Markt Sankt Martin (; ) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Geografie Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge. Der ehemalige Vulkan Pauliberg und seine Umgebung (Landseer Bucht) sind geologisch untersucht.Friedrich Kümel: Vulkanismus und Tektonik der Landseer Bucht im Burgenland. Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. 86. Band Wien 1936. Seiten 203–235. (PDF)

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Landsee () samt Blumau Markt Sankt Martin () Neudorf bei Landsee () Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden Landsee, Neudorf bei Landsee und St. Martin.

Nachbargemeinden

Geschichte Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Während der Römerzeit lag das heutige Markt Sankt Martin in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte – wie das gesamte Burgenland – bis 1920/21 zum Königreich Ungarn (Deutsch-Westungarn). Ab 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sopronszentmárton verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1931 wurde die Gemeinde Schwabenhof, welche mit Markt Sankt Martin Beziehungen im Bereich der Verwaltung und der Pfarre pflegte, trotz Ablehnung des Neutaler Gemeinderates, nach Neutal eingemeindet.

Der später hinzugekommene Ortsteil Neudorf wurde erstmals 1583 bei der Teilung des Erbes von Johann Csòron (Herrschaft Kobersdorf) erwähnt. Die ersten Siedler waren Kroaten, denen später die deutsche Bevölkerung folgte. 1643 wurde Neudorf als katholische Ortschaft erwähnt.

1934 wies Neudorf 351 Deutsche und 53 Roma als Bewohner auf. 1971 verlor Neudorf seine Selbstständigkeit und wurde (zusammen mit Landsee) ein Ortsteil der Gemeinde Markt Sankt Martin.N.N. (o. J.): Aus der Geschichte des Ortes Neudorf bei Landsee. (o. O.). Die Filialkirche Neudorf bei Landsee wird im Dehio-Handbuch Burgenland (1976) als „ehemalige Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland“ angeführt.Adelheid Schmeller-Kitt (1976): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. Verlag Anton Schroll Wien. Seite 203f.

Das Marktrecht von Markt Sankt Martin wurde 1973 bestätigt.

mini|Burgruine Landsee mini|Kamaldulenserkloster Landsee mini|Pfarrkirche Landsee

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Katholische Pfarrkirche Markt St. Martin Katholische Pfarrkirche Landsee Burgruine Landsee: Die Burg liegt im Osten von Markt St. Martin und ist die größte von mehreren Ruinen, die nahe dem Ort liegen Kamaldulenserkloster Landsee: Nördlich des Ortes liegen auf dem Klosterberg die Reste eines von der Familie Esterházy 1701 gegründeten Klosters der Kamaldulenser, welches bereits 1782 im Rahmen der Josephinischen Reformen wieder aufgehoben wurde. Fluchtburg: Auf dem Heidriegel sind Reste einer Fluchtburg zu sehen Kirchenruine: In der Ried Rehbreiten befindet sich eine Kirchenruine aus dem 16. oder 17. JahrhundertAdelheid Schmeller-Kitt: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. 2. Auflage 1980. Verlag Anton Schroll Wien. Seiten 165–167. ISBN 3-7031-0493-7.

Sport Martini-Strecke: eine Mountainbike-Strecke Naturbadesee und Campingplatz Lauf und Nordic Walking-Park Tennisplatz Radparcours Weitwanderwege: Zentralalpenweg, Ostösterreichischer Grenzlandweg, Burgenland-Weitwanderweg

Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen Basaltwerk Pauliberg KFZ Technik Zentrum Getränkeautomaten Grill Tischlerei ParapatitsTischlerei Parapatits Pfrommer Strickwarenfabrik Kürbis-, Mohn- und Kernprodukte Schütz

mini|Gemeindeamt

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten 19 Mitglieder. + Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997 Partei2022 2017Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2017 (abgerufen am 28. Dezember 2017) 2012Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2012 (abgerufen am 28. Dezember 2017) 2007Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2007 (abgerufen am 28. Dezember 2017) 2002Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2002 (abgerufen am 28. Dezember 2017) 1997Sti.%M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. SPÖ72271,7714 628 66,31 13 467 53,37 10 547 60,98 12 494 56,07 11 391 46,49 9 ÖVP25725,555 292 30,83 6 408 46,63 9 350 39,02 7 363 41,20 8 342 40,67 8 FPÖ242,390 27 2,85 0 nicht kandidiert nicht kandidiert 24 2,72 0 nicht kandidiertKLART30,300nicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiert WFGnicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 108 12,84 2 Wahlberechtigte1265 1163 1129 1133 1091 1085 Wahlbeteiligung83,56 % 85,98 % 84,94 % 86,58 % 88,63 % 85,35 %

Bürgermeister

2002–2016 Rudolf Steiner (SPÖ) seit 2016 Jürgen Karall (SPÖ)meinbezirk.at vom 4. Jänner 2017: Jürgen Karall ist neuer Bürgermeister von Markt St. Martin (abgerufen am 28. Dezember 2017)

Wappen 150px Blasonierung: „In Gold auf einem grünen Hügel stehend eine rote Darstellung des Heiligen Martin auf dem Pferd, den Mantel mit einem Bettler teilend, in den Oberecken vorne ein roter Wehrturm, hinten ein mit einem roten Schläger gekreuzter roter Hammer.“

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

Paul Kiss (1894–1961), Politiker (NSDAP) Ivan Wurglics (1924–2002), Landesbeamter und Politiker der SPÖ, Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag Christine Heindl (* 1950), Berufsschullehrerin und ehemalige österreichische Politikerin (Grüne), 1990–1994 Abgeordnete zum Nationalrat

Weblinks

Webpräsenz Markt Sankt Martin

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Oberpullendorf