miniatur|Zuhal Demir (2021) Zuhal Demir (* 2. März 1980 in Genk) ist eine belgische Rechtsanwältin und Politikerin der Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VA). Am 2. Oktober 2019 wurde sie Mitglied der flämischen Regierung Jambon und ist innerhalb der Regierung für die Bereiche Justiz, Umwelt, Energie und Tourismus zuständig.

Leben Zuhal Demir wurde 1980 als drittes Kind einer türkisch-kurdischen Familie mit alevitischenKürd Bakandan kendisine hakaret eden hesaba yanıt: O bir Kürd dağ keçisi In: Rudaw Media Network, 13. Januar 2024. Wurzeln in Genk geboren. Ihr Vater war Minenarbeiter. Sie studierte von 1998 bis 2003 Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität Löwen und schloss 2004 eine Spezialisierung in Arbeitsrecht an der Freien Universität Brüssel ab. Daraufhin arbeitete Demir ab 2004 zunächst als Rechtsanwältin in einer internationalen Kanzlei mit Niederlassung in Antwerpen.

Im Jahr 2010 zog sie nach den Föderalwahlen vom 13. Juni für die N-VA in die Abgeordnetenkammer ein. Dort wurde sie mitunter als bezeichnet, wohl auch in Anlehnung an ihren Nachnamen (Demir bedeutet Eisen auf Türkisch). Auf lokaler Ebene war Demir von 2012 bis 2015 Vorsitzende des Distriktrates von Antwerpen. Als sie beschloss, aus familiären Gründen nach Genk zurückzuziehen, musste sie dieses Mandat aufgeben. Größere Bekanntheit erlangte Demir im Jahr 2015, als sie sich bei einem Fototermin für das niederländischsprachige Männermagazin P-Magazine im Halbrund der Kammer ablichten ließ.

Am 24. Februar 2017 wurde sie Staatssekretärin für Armutsbekämpfung, Chancengleichheit, Behinderten- und Wissenschaftspolitik und Großstädte in der föderalen Regierung Michel. Sie trat die Nachfolge ihrer Parteikollegin Elke Sleurs an, die das Amt aufgab, um sich besser auf die Kommunalwahlen von 2018 vorbereiten zu können. Demirs Amtszeit als Staatssekretärin endete am 9. Dezember 2018 mit dem Sturz von Michel . Daraufhin kehrte sie in die Abgeordnetenkammer zurück. Im Jahr 2017, während ihrer Amtszeit, wurde sie Mutter.

Seit dem 2. Oktober 2019 ist Demir Ministerin für Justiz, Umwelt, Energie und Tourismus in der flämischen Regierung Jambon.

Bedrohungen

Demir hat aufgrund ihrer Opposition gegen die türkische Behandlung der kurdischen Bevölkerung Todesdrohungen erhalten. 2017 wurde ein Mann zu sechs Monaten Haft verurteilt, weil er sie bedroht hatte. Am 6. Dezember 2018 verurteilte das Korrektionsgericht Hasselt einen Mann aus Beringen zu einer Geldstrafe von 400 Euro, weil er Zuhal Demir auf Facebook bedroht hatte. Im Mai 2019 wurden Wahlplakate von Demir in Maasmechelen mit Hakenkreuzen und dem Logo der rechtsextremen türkisch-nationalistischen Organisation Graue Wölfe beschmiert. Demir erklärte, sie werde sich durch diese Aktion nicht „einschüchtern“ lassen. Im November 2020 erhielt Demir per E-Mail Todes- und Vergewaltigungsdrohungen, nachdem sie in einem Facebook-Beitrag die Finanzierung und Ausbildung von Imamen in Moscheen in Belgien durch das Diyanet kritisiert hatte. Demir bezeichnete die türkische Diyanet-Behörde als „verlängerten Arm Erdoğans“ und „Antennen des Erdoğan-Regimes“. Ähnliche Drohungen wurden auch gegen den flämischen Vlaams-Belang-Politiker Chris Janssens ausgesprochen. Demir wurde anschließend Polizeischutz und Überwachung an ihrem Wohnsitz gewährt.

Weblinks

Offizielle Webpräsenz von Zuhal Demir (niederländisch) Profil von Zuhal Demir auf der Website der N-VA (niederländisch)

Einzelnachweise

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