Der Steinbach ist ein Bach im Stadtgebiet von Kirchberg an der Jagst im Landkreis Schwäbisch Hall im nordöstlichen Baden-Württemberg, der dort aus seinem rechten Oberlauf Esbach und seinem linken Oberlauf Eselbach zusammenfließt und nach etwa zwei Kilometern Schluchtlauf nach Südwesten beim Stadtteil Hornberg an der Jagst von rechts in die mittlere Jagst mündet. Seine beiden Oberläufe entspringen in Nachbargemeinden. Zusammen mit dem Esbach oder auch dem Eselbach ist der Steinbach jeweils rund sechs Kilometer lang.
Geographische Karten benennen bestimmte Laufabschnitte im Gewässersystem des Steinbachs teils abweichend von der hier gewählten Darstellung. Näheres unter → Andere Namen.
Geographie Oberlauf Esbach Der Esbach entsteht etwas westlich des Weilers Oberwinden von Rot am See auf etwa an einem Feldweg. Von dort zieht er in einem Graben zwischen Feldern ostwärts auf den Weiler zu, durchquert ihn und wendet sich hinter ihm zwischen Äckern nach Südosten, ehe er sich im Gewann Harreswiesen in enger Grabenkurve auf nun beständigen Südwestlauf kehrt. Er unterquert westlich des Roter Weilers Niederwinden zum zweiten Male nach Oberwinden die L 1040 von Rot nach Kirchberg an der Jagst, auf dessen Stadtgebiet er dort wechselt.
In wechselndem Abstand von bis zu 200 Metern folgt seiner nun merklichen Mulde links die Landesstraße, während dem nun erstmals meist von einer lockeren Baum- und Gebüschreihe begleiteten Graben entlang an der rechten Seite ein Feldweg zieht. Von Nordosten her erfährt der Bach zweimal Zufluss, durch den Maßenbach und dann schon am Ortsanfang des Dorfes Gaggstatt durch den Engstenbach, beide sind rund einen Kilometer lange Gräben, die am Rande von Waldinseln entstehen.
Dann verschwindet der Esbach für seinen letzten Viertelkilometer in einer Verdolung, die etwa der Trasse der Brunnenstraße folgt. Ein letztes Mal quert er so die hier im Dorf Raiffeisenstraße genannte L 1040 und fließt etwa bei deren Haus Nr. 10 unterirdisch mit dem linken Steinbach-Oberlauf Eselbach zusammen.
Der Esbach ist etwa 4,0 km lang und fällt auf seinem Lauf um etwa 42 Höhenmeter, sein mittleres Sohlgefälle liegt bei unter 11 ‰. Sein Einzugsgebiet ist 4,4 km² groß.
Oberlauf Eselbach Der Eselbach entsteht an dessen Westrand eben noch im Gemeindegebiet von Wallhausen etwa 0,5 km südsüdwestlich der Unterführung der B 290 („Kaiserstraße“) unter der Bahnstrecke Crailsheim–Königshofen innerhalb einer länglichen Flurbucht im Gewann Brühl auf etwa . Der hier wenig auffällige Graben dieses Oberlaufs, auf Wallhausener Gebiet Espach genannt, läuft inmitten der Wiesenbucht nordwärts aus dem Wald heraus. An der Gemeindegrenze zu Rot am See wendet er sich westwärts und fließt als Feldrandgraben auf den Roter Weiler Niederwinden zu, bei dessen Durchquerung er auf Südwestlauf schwenkt.
Ab hier folgt ihm rechtsseits die Straße von Niederwinden nach Gaggstatt und abschnittsweise begleitet ihn eine Baumreihe. Eben noch auf Roter Gemeindegebiet fließt ihm unbeständig ein kleiner Bach aus der Klinge zu, der in einem schmalen Waldriegel verläuft. In Gaggstatt passiert er einen rechts jenseits der Straße liegenden kleinen Löschwasserteich. Gut hundert Meter weiter fließt er, nun ebenfalls verdolt, mit dem Esbach zusammen.
Der Eselbach ist 4,2 km lang, fällt auf dieser Strecke um etwa 43 Höhenmeter, sein mittleres Sohlgefälle liegt bei etwa 10 ‰. Sein 4,2 km² umfassendes Einzugsgebiet bleibt nur wenig unter dem des Esbachs.
Verlauf des Steinbachs Der auf etwa durch den Zusammenfluss entstandene Steinbach fließt etwa südwestwärts und tritt dann dem Ortsende Gaggstatts zu an die Oberfläche. Dort beginnt seine für die Jagstzuflüsse der Umgebung typische Muschelkalk-Klinge, in welcher ihm die L 1040 rechts am Lauf begleitet. Nach einem ersten Mäanderbogen des Tals mündet von Osten her das kurze Engertal, der es durchlaufende Engertalbach zieht zuvor auf der flachen Hochebene wie die bisher genannten Oberläufe und Oberlauf-Zuflüsse. Am Zufluss zweigt die K 2511 nach Hornberg von der Landesstraße ab, die über das kurze und kerbförmige Seitental auf die linke Talschulter des Steinbachs aufsteigt.
Der Steinbach läuft von nun an über breite und meist wenig hohe Kalkbänke in einem steil eingetieften Waldtal. Er passiert bald die Hornberger Hammerschmiede am linken Ufer. Erst nach einigen kleinen Talwendungen und etwa 700 Meter weiter abwärts stehen dann die ersten Häuser der kleinen Talsiedlung Hornbergs am Ufer. 2,0 km unterhalb des Zusammenflusses seiner zwei Oberläufe wird der Steinbach noch von der Brücke des Mühlwegs überspannt, dann mündet er auf von rechts an der Stadtteilgrenze zum zentralen Kirchberg in die mittlere Jagst, zwischen dem Schlossberg () mit dem Schloss Hornberg links und dem rechten Talsporn () mit der Ruine der Burg Sulz.
Auf seinem Lauf größtenteils in seiner tief eingeschnittenen Schlucht fällt der Steinbach um etwa 47 Höhenmeter, das mittlere Sohlgefälle erreicht etwa 24 ‰.
Einzugsgebiet Der Steinbach hat ein Einzugsgebiet von 11,7 km² Größe, zu dem seine beiden großen Überläufe jeweils über 4 km² beitragen. Sein überwiegender nordöstlicher und oberer Teil liegt naturräumlich gesehen bis nach Gaggstatt herab im Unterraum Blaufelden-Gerabronner Ebene der Hohenloher und Haller Ebene, vom Rest, der zu den Kocher-Jagst-Ebenen rechnet, liegt der überwiegende Teil im Unterraum Bartenstein-Langenburger Platten, der kleine Mündungszwickel im Mittleren Jagsttal.
Die Gesamtwasserscheide grenzt reihum an die Nachbareinzugsgebiete des Brettach-Zuflusses Beimbach im Nordwesten des Brettach-Zuflusses Seebach im Norden und Nordosten des Weidenbachs im Osten, der die meiste Zeit in einem Ponor versinkt, mit seinem offenen Ablauf aber sonst zum Seebach entwässert zweier unbedeutender Jagst-Zuflüsse im Süden und des Weckelweiler Klingenbachs im Westen.
Der mit etwa höchste Punkt des Einzugsgebietes liegt an der Südostecke auf der Kuppe der K 2509 Gaggstatt–Wallhausen am Südrand des Hornberger Waldes. Sein größter Flächenanteil liegt im tieferem, südwestlichen Teil auf dem Gebiet der Stadt Kirchberg an der Jagst, ein etwas kleiner im Norden und Nordosten auf dem der Gemeinde Rot am See. Im Osten gehört ein schmaler und unbesiedelter Streifen vorwiegend im Wald zur Gemeinde Wallhausen.
Auf rund anderthalb Quadratkilometer des Einzugsgebietes steht Wald, meist am Ostrand und am Nordwestrand des Einzugsgebiets sowie zum kleinsten Teil in und an der engen Unterlaufschlucht. Auf der übrigen, den stark überwiegenden Teil des Einzugsgebietes einnehmenden Hochfläche wird allermeist Feldbau betrieben.
Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Zusammenfluss des Steinbachs auf etwa in Gaggstatt am Haus Raiffeisenstraße 10. Der Steinbach fließt in kleinen Talmäandern südwestlich.
Esbach, rechter und nordnordöstlicher Hauptstrang-Oberlauf, 4,0 km und 4,4 km². Entsteht auf etwa westlich des Weilers Oberwinden der Gemeinde Rot am See.Der Esbachs durchquert erst auf Ostlauf Oberwinden und wendet sich dann nach rechts auf Südwestlauf. Maßenbach, von rechts und Nordnordwesten auf etwa etwa 0,4 km nördlich des Ortsrandes von Kirchberg an der Jagst-Gaggstatt, 1,0 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa an der Nordostspitze des Oberholzes dicht an der Gemeindegrenze von Rot am See zu Kirchberg an der Jagst. Engstenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa gegenüber dem Haus Brunnenstraße 30 im nördlichen Gaggstatt, 1,1 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa am Ostrand der Waldinsel Hagen. Eselbach, linker und ostnordöstlicher Oberlauf, 4,2 km und 4,2 km². Entsteht auf etwa als Espach in einer Flurzunge im Wald nordwestlich von Wallhausen.Läuft auf den ersten ca. 0,6 km nordwärts aus dem Wald, heißt dann ab der Gemeindegrenze zu Rot am See Eselbach und läuft ab hier westlich bis südwestlich und durchquert dabei Rot am See-Niederwinden. (Bach aus der Klinge) , von links und Ostsüdosten auf etwa etwa 0,8 km vor dem Gaggstatter Ortsrand, 1,4 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa am Westrand des Waldes Etz zum Orenfeld und durchläuft größtenteils und nahe der Gemeindegrenze zu Kirchberg eine vom Heinrichsbühl bestandene Geländerinne. 10px Passiert auf etwa in Gaggstatt einen Weiher am rechten Ufer neben der L 1040, unter 0,1 ha. Engertalbach, von links und Ostnordosten auf etwa nach der Kläranlage von Gaggstatt und vor der Hammerschmiede von Hornberg, 2,0 km und 2,3 km². Entsteht auf etwa an der Nordwestspitze des Hornberger Waldes. Lichsenbach, von links und Südosten auf etwa zwischen der Aussiedlerhofgruppe Waldeck und Gaggstatt, 1,6 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa im Südrand des Hornberger Waldes.Der Hauptoberlaufast des Engertalbachs hat demgegenüber hier erst 0,8 km Länge, trägt aber ein Teileinzugsgebiet von ca. 0,9 km² bei.
Mündung des Steinbachs von links und Nordosten auf zwischen dem Schloss Hornberg (Hornberg an der Jagst) auf dem linken und der Ruine von Burg Sulz auf dem rechten Sporn an der Grenze des Stadtteils Hornberg zu Kirchberg an der Jagst selbst in die mittlere Jagst. Der Steinbach ist ab dem Zusammenfluss von Esbach und Eselbach 2,0 km, zusammen mit dem Esbach 6,0 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 11,7 km².
Andere Namen Für einige Laufabschnitte im Zuflusssystem des Steinbachs findet man auch andere Namen. Sie werden hier mit Bezug auf die oben verwendeten Benennungen angegeben: Die amtliche Gewässerkarte lässt den Steinbach nicht am Zusammenfluss von Esbach und Eselbach beginnen, sondern knapp 100 Meter weiter aufwärts am Esbach. Da auf dieser Karte – so etwa zu bemerken, wenn der dort gewählte Hauptstrangnamen dem ortsüblichen Namen gleich ist – oft kleinere Unstimmigkeiten zwischen den Bemaßungen der zwei einschlägigen Layer auftreten, die wohl auf teils ältere und unabhängige Messungen zurückgehen, wurde hier unterstellt, dass der Namenswechsel kurz vor dem Zusammenfluss nur auf ein zufällig etwas zu groß geratenes Laufintervall für den Steinbach-Abschnitt zurückgeht. Der Name Steinbach auf dem Abschnitt ab dem Zusammenfluss von Esbach und Eselbach entspricht der Beschriftung auf der Topographischen Karte. Diese Bezeichnung taucht auch schon so in der Beschreibung des Oberamts Gerabronn von 1847 auf: „der Steinbach bei Gaggstatt“, „‚das Schloß Sulz und der Berg umb und umb mit der Halden bis in den Steinbach und von dannen hinaus bis an das äußere Lohe.‘“ (Zitat von 1399), „die bei Gaggstadt beginnende und nächst dem Schloß endende Kluft, die Steinbachsklinge“. Demgegenüber nennt die Website der Kleinstadt Kirchberg an der Jagst den Unterlauf zweimal Esbach und die kurze Straße links des Steinbach-Unterlaufs, die erst deutlich unterhalb der Hammerschmiede in der Klinge einsetzt und durch die Talsiedlung von Hornberg bis zur Mündung führt, trägt den Namen Esbachweg. Dies ist vielleicht eine neuere Benennung aus der Zeit nach der Gemeindereform, im Zuge welcher 1972 Gaggstatt mit seinem Weiler Mistlau zu Kirchberg kam und ebenso Hornberg mit einem Unterlauf-Abschnitt des Steinbachs. In Mistlau gibt es nämlich noch einen anderen Steinbach und eine Steinbachstraße. Hier könnte eine Unterscheidung der beiden Bäche und Straßen aus administrativen und postalischen Gründen sinnvoll erschienen sein, selbst gegen den bisherigen oder noch heute bestehenden Sprachgebrauch.