Ołtaszyn (deutsch Herzogshufen, bis 26. Januar 1937 Oltaschin) ist ein Stadtteil Breslaus.

Geographie mini|Oltaschin im südlichen Außenbezirk Breslaus, etwa fünf Kilometer südlich des Stadtzentrums, auf einer Landkarte von 1905 Die Ortschaft liegt in Niederschlesien im schlesischen Tiefland, etwa fünf Kilometer südlich der Stadtmitte von Breslau.

Geschichte mini|hochkant|Dorfkirche Ältere Formen des Dorfnamens sind Olzantino (1204), Oltetschin (1349) und Oltaschen (18. Jahrhundert).Johann Ernst Fabri: Neues geographisches Magazin. 4. Band, 4. Stück, Halle 1787, S. 80, Ziffer 124. Von 1349 bis zur Säkularisation 1810 gehörte das Bauerndorf mit einer katholischen Pfarrkirche zum Breslauer Domstift im Herzogtum Breslau. Das Dorf hatte im 19. Jahrhundert eine katholische Schule.

Am 26. Januar 1937 wurde Oltaschin in Herzogshufen umbenannt. Bis zum Jahr 1945 gehörte Herzogshufen zum Amtsbezirk Hoinstein im Landkreis Breslau im Regierungsbezirk Breslau der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Herzogshufen im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Im Sommer 1945 wurde die der Ort unter der Bezeichnung Ołtaszyn wie fast ganz Schlesien gemäß dem Potsdamer Abkommen zum Bestandteil der Volksrepublik Polen. In der Folgezeit wurde die deutsche Bevölkerung, soweit sie nicht schon vorher evakuiert oder geflohen war, aus Herzogshufen vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung bis 1945 Jahr Einwohner Anmerkungen 1816 305 Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 3: Kr–O, Halle 1822, S. 316, Ziffer 525. 1825 323 davon 73 EvangelischeJohann Georg Knie: Alphabethisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Breslau 1830, S. 534. 1840 333 davon 84 EvangelischeJohann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage, Breslau 1845, S. 461. 1852 435 Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 442.1871 500 Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats. 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, S. 195–196, Ziffer 11. 1933 1204 1939 1384

Sehenswürdigkeiten Statue des böhmischen Landesheiligen Johannes Nepomuk aus der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts.

Kirchspiel Die katholische Dorfkirche war eine Filialkirche von Bettlern. Die Evangelischen waren zur Breslauer St.-Salvator-Kirche eingepfarrt.

Literatur Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage, Breslau 1845, S. 461.

Weblinks Amtsbezirk Hoinstein (Rolf Jehke, 2008)

Einzelnachweise

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