Die NBA-Saison 1952/53 war die siebte Saison der National Basketball Association (NBA), deren reguläre Spielzeit am 31. Oktober 1952 begann und am 18. März 1953 nach 351 Spielen endete. Die Postseason begann am 17. März 1953 und endete am 10. April 1953 mit 4—1 Finalsiegen der Minneapolis Lakers über die New York Knickerbockers.
Saisonnotizen Die Philadelphia Warriors machten Gebrauch von ihrem Recht des Territorial Picks. Als erstes in der regulären NBA-Draft-Runde gewählt wurde Mountaineer Mark Workman von der West Virginia University durch die Milwaukee Hawks.N. N.: 1952 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2017. Abgerufen am 7. Juni 2017 (in Englisch). Das dritte NBA All-Star Game fand am Dienstag, den 13. Januar 1953 vor 10.322 Zuschauern im Allen County War Memorial Coliseum, Ft. Wayne, Indiana statt. John Kundlas Western All-Stars besiegten Joe Lapchicks Eastern All-Stars mit 79—75. Most Valuable Player des All-Star Games war George Mikan von den Minneapolis Lakers. Der Preis wurde erstmals verliehen und die MVPs der Vorjahre nachträglich gewählt.N. N.: 1953 NBA All-Star Game West 79, East 75. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2017. Abgerufen am 7. Juni 2017 (in Englisch). Am 15. Februar 1953 gelangen Dolph Schayes von 25 Versuchen 21 Freiwurftreffer im Spiel seiner Syracuse Nationals in New York.Official NBA-Guide 2016-2017., herausgegeben von Brad Weinstein auf: NBA—Website; New York City, NY, 2016. Abgerufen am 7. Juni 2017 (in Englisch). Die Baltimore Bullets verloren insgesamt zehn Spiele in der Verlängerung, ein Wert, der erst in der Saison 2000/01 durch die Los Angeles Clippers wieder erreicht werden sollte, allerdings bei einer höheren Zahl an Saisonspielen. Zum ersten Mal wurde der Rookie of the Year Award vergeben. Erster Preisträger war Donald E. „Monk“ Meineke.N. N.: Season Review: 1952-53. Big men continue to reign as the Lakers win their second straight title. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 29. September 2020 (in Englisch). Zum ersten Mal trafen sich die Divisionsführenden der regulären Saison als Divisionssieger im Finale. Alle zehn Teams des Vorjahres beendeten die Saison. Für die Indianapolis Olympians sollte es jedoch der letzte Auftritt sein.
Abschlusstabellen Pl. = Rang, = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner
Eastern Division
Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div. 1. New York Knicks 70 47—23 .671 — 21—4 15—14 11—5 30—10 2. Syracuse Nationals 71 47—24 .662 0,5 30—2 10—19 5—3 26—15 3. Boston Celtics 71 46—25 .648 1,5 21—3 11—18 14—4 28—13 4. Baltimore Bullets 70 16—54 .229 31 11—20 1—19 4—15 10—30 5. Philadelphia Warriors 69 12—57 .174 34,5 4—13 1—28 7—16 7—33
Western Division Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div. 1. Minneapolis Lakers 70 48—22 .686 — 24—2 16—15 8—5 26—14 2. Rochester Royals 70 44—26 .629 4 24—8 13—16 7—2 27—13 3. Fort Wayne Pistons 69 36—33 .522 11,5 25—9 8—19 3—5 18—22 4. Indianapolis Olympians 71 28—43 .394 20,5 19—14 4—23 5—6 15—26 5. Milwaukee Hawks 71 27—44 .380 21,5 14—13 4—24 9—12 15—26
Ehrungen Rokie of the Year 1952/53: Don Meineke, Fort Wayne Pistons
All-NBA First Team: George Mikan, Minneapolis Lakers Bob Cousy, Boston Celtics Neil Johnston, Philadelphia Warriors Ed Macauley, Boston Celtics Dolph Schayes, Syracuse Nationals All-NBA Second Team: Bill Sharman, Boston Celtics Vern Mikkelsen, Minneapolis Lakers Bobby Wanzer, Rochester Royals Bob Davies, Rochester Royals Andy Phillip, Philadelphia Warriors
Führende Spieler in Einzelwertungen Kategorie Spieler Mannschaft Wert Punkte Neil Johnston Philadelphia Warriors 1564 Wurfquote † Neil Johnston Philadelphia Warriors 45,24 % Freiwurfquote ‡ Bill Sharman Boston Celtics 85 % Assists Bob CousyBoston Celtics 547 Rebounds George Mikan Minneapolis Lakers 1007 † 210 Körbe nötig. Johnston nahm 1114 Schüsse und traf 504 mal. ‡ 180 Freiwürfe nötig. Sharman traf 341 von 401.
Neil Johnston stand mit 3166 Minuten am längsten auf dem Parkett. Seine 1564 Punkte ergaben einen Durchschnitt von 22,3 Punkten pro Spiel. Bis zur Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien Punkte, Assists und Rebounds die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel. Neil Johnston hatte die beste Punkte- und Wurfquote sowie die meisten Treffer aus dem Feld. Der zweitplatzierte Ed Macauley (Boston Celtics) kam auf eine Wurfquote von 45,23 % bei 451 Treffern. Don Meineke von den Fort Wayne Pistons beging die meisten Fouls (334) und war auch mit 26 mal am häufigsten fouled out. Niemand wurde innerhalb einer Spielzeit häufiger disqualifiziert. Drittplatzierter nach Freiwurfquote hinter Fred Scolari von den Fort Wayne Pistons war Dolph Schayes von den Syracuse Nationals mit 82,7 % und mit den mit Abstand meisten Punkten von 512 im Gegensatz zu Sharmans 341 Punkten. Diese Zahlen geben Aufschluss über das Foulaufkommen im Spielverlauf in der Saison 1952/53. So wurden am 15. November 1952 acht Baltimore-Spieler und fünf Syracuse-Spieler disqualifiziert, ein Rekordwert. Allerdings kein Rekord im Saisonverlauf. Vier Teams (Rochester, Fort Wayne, Baltimore und Milwaukee) führen die ewige Liste der meisten Disqualifikationen pro Spiel allein in dieser Saison an (zwischen 1,53 und 1,31). Das Spiel ging in die Verlängerung und hatte 60 individuelle Fouls. Drei Tage zuvor gab es ebenfalls in Baltimore durch die Hawks mit 55 die meisten individuellen Fouls aller Zeiten in einem Spiel ohne Verlängerung. Bob Cousy begann seine Serie von acht Assist-Saisonrekorden in Folge. Lediglich John Stockton führte die Liga zwischen 1987 und 1996 jemals in mehr Jahren, nämlich neun, an.
Playoffs-Baum
Playoffs-Ergebnisse Die Playoffs begannen am 17. März und wurden in den Division-Halbfinals nach dem Modus „Best of Three“ ausgetragen, die Division-Finals nach dem Modus „Best of Five“ und die NBA-Finals nach dem Modus „Best of Seven“.
Bemerkenswert waren die Halbfinals zwischen Boston und Syracuse. Im zweiten Spiel, das in die vierte Verlängerung gehen musste, kam es zu der längsten Einsatzzeit aller Zeiten in den Playoffs. Red Rocha und Paul Seymour von den Syracuse Nationals standen jeweils 67 Minuten auf dem Parkett, während Bob Cousy von den Celtics 66 Minuten lang spielte. Er warf mit 30 auch die meisten Freiwürfe aller Playoffs. Seine insgesamt 50 Punkte in einem Playoff-Spiel wurden erst fünf Jahre später eingestellt. Rekordverdächtig waren ebenso die Fouls. Al Cervi kam im zweiten Spiel auf sieben Fouls und belegt damit den zweiten Platz in der NBA-Geschichte. Bob Lochmueller kam insgesamt auf zwölf Fouls in der Serie und wurde in beiden Spielen disqualifiziert, im ersten Spiel bereits nach unfassbaren sieben Minuten.
Eastern Division-Halbfinals New York Knickerbockers 2, Baltimore Bullets 0 Dienstag, 17. März: New York 81 – 62 Baltimore Bullets Freitag, 20. März: Baltimore Bullets 81 – 90 New York
Boston Celtics 2, Syracuse Nationals 0 Donnerstag, 19. März: Syracuse 81 – 87 Boston Sonnabend, 21. März: Boston 111 – 105 Syracuse (n.4.V.)
Western Division-Halbfinals Fort Wayne Pistons 2, Rochester Royals 1 Freitag, 20. März: Rochester 77 – 84 Fort Wayne Sonntag, 22. März: Fort Wayne 71 – 83 Rochester Dienstag, 24. März: Rochester 65 – 67 Fort Wayne
Minneapolis Lakers 2, Indianapolis Indians 0 Sonntag, 22. März: Minneapolis 85 —69 Indianapolis Montag, 23. März: Indianapolis 79 – 81 Minneapolis
Eastern Division-Finals New York Knickerbockers 3, Boston Celtics 1 Mittwoch, 25. März: New York 95 – 91 Boston Donnerstag, 26. März: Boston 86 – 70 New York Sonnabend, 28. März: New York 101 – 82 Boston Sonntag, 29. März: Boston 75 – 82 New York
Western Division-Finals Minneapolis Lakers 3, Fort Wayne Pistons 2 Donnerstag, 26. März: Minneapolis 83 – 73 Fort Wayne Sonnabend, 28. März: Minneapolis 82 – 75 Fort Wayne Montag, 30. März: Fort Wayne 98 – 95 Minneapolis Mittwoch, 1. April: Fort Wayne 85 – 82 Minneapolis Donnerstag, 2. April: Minneapolis 74 – 58 Fort Wayne
NBA-Finals Minneapolis Lakers vs. New York Knickerbockers
Die New York Knickerbockers verfehlten zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft. Die Minneapolis Lakers wiederholten ihren Coup des letzten Jahres und wurden zum zweiten Mal in Folge Meister, obwohl George Mikan dabei mit 27 die meisten persönlichen Fouls beging, die je in einer Finalserie notiert wurden. Im ersten und im letzten Spiel wurden jeweils vier Spieler des Heimteams disqualifiziert. Nie waren in einer Finalserie mehr Spieler fouled out.
Die Finalergebnisse: Sonnabend, 4. April: Minneapolis 88 – 96 New York Sonntag, 5. April: Minneapolis 73 – 71 New York Dienstag, 7. April: New York 75 – 90 Minneapolis Mittwoch, 8. April: New York 69 – 71 Minneapolis Freitag, 10. April: New York 84 – 91 Minneapolis
Die Minneapolis Lakers werden mit 4—1 Siegen NBA-Meister.
Die Meistermannschaft der Minneapolis Lakers Minneapolis Lakers Bob Harrison, Lew Hitch, Jim Holstein, Slater Martin, George Mikan, Vern Mikkelsen, Jim Pollard, Pep Saul, Howie Schultz, Whitey Skoog Head Coach John Kundla, Assistant Coach Dave McMillan
Siehe auch NBA-Draft 1952
Einzelnachweise
Kategorie:NBA-Saison Kategorie:Basketballsaison 1952/53