mini|Blick auf den Dorfkern von Niederschwedeldorf mini|Die Pfarrkirche von Niederschwedeldorf Die Tour der Denkmäler Niederschwedeldorf und Oberschwedeldorf, polnisch: Szlak Pomników Szalejów Dolny, Szlak Pomników Szalejów Górny, ist eine mehrere Kilometer lange Aneinanderreihung von renovierten oder verschönerten Bau- und Kleindenkmälern in diesen zwei ineinander übergehenden Orten, die zur Landgemeinde Kłodzko (Glatz) im Powiat Kłodzki (Kreis Glatz) gehören.
Die Tour entstand auf Initiative des in Niederschwedeldorf geborenen ehrenamtlichen Denkmalpflegers Helmut Goebel. Sie ist ein Beispiel für die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Bereich des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege in der ehemaligen Grafschaft Glatz (seit 1945 Ziemia Kłodzka), die nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen fiel. Sie ist als Wander- oder Fahrradtour projektiert und soll viele historische und denkmalpflegerische Informationen vermitteln.
Nachfolgend sind die Denkmäler nach Gemeindeteilen aufgelistet.
Liste der Denkmäler In dieser Liste sind alle Denkmäler aufgeführt, die sich für eine Tour der Denkmäler von Bad Altheide über Oberschwedeldorf, Niederschwedeldorf, Altwilmsdorf und zurück nach Bad Altheide eignen. Eine große Zahl davon steht unter Denkmalschutz.
Niederschwedeldorf (polnisch: Szalejów Dolny)
BildDenkmalGemeindeteil, LageBeschreibung und Baujahr 120px Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf DS – Die Pfarrkirche zu den hll. Simon und Judas Thaddäus entstand bereits im Spätmittelalter wurde aber im Barock umgebaut. 1489–1491 massiv gebaut.Renovierung sowie Wölbung von Presbyterium und Chor 1702, damals auch neuer Taufstein. 120px Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf DS – Das Kriegerdenkmal wurde auf diesen neuen Standort versetzt, auf stabilem Fundament und umgeben von einer Grünanlage. Eine neue Gedenktafel erinnert an das gemeinsame deutsch-polnische Gedenken an das Leid des Zweiten Weltkriegs.Bildhauer Franz Wagner aus Glatz schuf es aus Heuscheuer-Sandstein. Es wurde 1929 eingeweiht.2003 wurde es auf den heutigen Platz umgesetzt, restauriert und am 8. Juni 2003 wieder eingeweiht. Es ist versehen mit den Namen der deutschen Gefallenen des Ersten Weltkriegs. in: Heimatgruppe Niederschwedeldorf e.V. (mit Bericht über die Verlegung des Kriegerdenkmals) 120px Dreifaltigkeitssäule Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf DS – Errichtet etwa um 1700. Eine seltene Darstellung des Heiligen Geistes als menschliche Person. Diese Säule ist ein besonders wichtiges geschütztes Denkmal in der Grafschaft, da sie in ihrer Art so selten ist.Neueinweihung nach der Restaurierung im September 2006. 120px Wallfahrtskirche St. Anna (mit Sippenaltar) Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf DS – Diese Wallfahrtskirche an der Reinerzer Weistritz ist überregional wichtig gewesen für Wallfahrer aus der Grafschaft und weiterher. Dafür zeugt auch die Außenkanzel an der Frontseite, die zur Beichtkapelle St. Magdalena hinzeigt. Die Ersterbauung 1523/24 war aus Holz. Abriss und massiver Bau an gleicher Stelle 1731/32. Viele Wallfahrer kamen und beteten um Schutz vor der Pest und um Glück in der Familie. An der Außenwand Grundstein der ersten und zweiten St.-Anna-Kapelle.Restaurierung nach dem Hochwasser von 1998, Fotoreproduktion des Sippenaltars seit 2008. 120px Beichtkapelle St. Magdalena neben der Wallfahrtskirche Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf DS – Diese Kapelle an der Weistritz mit vier Beichtstühlen wurde gebaut, als der Andrang der Wallfahrer in der späten Barockzeit so groß war, dass man mit der St.-Anna-Kirche allein nicht mehr zurechtkam. Errichtet 1743.Restaurierung nach dem Hochwasser von 1998. 120px Denkmal für Papst Johannes Paul II. Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Errichtet und eingeweiht im September 2006. Das Papstdenkmal ist das jüngste Monument, das in der Nähe der Dreifaltigkeitssäule steht und den katholischen Geist des heutigen Polen ausdrückt. 120px Der Bettelmönch (Jesuitenwappen) Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Diese Gedenktafel am Gutshofeingang erinnert daran, dass die Jesuiten das Gut über längere Zeit in ihrem Besitz hatten, bevor sie es an den preußischen Staat abgeben mussten.Über dem Torbogen des Dominiums befindet sich das von den Jesuiten errichtete Wappen, auf ihm steht: „1694 S Ignatius de Loiola“ 120px Friedhofskreuz im Kirchhof Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Das Friedhofskreuz ist ebenfalls recht alt und wurde von Helmut Goebel restauriert. 120px Lapidarium deutscher Grabsteine an der Friedhofsmauer Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Das Lapidarium für die erhaltenen deutschen Grabsteine ist direkt an einem anderen Denkmal in der Kirchhofmauer – dem Relief der hl. Rosalie – platziert.1984 bei der Einebnung der deutschen Gräber auf dem Friedhof und auf dem Cholera-Begräbnisplatz (siehe Nr. 35) angelegt. Rechts befindet sich auch der Stein für Pfarrer Gisbert Rotter, der am 24. Juli 1832 an der Cholera starb und auf dem Cholera-Begräbnisplatz (Auf dem Rieger) begraben wurde. 120px hl. Rosalie (Friedhofsmauer, am Lapidarium) Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Sie wurde als Pestheilige verehrt. Nach der großen Pest in Glatz von 1680 wurde sie auch hier als Relief angebracht. 120px Konche mit Kreuz Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Diese Konche mit Kreuz steht an der Hausmauer der ehemaligen Post und wurde vom Freiherrn von Münchhausen gestiftet.Bildhauer E. Strauch, Glatz, 1833.Restauriert 2008 von Familie Scheffer. Gedenkstein Franz Wenke Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Dieser Gedenkstein steht an der Ortsgrenze des Dorfes. Franz Wenke wurde am 17. Februar 1824 im Alter von 50 Jahren von einem Pferd erschlagen.Der Gedenkstein wurde 2008 durch Zufall entdeckt, restauriert und im ersten Quartal 2009 neu aufgestellt. Kreuz Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Am Ortseingang (von Oberschwedeldorf kommend) gab es eine Furt durch die Weistritz, bis im Dorf Brücken gebaut wurden. Die Pilger von Altheide gingen den Fußweg – auf dem ein altes Wegerecht lag – hinter den Höfen entlang bis zur St-Anna-Kapelle. Bildstock Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Bei Haus Nr. 75, es war früher der Hof von Wilhelm Bernhard 120px Gedenkstein Johann Mattern Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Er verunglückte hier im ehemaligen Steinbruch tödlich am 29. Juni 1839 im Alter von 44 Jahren.Teilrestaurierung im Mai 2002 Arnestus-Statue Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Sie stammt aus dem Jahr 1732.Restaurierung im Jahr 2002. Sie steht bei Haus Nr. 89. Bildstock des hl. Antonius Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Er wurde von Anton Heinze errichtet. 1714 starben auf diesem Hof 12 Personen an der Pest und wurden hier im Garten begraben.Restaurierung 1998. Bei Haus Nr. 62 (vormals Hof Goebel) 120px Sogenanntes Schwedenkreuz Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Es stand bis 1988 am Ortsanfang von Oberschwedeldorf und sollte dort an die Toten und die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erinnern. Jetzt steht es an der Weistritz. 120px Säule der schmerzhaften Muttergottes Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Im Sockel Darstellung der hl. Hedwig und des Gründers des Zisterzienserordens Bernhard von Clairveaux.Aufgestellt von den Kindern der Eheleute Völkel, deren Eltern als letzte von 46 Opfern der ersten Cholera-Epidemie in Niederschwedeldorf starben.Restauriert im Jahre 2006. Es steht bei Grundstück Nr. 59. Gedenkstein Emma Klinke Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Auf den Stein schrieben die Eltern: „Denkmal für unsere Tochter Emma Klinke, die hier verbrannte, denn das Feuer fand die Kleider am 3. Oktober 1865 im Alter von 10 Jahren.“Wieder aufgestellt im Jahre 2001. Es steht bei Grundstück Nr. 56. 120px Typischer Bildstock des 19. Jahrhunderts Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Auf ihm steht vermerkt: „Errichtet Rübartsch 1867“Er steht beim ehemaligen Hof von Alfons Buhl. 120px Bildstock an der Kirchbrücke Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf An der Kirchbrücke steht auf der rechten Seite, wenn man zur Kirche geht, ein Bildstock. (Ist die Darstellung eine Marienszene?) 120px Statue des böhmischen Landesheiligen Johannes Nepomuk Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Neben der Kirchbrücke ist diese Statue neu aufgestellt worden, mit stabilem Fundament.Auf dem Sockel steht: „Sz Johannes Nepomucene - sus ope Vota -tibi De vota“ (Nimm an die Gelöbnisse, die Dir versprochen sind). Er wurde beim Bau der Kirchbrücke 1723 aufgestellt.Restaurierung im Jahre 2006 und aus Platzgründen an die Weistriz umgesetzt. 120px Stammwappen der Familie von Pardubitz Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Über dem Kirchhoftor ist dieses alte Wappen angebracht. Dieses Tor wurde ebenfalls renoviert und das Wappen instand gesetzt. Flurkreuz aus der Gründerzeit Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Bildhauer A. Urban. Errichtet durch F. Nentwig 1863. Es steht beim Haus Nr. 39. Bildstock Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Errichtet etwa um 1850.Restauriert 2008. Er steht bei Haus Nr. 36 (ehemals Hof Josef Heinze) Bildtafel „Madonna mit dem Kinde“ Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Sie steht bei Haus Nr. 28 (ehemals Hof von Alfons Kuschel) und ist an einer Eiche angebracht. Wegkreuz Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Errichtet von August Kuschel 1911.Bei der Restaurierung auf die Fundamente eines Vorgängerkreuzes gestoßen.ES steht bei Haus Nr. 20. 120px Schloss der Freiherrn von Münchhausen Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Erbaut 1840. Unbewohnt. Besitzerin: Anna Fuchs, USA. 120px Mausoleum der Freiherrn von Münchhausen Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf 1871 im Schlosspark errichtet. Nach 1945 Öffnung und Plünderung einiger Grüfte.Restaurierung 2004 und 2017 (jüngstes Projekt von Helmut Goebel). Wegkreuz (An der Europastraße 67) Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Errichtet wurde es von Caspar Olbrich 1829. Es steht bei Haus Nr. 90 (ehemals Hof Beinlich). Gedenkstein und Kreuz für Ida Strauch Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf An der E 67 von Reinerz, kurz vor Glatz (Straßenschmiede), wurde am 17. Juli 1906 das neun Jahre alte Mädchen auf dem Schulweg nach Niederschwedeldorf ermordet.Kreuz erneuert 1999; Stein gesetzt am 24. Juli 2006. Bildstock (zweistöckig) Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Er steht bei Hof Nr. 21 (ehemals Hof Josef Ulbrich). Bildstock Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Errichtet von Josef Olbricht 1857. An ihm wurde die Hochwassermarke von 1998 angebracht.Er steht bei Haus Nr. 19 (ehemals Paul Berger) Cholera-Begräbnisplatz (mit Hinweistafel) Szalejów Dolny / Niederschwedeldorf Die insgesamt 88 Opfer der im 19. Jahrhundert grassierenden Cholera-Epidemie wurden hier beerdigt. Eine Hinweistafel weist darauf hin.Dieser Begräbnisplatz liegt „Auf dem Rieger“ – also oberhalb der Pfarrkirche.
Oberschwedeldorf (polnisch: Szalejów Górny)