Blandine Wittkopp (geb. 24. Juni 1966 in Waldbröl) ist eine deutsche Prähistorikerin und Mittelalter-Archäologin.

Leben Blandine Wittkopp legte 1985 ihr Abitur am Bodelschwingh-Gymnasium Herchen ab. Von 1985 bis 1988 studierte sie an der Universität Bonn Ur- und Frühgeschichte und die Nebenfächer Rheinische Landesgeschichte und Historische Geographie. Ihr Hauptstudium absolvierte sie von 1988 bis 1993 an der Freien Universität Berlin. Neben ihrem Hauptfach Ur- und Frühgeschichte studierte sie als Nebenfächer Mittelalterliche Geschichte und Geologie. Während ihres Studiums unternahm sie 1991 mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes eine Forschungsreise durch Süd- und Ostbulgarien. Ein Stipendium der Südosteuropa-Gesellschaft München ermöglichte Blandine Wittkopp 1992 eine Forschungsreise durch West- und Nordbulgarien. Ihren M.A. erhielt sie 1993 an der Freien Universität Berlin für ihre Abschlussarbeit zum Thema Metallgefäße in eisenzeitlichen Gräbern Südosteuropas.

Von 1993 bis 1996 war Blandine Wittkopp wissenschaftliche Mitarbeiterin und von 1996 bis 2006 freie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für Archäologische Denkmalpflege e. V. Berlin mit Sitz an der Freien Universität Berlin. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörten die Leitung und Durchführung von Ausgrabungen unterschiedlichsten Umfangs, Öffentlichkeitsarbeit, Führungen, Veröffentlichungen und die Anleitung von Studenten im Grabungspraktikum und von ABM-Mitarbeitern.

Von 2000 bis 2003 leitete Blandine Wittkopp in der Arbeitsgemeinschaft Parochialkirche GbR interdisziplinäre Untersuchungen von neuzeitlichen Grüften in der Parochialkirche Berlin-Mitte und im Brandenburger Dom. Von 2005 bis 2008 war sie von der Arbeitsgemeinschaft Archäologisch-Anthropologische Feldforschungen mit der Leitung und Durchführung der Grabung Dominikanerkloster Strausberg betraut. Von 2006 bis 2008 war Blandine Wittkopp Geschäftsführerin der von ihr gegründeten archaeo team GbR, bei der sie archäologische Ausgrabungen und interdisziplinäre Untersuchungen in Berlin und Brandenburg mit Schwerpunkt Mittelalterarchäologie und Baugeschichte leitete. Seit 2009 ist Blandine Wittkopp wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Der hochmittelalterliche Landesausbau und die Entwicklung der Siedlungsstrukturen in Brandenburg“ im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und im Archäologischen Landesmuseum.

In Eichwerder leitete Blandine Wittkopp 2016–2017 Ausgrabungen eines neolithischen Dorfes, bei dem Salzöfen und eine neolithische Totenhütte entdeckt wurden.

Veröffentlichungen Blandine Wittkopp veröffentlichte Beiträge zum Schlossberg Lebus, der Wüstung Diepensee, dem Kloster Chorin, der Marienkirche in Beeskow, dem Dominikanerkloster Strausberg, der Nikolaikirche Strausberg, dem Kloster Neuzelle, der Komturei Lietzen, der mittelalterlichen Feldsteinkirche in Dolgelin, der Glienicker Dorfkirche, der Friedenskirche Frankfurt (Oder), Groß Neuendorf, dem Kloster Friedland, der Parochialkirche Berlin, der Marienkirche Wriezen, der Marienkirche Frankfurt (Oder), der Klosterkirche St. Marien in Doberlug-Kirchhain, dem Küstriner Tor in Müncheberg und dem Schwarzen Kloster Prenzlau.

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