Neumühle ist ein Wohnplatz der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Neumühle liegt in der Gemarkung Gunzendorf.

Geografie Die Einöde besteht aus einem Wohngebäude und drei Nebengebäuden. Der Ort liegt am Mühlbach, einem rechten Zufluss des Kreuthbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Steinach am Wald (0,6 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2250 (0,4 km östlich).

Geschichte Die Mühle wurde 1714 an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet und erhielt dadurch ihren Namen Neumühle.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 19. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 708.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Neumühle zur Realgemeinde Gunzendorf. Die Mühle hatte das hohenlohische Amt Schillingsfürst als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Neumühle die Hausnummer 27 des Ortes Gunzendorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 862.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neumühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Geslau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Geslau zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Neumühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Gunzendorf umgemeindet. In den amtlichen Verzeichnissen nach 1888 wurde Neumühle nicht mehr aufgelistet.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Neumühle am 1. Januar 1972 nach Geslau eingemeindet.

Ehemaliges Baudenkmal Neumühle. Zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zweigeschossiges, ansehnliches Wohnhaus mit massivem Erdgeschoss. Darin unregelmäßig verteilte, profilierte Fenster. Das Obergeschoss aus überputztem, der zweigeschossige Giebel aus freiliegendem Fachwerk mit hohen Fußstreben und geschweiften Bügen.H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 46. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 5 5 4 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1840 wurden diese als Häuser bezeichnet und 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 1 1Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Kilian (Geslau) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Geslau) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach