thumb|Der jüdische Friedhof in Bentheim („Judenkerckhof te Bentheim“), Aquarell von Jacob Maris (1837–1899) Es sind drei Jüdische Friedhöfe in der niedersächsischen Stadt Bad Bentheim dokumentiert.
Alter Jüdischer Friedhof Bad Bentheim Auf dem alten jüdischen Friedhof im Osten der Innenstadt, auf den Bentheimer Bergen, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde, befinden sich 33 Grabsteine. Der älteste datierte Grabstein stammt aus dem Jahr 1806, der jüngste datierte aus dem Jahr 1866.Jüdische Friedhöfe in Niedersachsen - Bentheim (Alter Friedhof). Zentralarchiv der Universität Heidelberg Der Friedhof „in den Bergkämpen“ ist 598 m² groß.Daniel Fraenkel: Bentheim (heute Bad Bentheim). In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-753-5, S. 187–195 (darin S. 194: der Friedhof „in den Bergkämpen“).
Neuer Jüdischer Friedhof Bad Bentheim Der neue jüdische Friedhof An der Hilgenstiege wurde von 1874 bis 1931 belegt. Auf ihm befinden sich 45 Grabsteine.Jüdische Friedhöfe in Niedersachsen - Bentheim (Neuer Friedhof). Zentralarchiv der Universität Heidelberg Der 639 m² große Friedhof wurde 1971 verwüstet.Daniel Fraenkel: Bentheim (heute Bad Bentheim). In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-753-5, S. 187–195 (darin S. 194: der Friedhof an der „Hilgenstiege“).
Jüdischer Friedhof Gildehaus Auf dem jüdischen Friedhof Am Westhang, der ab 1746 belegt wurde, befinden sich zwei Grabsteine und weitere Bruchstücke.Jüdische Friedhöfe in Niedersachsen - Gildehaus. Zentralarchiv der Universität Heidelberg In der NS-Zeit wurde der Friedhof völlig verwüstet. Die Grabsteine wurden weggeschleppt, in Stücke geschlagen und dienten im Garten eines NSDAP-Funktionärs als Wegplatten. Es blieb nur ein Grabstein vollständig erhalten. Nach 1945 wurden Bruchstücke von anderen Grabsteinen auf Gräbern aufgestellt oder abseits gestapelt. Überlebende der jüdischen Gemeinde Bentheim errichteten 1945 in Gildehaus einen Gedenkstein. 1953 wurde der damals 1287 m² große Friedhof im Gildehauser „Esch“ an die Jewish Trust Corporation rückerstattet. 1960 wurden davon 85 m² belegte Fläche an den Landesverband übertragen und 1202 m² an die politische Gemeinde verkauft.Daniel Fraenkel: Bentheim (heute Bad Bentheim). In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-753-5, S. 187–195 (darin S. 194: der Friedhof im Gildehauser „Esch“).
Literatur Daniel Fraenkel: Bentheim (heute Bad Bentheim). In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-753-5, S. 187–195 (darin S. 194: die jüdischen Friedhöfe).
Weblinks
Der alte jüdische Friedhof von Bad Bentheim auf juedische-friedhoefe.info Der neue jüdische Friedhof von Bad Bentheim auf juedische-friedhoefe.info Bentheim In: Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Jüdische Friedhöfe in Niedersachsen
Einzelnachweise
Bad Bentheim Kategorie:Baudenkmal in Bad Bentheim Kategorie:Bauwerk in Bad Bentheim Bad Bentheim