mini|Das Wappen derer von Worbis
Worbis ist der Name eines alten Adelsgeschlechts in Worbis im Eichsfeld.
Geschichte 1209 wird erstmals ein Giselher von Worbis als Zeuge einer Verpfändung des Grafen Ernst von Velsecke an das Kloster Reifenstein genannt. Nach Errichtung der Burg Worbis werden die Herren von Worbis als Burgherren und Vögte erwähnt. Im 13. Jahrhundert werden einige Herren von Worbis als Zeugen in Verträgen genannt, sie erwerben und verkaufen zahlreiche Güter und Besitzungen im Eichsfeld und darüber hinaus (Kutzleben, Großwechsungen, Kleinbodungen). Sie werden auf verschiedenen Burgen im Eichsfeld als Burgmänner oder Vögte eingesetzt. Die Familie breitet sich bis nach Mühlhausen und Heiligenstadt aus, wo sie teilweise sesshaft wurden. Im Jahre 1312 werden die Herren von Wolf als Burgmänner auf der Burg Worbis genannt, sind danach aber nicht mehr in Worbis ansässig.Carl Duval: Das Eichsfeld oder historisch-romantische Beschreibung aller Städte, Burgen, Schlösser, Klöster, Dörfer und sonstiger beachtenswerter Punkte des Eichsfeldes: ein Heimatbuch für Schule und Haus. Sondershausen 1845, S. 20.
1354 verpfänden die Herren von Worbis dem Reinhard Keudel einen Teil der mainzischen Lehnsburg Burg Bischofsstein.Vigener, RggEbMz Nr. 0230, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe. ingrossaturbuecher.de; abgerufen am 12. Juni 2017; 1413 schließen Ritter Martin von Worbis und sein Bruder Hans mit der Stadt Duderstadt einen Vertrag zum Bau der Wehnder Warte, die aber erst später vollendet wird.Thomas T. Müller. In: Gabriela Sigmori: Das Wunderbuch Unserer Lieben Frau im thüringischen Elende (1419–1517). Band 12. Verlag Böhlau 2006, S. 20. Die Herren von Worbis besaßen von 1573 bis 1754 das Rittergut in Rehungen, wo sie auch Gerichtsherren und Patronatsherren der Kirche waren. Im 18. Jahrhundert wird letztmals ein Alexander von Worbis in Rehungen erwähnt.
Vertreter Bernhard von Worbis, (1238), Ritter, verkauft sein Lehnsgut in Hausen dem Kloster GerodeRIplus Regg. EB Mainz 2 [n. 1563], regesta-imperii.de abgerufen am 22. August 2017. Otto von Worbis (1300, 1309), Burgmann auf Burg ScharfensteinJohann Wolf: Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel. Göttingen 1819 (Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel, als Beitrag zu dessen Geschichte. S. 37–45) Brüder Albrecht und Herdeinus gen. von Worbis 1317RIplus Regg. EB Mainz 1,1 n. 1943, regesta-imperii.de abgerufen am 22. August 2017. Friedrich von Worbis (1303), Burgmann zu HarburgRIplus Regg. EB Mainz 1,1 n. 800, regesta-imperii.de abgerufen am 22. August 2017. Conrad von Worbis (1336), Burgmann auf Burg Worbisrecherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de Bertold von Worbis (1337) Burgherr auf Burg Bodenstein zusammen mit Hans von Wintzingerode, Otto von Rusteberg und Heinrich Wolf als Lehnsnehmer der Grafen von Hohnstein;Geschichte der Burg Bodenstein (1342) Amtmann auf Burg Rusteberg;Regesten der Landgrafen von Hessen Nr. 10705 (1348) mit seinen Brüdern Heinrich (1352 Hauptmann zu Mühlhausenarchiv.sachsen.de) und Hildebrand genannt Conrad von Worbis (1348, 1352), Propst im Chorherrenstift zu Oberdorldaarchiv.sachsen.de Arnold (1353), Pfarrer in WahlhausenCarl Philipp von Hanstein: Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein in dem Eichsfelde, in Preußen (Provinz Sachsen). Nebst Urkundenbuch und Geschlechtstafeln. Bohnesche Buchhandlung, Kassel 1856–1857, S. 58. Mechthild (Metze) von Worbis (1364), Äbtissin im Kloster Beurenarchiv.sachsen.de Brüder Otto, Heinrich und Friedrich (1387), Burgmänner auf Burg Scharfenstein Martin und Hans von Worbis (1430), Mitbesitzer der Burg Bodenstein Otto Christoph der Ältere und Otto der Jüngere von Worbis (1696), verkaufen ihr Lehen in Wolkramshausen (Wüstung)
Literatur Thomas T. Müller, Gerhard Müller: Die Herren von Lare und ihre Bedeutung für die frühe Entwicklung von Worbis. In: EJb, 1999, 7, S. 88–105. Johann Vinzenz Wolf: Denkwürdigkeiten der Stadt Worbis und ihrer Umgebung. Beyersche Universitätsdruckerei, Göttingen 1818, Urkunden, S. 70–77; .
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