Florentin Groll, auch Florentín Groll, (* 9. August 1945 in VöcklabruckKleine Zeitung: Sommergespräch: "Ich kenne Wald seit meiner Kindheit". Artikel vom 14. August 2016, abgerufen am 7. Juni 2017.) ist ein österreichischer Schauspieler, Sprecher und Theaterregisseur.
Leben Florentin Groll wurde als Sohn einer Opernsängerin geboren, seine Kindheit verbrachte er in St. Gilgen im Salzkammergut, zur Schule ging er in München und Frankfurt am Main.. Abgerufen am 7. Juni 2017. Nach dem Abitur begann er 1965 in Wien ein Studium der Theaterwissenschaft, unter anderem bei Heinz Kindermann.
Zur Schauspielerei kam er zufällig, als sein Freund, der griechische Regisseur Stavros Doufexis, ihm eine Ein-Satz-Rolle anbot. Seinen ersten Bühnenauftritt hatte Groll am Ateliertheater am Wiener Naschmarkt in der österreichischen Erstaufführung der Kleinbürgerhochzeit von Bertolt Brecht.Theatersommer Haag: Florentin Groll. Abgerufen am 8. Juni 2017. Sein erster Besuch einer Schauspielschule war als Lehrer, unter anderem war er Lehrbeauftragter am Max Reinhardt Seminar in Wien und an der Schauspielschule in Graz. 1967 spielte er am Theater Dortmund und begann ein Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main, unter anderem bei Theodor W. Adorno.
Ab 1970 spielte er in Bonn, Tübingen, Darmstadt, am Theater am Turm (TAT) in Frankfurt und am Schauspielhaus Düsseldorf. 1979 wurde er ans Wiener Burgtheater engagiert, wo er bis 2010 Ensemblemitglied war. Gastspiele führten ihn unter anderem ans Staatstheater Stuttgart, ans Hamburger Thalia-Theater, ans Wiener Schauspielhaus, zu den Festspielen Reichenau, zu den Sommerspielen Melk und Perchtoldsdorf, zum Theatersommer Haag und zur Sommernachtskomödie Rosenburg. 2019 spielte er in der Bühnenfassung von Unsere Seelen bei Nacht am Theater an der Effingerstrasse die Rolle des Louis, mit Heidi Maria Glössner als Addie.Altersglück im Matratzenland. Artikel vom 28. April 2019, abgerufen am 29. April 2019. Am Theater Nestroyhof Hamakom verkörperte er Ende 2023 in der Uraufführung von FurchtBlasen mit Birgit Stöger den Vater.
Von 1981 bis 1983 verkörperte er in der Fernsehserie Ringstraßenpalais die Rolle des Dr. Paul Ender, von 1996 bis 2005 spielte er in der Serie Schlosshotel Orth die Rolle des Josef „Sepp“ Thallinger.
Als Regisseur inszenierte er unter anderem am Burgtheater, bei den Festspielen Reichenau und im Palais Auersperg. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler und Regisseur ist er auch als Sprecher für Hörspiele, Dokumentationen und Werbespots tätig, unter anderem war in der österreichischen Fassung von Ein Schweinchen namens Babe (1995) und Schweinchen Babe in der großen Stadt (1998) als Erzähler zu hören.
Florentin Groll ist mit der Schauspielerin und Regisseurin Babett Arens verheiratet.derStandard.at: Zwischentöne statt Gesellschaftsgockeleien. Artikel vom 10. April 2015, abgerufen am 7. Juni 2017.
Filmografie (Auswahl) Als Schauspieler 1980: Die Reise ins tausendjährige Reich 1981: In Ewigkeit amen 1981: Sommergäste 1981–1983: Ringstraßenpalais 1983: Karambolage 1983: Der Waldbauernbub 1986: Mit meinen heißen Tränen 1986: Der Leihopa – Drum prüfe wer sich ewig bindet 1988: Jonathana et la sorcière 1990: Wilhelm Tell 1991: Othello, der Mohr von Venedig 1991: Heldenfrühling 1992: Ihr glücklichen Augen 1994: Im Schatten des Führers 1995: Schwarze Tage 1995: Es war doch Liebe? 1997: Moritz Kowalsky – Sport ist Mord 1998: Die rote Violine 2000: Die Nichte und der Tod (Fernsehfilm) 2001: Spiel im Morgengrauen 2001: Uprising – Der Aufstand 2002: Flamenco der Liebe 1994–2002: Kommissar Rex (Fernsehserie, drei Episoden, verschiedene Rollen) 2002: Julia – Eine ungewöhnliche Frau – Ein neues Leben 2004: Da wo die Heimat ist 2005: SOKO Kitzbühel – Die Todesquelle 2005: Ainoa 1996–2005: Schlosshotel Orth 2006: Klimt 2006: Die Entscheidung 2008: Kyselak war da! Graffiti anno 1825 2009: SOKO Donau – Die grauen Männer 2010: Vier Frauen und ein Todesfall – Blutsbande 2010: Schnell ermittelt – Simon Koller 2010: Die Wanderhure 2011: Das Mädchen auf dem Meeresgrund 2012: Sisi … und ich erzähle euch die Wahrheit (Dokumentation) 2013: Shirley – Visions of Reality 2013: Ausatmen (Kurzfilm) 2013: SOKO Donau – Der Heilige der Verdammten 2015: Amnesia 2025: Neo Nuggets 2026: Herzklang – Zurück zu mir (Fernsehfilm)
Als Sprecher 1995: Ein Schweinchen namens Babe 1998: Schweinchen Babe in der großen Stadt 2008: Die 4 da – Der Ursuperfan 2010: Der zweite Weltkrieg – Hanna Reitsch – Hitlers Fliegerin 2013: Universum History – Leidenschaft und Verrat: Oberst Redl – Der Jahrhundertspion 2014: Der Anständige 2018: Universum History – Apokalypse 1618 – Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges 2018: Murer – Anatomie eines Prozesses 2025: Projekt Marmor – verdrängt und vergessen
Hörbücher (Auswahl) 2011: Das Fabelbuch, Betz-Verlag Wien/München 2011 2012: Machen Sie sich bitte frei: entdecken Sie Ihre Furchtlosigkeit von Uwe Böschemeyer, gelesen von Florentin Groll, ISBN 978-3-99022-056-6 2014: Ich weiß nicht, warum ich noch lebe von Fritz Orter, gelesen von Fritz Orter, Florentin Groll und Christina Trefny, Ecowin Salzburg, ISBN 978-3-7110-5126-4 2015: Weil ich es dir nicht sagen konnte: vom Schatten des Schweigens zur befreienden Wahrheit von Uwe Böschemeyer, gelesen von Florentin Groll, Ecowin Salzburg, ISBN 978-3-7110-5149-3
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