mini|Gedenktafel an Leonid Bykow an der Fassade seines Wohnhauses in Kiew Leonid Fedorowytsch Bykow (* 12. Dezember 1928 im Dorf Snamenske, Ukrainische SSR; † 11. April 1979 bei Dymer, Oblast Kiew, Ukrainische SSR) war ein ukrainisch-sowjetischer Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor.
Leben Leonid Bykow kam im Dorf Snamenske, heute ein Teil von Tscherkaske im Rajon Slowjansk der ukrainischen Oblast Donezk, zur Welt. 1929 zog die Familie nach Kramatorsk und während des Deutsch-Sowjetischen Krieges wurde die Familie ins sibirische Barnaul evakuiert. Nach seiner Ausbildung am Theaterinstitut in Charkiw arbeitete er zwischen 1951 und 1960 am Schewtschenko-Theater in CharkiwBiografie Leonid Bykow auf der Webseite leonid-bykov.ru; abgerufen am 11. Juni 2017 (ukrainisch) und von 1969 an bis zu seinem Tod an den Filmstudios in Kiew.
Seine erste Filmrolle hatte er 1952 in dem Film „Das Schicksal der Marina“. Im Anschluss daran folgten mehr als 20 weitere Filme, in denen er als Schauspieler, später auch als Drehbuchautor und Regisseur mitwirkte. Seine Schauspielerei war von gefühlsbetonter Darstellung und einfachem Humor gekennzeichnet. Er verkörperte bei den von ihm gespielten Figuren stets Großzügigkeit und Integrität des Charakters. Die größte Anerkennung erhielt er in seinen Filme über den Großen Vaterländischen Krieg, wo er die Probleme der moralischen Lehren des Krieges und den Beziehung zwischen den Generationen beleuchtete.Biografie Leonid Bykow auf Ukrainische Elite; abgerufen am 11. Juni 2017 (ukrainisch)
Als er mit seinem „Wolga“-PKW von seinem Sommerhaus zurück nach Kyiv fuhr, kollidierte er bei Dymer im Rajon Wyschhorod mit einer Straßenwalze, wobei er unmittelbar zu Tode kam. auf nashfilm.ru; abgerufen am 11. Juni 2017 (russisch) Er wurde in Kyiv auf dem Baikowe-Friedhof bestattet.Persönlichkeiten auf dem Baikowe-Friedhof auf nekropole.info/ua; abgerufen am 11. Juni 2017 (ukrainisch)
Filmografie (Auswahl) 1977 Der Krieg ist kein Abzählspiel – 1974 Erfahrene Hasen des Geschwaders – 1971 Wo bist du, Ritter? (Fernsehfilm) – 1969 Schaste Anny – 1968 Die Fährtenleser von Raswedtschiki – 1967 In der Stadt S. – 1965 Zaychik – 1964 Bolshoy fitil – 1963 Wenn die Brücken – 1962 Horizont – 1961 Vorsicht, Oma! – 1960 Aljoschas Liebe – 1959 Sterne im Mai – 1958 Die Freiwilligen – 1956 Viel Lärm um Maxim – 1955 Die Tigerbändigerin – 1954 Das Schicksal der Marina –
Ehrungen Leonid Bykow erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Darunter: 1958 Verdienter Künstler der USSRBiografie Leonid Bykow auf Helden der Ukraine; abgerufen am 11. Juni 2017 (ukrainisch) 1965 Verdienter Künstler der RSFSR 1974 Volkskünstler der Ukrainischen SSR 1977 Taras-Schewtschenko-PreisträgerKurzbiografie Leonid Bykow auf der Webpräsenz des Preiskomitees des Taras-Schewtschenko-Preises; abgerufen am 10. Juni 2017 (ukrainisch) 1978 Orden der Oktoberrevolution 1994 benannte die Internationale Astronomische Union den 1973 entdeckten Asteroiden (4682) Bykov nach ihm.Biografie Leonid Bykow auf kino-teatr.ru; abgerufen am 10. Juni 2017 (russisch)(4682) Bykov in der Datenbank des Minor Planet Center; abgerufen am 10. Juni 2017 (englisch)
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Einzelnachweise
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