Das System der Repartimiento de Mercancías (kurz spanisch reparto), auch bekannt unter dem Namen „repartimiento de bienes“, verpflichtete die Indigenen in den spanischen Kolonien Südamerikas, dem Corregidor (dem spanischen Magistrat eines Territoriums) oder anderen Besitzern des Handelsmonopols die von ihm angebotenen Güter abzukaufen.Ann M. Wightman: Repartimiento de Mercancías, in: Encyclopedia of Latin American History and Culture 4 (1996), ISBN 0-684-19752-9, S. 550. Durch die hohen Zahlungen geraten die Indios in Armut und wurden so vollkommen unterworfen.ISBN 0-684-19752-9, S. 551. Die Preise für die Güter lagen dabei oft über dem eigentlichen Marktwert und die Handelsware wurde von den Indigenen meist überhaupt nicht gebraucht.Thomas Pampuch, Agustín Echalar: Bolivien. 4. Auflage. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57368-2, S. 40–41. Die aufgezwungenen Güter mussten die Indigenen mit Geld, Land oder Arbeitsleistungen abzahlen.Repartimiento de Mercancías, auf encyclopedia.com, abgerufen am 13. Juni 2017. Das System, das im 17. Jahrhundert aufkam, wurde im 18. Jahrhundert nochmals gesteigert.Wightman: Repartimiento de Mercancías, S. 550. Mit den Bourbonischen Reformen des spanischen Königs Karl III. wurde eine zusätzliche Steigerung der reparto verordnet, wodurch die Wirtschaft der Kolonien angekurbelt werden sollte.Ward Staving: Túpac Amaru Rebellion. In: The Oxford Encyclopedia of the Modern World 7 (2008), ISBN 978-0-19-517632-2, S. 350–352, hier: S. 352.
Einzelnachweise
Kategorie:Kolonialgeschichte Amerikas