Lahidne (; ) ist ein Dorf im Zentrum der ukrainischen Oblast Saporischschja mit etwa 880 Einwohnern (2001).Webseite des Dorfes, abgerufen am 20. Juni 2017 (ukrainisch)
Das 1842 von deutschen Mennoniten (Kolonie Molotschna) als Reimera (Реймера) gegründete Dorf hieß zwischen 1932 und 2016 Kirowe () und erhielt im Zuge der Dekommunisierung in der Ukraine seinen heutigen Namen. Lahidne liegt am Ufer des Juschanly (), einem 94 km langen, linken Nebenfluss der Molotschna im Rajon Polohy 30 km südlich vom ehemaligen Rajonzentrum Tokmak und 125 km südöstlich vom Oblastzentrum Saporischschja.
Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Stadtgemeinde Molotschansk,Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 713-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Запорізької області" bis dahin bildete sie zusammen mit den Dörfern Hruschiwka, Mohutnje (), Roskischne () und Udarnyk sowie der Ansiedlung Sorjane () die gleichnamige Landratsgemeinde Kirowe (Кіровська сільська рада/Kirowska silska rada) im Südosten des Rajons Tokmak.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Polohy.Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Saporischschja Kategorie:Mennonitensiedlung Kategorie:Russlandmennoniten Kategorie:Schwarzmeerdeutsche Kategorie:Gegründet 1842 Kategorie:Rajon Polohy