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle), Rolle: „Mitja“ 1972: Ulrich Plenzdorf: Leiden des jungen W – Regie: Horst Schönemann (Landestheater Halle), Rolle: „Vater“ (Zweitbesetzung) 1973: Armin Stolper: Klara und der Gänserich – Regie: Ekkehard Kiesewetter (Landestheater Halle), Rolle: „Basdorf“ 1974: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise – Regie: Ulf Reiher (Landestheater Halle), Rolle: „Klosterbruder“ 1983: Jura Soyer: Vineta-Weltuntergang – Regie: Lutz Günzel (Gerhart-Hauptmann Theater Görlitz), Rolle: „Jonny-Prof Guck“ 1985: Bernhard Klaus Tragelehn: Was ihr wollt – Regie: Hamburger (Gerhart-Hauptmann Theater Görlitz), Rolle: „Tobi Rülp“ 1992: Ágota Kristóf: John und Joe – Regie: Tobias Lenel (Modernes Theater Berlin), Rolle: „John“ 1993: Armin Stolper: Alles geht, selbst ein Schwein, wenn man’s treibt (Musiktheater Görlitz) 1994: Ödön von Horváth: Kasimir und Karoline – Regie: Tobias Lenel (Staatstheater Darmstadt), Rolle: „Rauch“ 1994: Manfred Kai: Die Eroberung des Südpols – Rergie: André Hiller (Mecklenburgisches Landestheater Parchim), Rolle: „Frankieboy Silberstein“ 1997: Anton Pawlowitsch Tschechow: Die Möwe – Regie: Tobias Lenel (Pfalztheater Kaiserslautern), Rolle: „Jewgenij Sergejewitsch Dorn“ 1998: Anton Tschechow: Ivanov – Regie: Thomas Bockelmann (Städtische Bühnen Münster), Rolle: „Pavel Kirillytsch Lebedev“ 1998: Steve Martin: Picasso im ‚Lapin Agile‘ – Regie: Tobias Lenel (Städtische Bühnen Münster), Rolle: „Freddy“ 1999: Ödön von Horváth: Kasimir und Karoline – Regie: Tobias Lenel (Städtische Bühnen Münster), Rolle: „Rauch“ 1999: William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum – Regie: Sylvia Richter (Städtische Bühnen Münster), Rolle: „Peter Squenz“ 2000: Ödön von Horváth: Kasimir und Karoline – Regie: Tobias Lenel (Badisches Staatstheater Karlsruhe), Rolle: „Rauch“ 2000: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise – Regie: Jens Pallas (Westfälische Kammerspiele Paderborn), Rolle: „Nathan“
Filmografie (Auswahl) 1958: Das Lied der Matrosen 1960: Zu jeder Stunde 1962: Die Weber 1962: Jean Baras' große Chance 1963: Die Sommerfrische 1963: Die Reise um die Erde in 80 Tagen 1963–1964: Blaulicht (2 Folgen) 1964: Eine amerikanische Hochzeit 1965: Die Himmelfahrt der Galgentoni 1966: Spur der Steine 1967: Die Räuber (Fernsehfilm) 1969: Ungewöhnlicher Ausflug 1970: Der Streit um den Sergeanten Grischa 1970–1971: Zollfahndung (13 Folgen als Zollunterkommissar Pollner) 1972: Der Staatsanwalt hat das Wort – Alleingang 1972: Die Aula 1973: Zement 1974: Ich war in Honolulu – wetten? 1974: Wenn der Rosenkavalier kommt 1975: Broddi – Der Tischherr 1978: Jugendweihe 1979: Tull (Fernsehfilm) 1980: Der Staatsanwalt hat das Wort – In Kost und Logis 1981: Das tapfere Schneiderlein (Fernsehfilm) 1981: Polizeiruf 110 – Der Teufel hat den Schnaps gemacht 1982: Polizeiruf 110 – Der Unfall 1983: Polizeiruf 110 – Es ist nicht immer Sonnenschein 1990: Marie Grubbe 1992: Der Brocken 1992: Stilles Land 1993: Adamski 1996: Bruder Esel – Mut zum Glück 1997: Polizeiruf 110 – Der Tausch 1998: Wolffs Revier – Eiskalt
Hörspiele 1962: Variante B – Autor: Daniil Granin – Regie: Helmut Hellstorff 1962: Das Wassermärchen – Autor: Herbert Friedrich – Regie: Uwe Haacke 1962: Hals- und Beinbruch – Autor: Wiktor Rosow – Regie: Fritz Göhler 1962: Das andere Ufer – Autor: Hans Pfeiffer – Regie: Fritz Göhler 1965: Der Fall Haberkorn – Autor: C. U. Wiesner – Regie: Flora Hoffmann 1967: Regina B. – Ein Tag in ihrem Leben – Autor: Siegfried Pfaff – Regie: Ernst-Fritz Fechner 1974: Morgen um diese Zeit – Autor: Ngugi Wa Thiongo – Regie: Peter Groeger
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