Mister Undercover (Originaltitel Corky Romano) ist eine US-amerikanische Filmkomödie unter Regie von Rob Pritts. Hauptdarsteller Chris Kattan wurde mit der Late-Night-Sketchshow Saturday Night Live bekannt. Der Film startete am 12. Oktober 2001 in den US-Kinos zu miserablen Kritiken.

Handlung Der naive, gefühlvolle und pflichtbewusste Corky Romano, Assistenzarzt einer privaten Tierklinik, erfährt von seinem herzkranken und bettlägerigen Vater „Pops“, dass er das jüngste Mitglied eines berüchtigten Mafia-Clans ist. Die bevorstehende Aussage eines unbekannten Insiders könnte den italo-amerikanischen Patriarchen und seine beiden älteren raubeinigen Söhne Peter und Paulie ins Gefängnis bringen. Corky, der bisher dachte, sein Vater wäre ein Landschaftsdesigner, ist von dieser Erkenntnis wenig begeistert. Nun soll er als FBI-Agent getarnt belastendes Material aus den Büros der Bundespolizei mitgehen lassen. Da er seinen Vater nicht im Stich lassen will, lässt sich Corky auf die Mission ein.

Unter dem wenig schmeichelhaften Pseudonym „Pissant“ wird er dank eines frisierten Lebenslaufs, der ihm unter anderem die Beherrschung mehrerer Sprachen und Kampfsportarten bescheinigt, von seinem neuen Vorgesetzten Howard Shuster auf den im Verborgenen operierenden Heroinhändler „Night Vulture“ angesetzt. Corky versucht mehrmals, in den Beweisraum zu gelangen, wird jedoch jedes Mal abgelenkt und auf mehrere Ermittlungen und Razzien geschickt. Corkys häufige Fehler lösen das vorliegende Problem oft unbeabsichtigt und führen das FBI zu der Annahme, dass Corky komplizierte Strategien entwickelt hat. Er wird im Büro und in den lokalen Medien gelobt, sehr zum Missfallen von Shusters rechter Hand, dem athletischen und ehrgeizigen Agent Brick Davis. In der Folge kommt es zu handfesten internen Auseinandersetzungen zwischen Corky und Davis.

Corky entwickelt Gefühle für seine Kollegin, die FBI-Agentin Kate Russo, aber sie scheint sich nicht für ihn zu interessieren, bis sie Corky in der Romano-Villa trifft, zu der Russo als verdeckte Ermittlerin geschickt wurde, um weitere Beweise gegen die Familie zu sammeln. Corky überzeugt Russo, dass auch er verdeckt arbeitet, und freundet sich mit den Agenten Bob Cox und Terrence Darnell an. Cox und Darnell werden gefangen genommen, als sie versuchen, eines der Pops Casinos zu infiltrieren. Corky eilt zur Rettung, wird aber von den Türstehern erwischt. Diese erkennen ihn schließlich als Mitglied der Familie Romano und Corky bittet sie, seine Freunde gehen zu lassen.

Corky erhält die Beweisakte bezüglich Pops und entdeckt, dass sein Vater wegen Mordes angeklagt wird. Geschockt über diese Erkenntnis, konfrontiert er Pops, der jedoch vehement abstreitet, jemanden getötet zu haben. Russo stellt anhand von Familienfotoalben fest, dass Corky ein Romano und kein FBI-Agent ist. Das gesamte FBI-Büro durchsucht daraufhin die Romano-Villa, wo sich herausstellt, dass der Freund der Familie, Leo Corrigan, ein FBI-Informant ist und über das Ausmaß der Verbrechen der Familie, einschließlich des mutmaßlichen Mordes, gelogen hat. Es stellt sich zudem heraus, dass Brick Davis der gesuchte Drogenzar „Night Vulture“ ist. Corky schlägt Leo mit einer Lampe bewusstlos und Davis wird von seinen Agentenkollegen festgenommen.

Corky und Russo heiraten und Corky gewinnt den Respekt und die Liebe seiner gesamten Familie. Sein ehemaliger Chef der Tierklinik setzt sich zur Ruhe und übergibt Corky die Schlüssel zum Geschäft.

Kritiken und Auswertung

Mister Undercover erhielt ein sehr schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes fast ausschließlich kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Ablehnend“ aus.

James Berardinelli spottete, Mister Undercover sei „der vielleicht effektivste Horrorfilm“ seit Blair Witch Project, und sogar „so entsetzlich“, dass er fast schreiend aus dem Kino gerannt wäre. Selbst Schindlers Liste enthalte mehr Lacher.Kritik von James Berardinelli

Roger Ebert nannte das Werk in der Chicago Sun-Times eine „hoffnungslos unwitzige Gangster-Parodie“. Die Schauspieler wirkten, als ob sie ihre Zweifel bezüglich des Projekts kaum zurückhalten könnten.Kritik von Roger Ebert

Das Publikum hingegen war weniger kritisch. So vergaben US-Kinobesucher einen guten CinemaScore von B+ entsprechend der deutschen Schulnote 2+. bei CinemaScore Gegenüber einem geschätzten Budget von 11 Mio. US-Dollar spielte er dort insgesamt rund 23,9 Mio. US-Dollar ein.Box office / business for Mr. Undercover Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa Mio. US-Dollar.

Belege

Weblinks

Kategorie:Filmtitel 2001 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Mafiafilm