Badersdorf (, ) ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich.
Geografie Die Gemeinde liegt im Südburgenland an der Pinka. Diese fließt in einer Höhe von rund 250 Meter über dem Meer von Westen nach Osten durch das Gemeindegebiet. Nach Norden und Süden steigt das Land auf 350 Meter an.
Die Fläche umfasst 8,64 Quadratkilometer. Davon sind 49 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 38 Prozent sind bewaldet.
Badersdorf ist die einzige Ortschaft und Katastralgemeinde in der Gemeinde. Deutscher OrtsnameUngarischer OrtsnameKroatischer OrtsnameBadersdorfPöszönyPesem
Nachbargemeinden
Geschichte
mini|links|Gedenkstein 800 Jahre Badersdorf
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolge im Jahr 1221 als Poszicz.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pöszöny verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Badersdorf zählt nicht zu jenen Gemeinden des Burgenlandes, die einen ungarischen Bevölkerungsteil aufweisen. Deshalb ist der ungarische Ortsname in der Umgangssprache verschwunden.
1970 wurde die selbständige Gemeinde Badersdorf in die Großgemeinde Kohfidisch eingegliedert. Nach einer Volksbefragung 1991 ist Badersdorf seit 1. Jänner 1993 wieder eine selbständige Gemeinde.
Ehemaliger Steinbruch
Am 2. Jänner 2026 wurde der Steinbruch Badersdorf (und drei weitere im Burgenland) wegen hohen Gehalts an gesundheitsgefährdendem Asbest im Gestein amtlich gesperrt. Die NGO Greenpeace hatte auf Asbest hingewiesen – im Material und im Staubniederschlag der Umgebung hingewiesen und die Landesregierung das Gestein untersucht. Die Umweltlandesrätin fordert vom Bundesgesetzgeber, dass das Verbot des Inverkehrbringens von Asbest aus 1990 auch auf Naturstein ausgedehnt wird. Die deutsche Gefahrstoffverordnung hat diese Materie bereits geregelt.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Römisch-katholische Filialkirche zur Kreuzerhöhung: 1852 nach Plänen von Johann Brenner im spätklassizistischen Stil erbaut Kriegerdenkmal: 1929 eingeweiht, denkmalgeschützt Burgenländische Hochzeitsmuseum an der Unteren Dorfstraße gelegen Sportverein Badersdorf, gegründet 1983.
Politik Gemeinderat mini|Gemeindeamt Badersdorf
Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 11 Mitglieder. + Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997 Partei 2022Land Burgenland: Wahlergebnis Badersdorf 2017 (abgerufen am 5. Jänner 2018) 2017Land Burgenland: Wahlergebnis Badersdorf 2017 (abgerufen am 5. Jänner 2018) 2012Land Burgenland: Wahlergebnis Badersdorf 2012 (abgerufen am 5. Jänner 2018) 2007Land Burgenland: Wahlergebnis Badersdorf 2007 (abgerufen am 5. Jänner 2018) 2002Land Burgenland: Wahlergebnis Badersdorf 2002 (abgerufen am 5. Jänner 2018) 1997 Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. ÖVP 162 72,65 8 189 81,12 9 188 75,20 9 187 67,51 8 167 63,02 7 171 76,00 9 SPÖ 61 27,35 3 44 18,88 2 62 24,80 2 90 32,49 3 98 36,98 4 54 24,00 2 Wahlberechtigte 257 280 279 304 290 266 Wahlbeteiligung 93,00 % 87,50 % 93,55 % 94,74 % 96,55 % 91,73 %
Bürgermeister Bürgermeister ist seit 12. Jänner 2017 Daniel Ziniel (ÖVP). Er wurde vom Gemeinderat als Nachfolger von Franz Heiden (ÖVP), der seit der Trennung der Gemeinde von der Großgemeinde Kohfidisch am 1. Jänner 1993 vorstand und aus Altersgründen in den Ruhestand trat, gewählt. Ziniel war zum Zeitpunkt der Wahl mit 23 Jahren der jüngste Bürgermeister des Burgenlands und der zweitjüngste Bürgermeister Österreichs.BVZ vom 12. Oktober 2016: Ruhestand: Nachfolger wird jüngster Ortschef (abgerufen am 5. Jänner 2018)BVZ vom 13. Jänner 2017: Bürgermeister mit 23? Daniel Ziniel ist startklar (abgerufen am 10. Oktober 2017) Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Ziniel mit 85,65 % Zustimmung der Wähler in seinem Amt bestätigt. Sein Mitbewerber Sven Michael Baumgartner (SPÖ) erhielt 14,35 % der Stimmen.
Amtsleiterin ist Tanja Müllner.
Wappen 60px Das Wappen wurde der Gemeinde am 17. Juni 2003 verliehen. Blasonierung: In Blau eine goldene, eintürmige, mit einem Zwiebelturm gekrönte Kirche, begleitet von je drei unten verschränkten goldenen Getreideähren (vorne und hinten).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1221 Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Oberwart