mini|hochkant=1.3|Die Nationalparks im Schutzgebiet Das Trinationale Schutzgebiet am Sangha-Fluss (TNS) ist ein grenzüberschreitendes Regenwaldschutzgebiet in Kamerun, der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik. 2012 wurde ein großer Teil des Schutzgebiets von der UNESCO unter der Bezeichnung Sangha Trinational als Weltnaturerbestätte in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Beschreibung Das Schutzgebiet liegt im nordwestlichen Kongobecken, wo die drei Länder aneinandergrenzen. Es wurde auf eine Initiative der Commission des Forêts d’Afrique Centrale (COMIFAC) hin von den drei Ländern gegründet, um die Zusammenarbeit zur Erhaltung des Regenwaldgebietes, das zu den größten zusammenhängenden der Erde zählt, zu verstärken. Seinen Namen hat das Schutzgebiet von dem Fluss Sangha, einem rechten Nebenfluss des Kongos, der dieses Waldgebiet durchfließt. Es umfasst das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet mit den zwei voneinander getrennten Teilbereichen des Nationalparks Dzanga-Ndoki in der Zentralafrikanischen Republik, den Lobéké-Nationalpark in Kamerun und den Nationalpark Nouabalé-Ndoki in der Republik Kongo sowie weitere diese Nationalparks umgebende Waldgebiete. Insgesamt hat das Schutzgebiet eine Fläche von etwa 2,8 Millionen ha.
Da die Gebiete von größeren Orten und Verkehrswegen entfernt gelegen sind, waren sie lange nicht von einer intensiven wirtschaftlichen Nutzung betroffen. Dadurch hat sich ein natürlicher Lebensraum mit einer hohen Biodiversität und einer hohen Dichte an Großsäugern erhalten. Das Gebiet enthält zahlreiche verschiedene Lebensräume wie tropische Wälder, die aus Laub- und immergrünen Arten bestehen, eine große Vielfalt von Feuchtgebietsarten, darunter Sumpfwälder und periodisch überschwemmte Wälder, und verschiedene Arten von Waldlichtungen. Viele gefährdete Tierarten kommen hier vor. Durch die Größe des trinationalen Schutzgebiets finden hier auch Arten, die auf einen großflächigen Lebensraum angewiesen sind, gute Lebensbedingungen, unter anderem gibt es hier Waldelefanten, Westliche Flachlandgorillas, Waldbüffel und Bongo-Antilopen.
Die Zusammenarbeit der drei Länder umfasst u. a. regelmäßige Treffen der drei Parkverwaltungen, teils auch mit den entsprechenden Politikern, gemeinsame Patrouillen zum Schutz gegen Wilderer und Schmuggler von Elfenbein- und Waffen, und gemeinsame Projekte zur Forschung und Tourismusförderung. Finanziell und personell unterstützt werden die Schutzgebiete durch die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), den World Wide Fund For Nature (WWF) und die Wildlife Conservation Society (WCS).
Weltnaturerbe Sangha Trinational stand bereits 2011 auf der Tagesordnung der 35. Sitzung des Welterbekomitees, wurde aber für Nachbesserungen an die Staaten zurückverwiesen. 2012 wurde die Stätte dann aufgrund eines Beschlusses der 36. Sitzung des Welterbekomitees in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Eintragung erfolgte aufgrund der Kriterien (ix) und (x).
Das Kerngebiet der Welterbestätte umfasst die drei Nationalparks. Es hat eine Fläche von 746.309 ha und ist von einer 1.787.950 ha großen Pufferzone umgeben, die u. a. den Rest des Dzanga-Sangha-Schutzgebiets () und weitere die Nationalparks umgebende Waldgebiete umfasst. Mit einer Gesamtfläche von 2.534.259 ha umfasst die Welterbestätte Sangha Trinational somit einen Großteil des trinationalen Schutzgebiets.
Ref.-Nr. Bezeichnung Lage Schutzbereich Bild 1380rev-001 Nationalpark Nouabalé-Ndoki Republik Kongo () 406.455 ha 130px Waldelefanten weitere Bilder 1380rev-002 Lobéké-Nationalpark Kamerun () 217.854 ha 130x130px weitere Bilder 1380rev-003 Nationalpark Dzanga-Ndoki Zentralafrikanische Republik () () 122.000 ha 130px weitere Bilder
Das Bundesumweltministerium förderte Maßnahmen zur Kohlenstoffspeicherung und zur Bekämpfung der Wilderei in dem Waldschutzgebiet.Projektdaten, 2022
Weblinks
Trinationales Schutzgebiet am Sangha Fluss (TNS). Website des Dzanga-Sangha-Schutzgebiets.
Einzelnachweise
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