Świercze (deutsch Schönwald) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Olesno (Rosenberg O.S.) im Powiat Oleski der Woiwodschaft Opole (Oppeln) in Polen. Ortsteil von Świercze ist die 1795 gegründete Kolonie Charlottenberg.

Geographie Das Straßendorf Świercze liegt rund einen Kilometer östlich von Olesno und etwa 50 Kilometer nordöstlich von Opole. Südwestlich des Dorfes verläuft die Bahnstrecke Lubliniec–Kluczbork. Südöstlich liegt der Schoffschützer Wald (Las Sowczyce).

Nachbarorte von Świercze sind im Westen Olesno (Rosenberg O.S.), im Osten Borki Małe (Klein Borek) und im Süden Grodzisko (Grötsch).

Geschichte mini|Gutshof ca. 1920/30 mini|Bildstock mit Kreuz Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Schönwald mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Der Ort wurde 1783 in den Beyträge(n) zur Beschreibung von Schlesien als „Schönwalde“ erwähnt, gehörte einer Gräfin Poninska und lag im Fürstentum Oppeln. Damals hatte er 360 Einwohner, zwei Vorwerke, eine Schule, eine Windmühle, 15 Bauern, 34 Gärtner und zwölf Häusler.Friedrich Albert Zimmermann: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, zur Beschreibung von Schlesien.html?id=OSMDAAAAcAAJ Band 2, Brieg 1783 Seit 1789 gehörte Schönwald dem Martin Ludwig von Jordan. S. 540

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Schönwald ab 1816 zum Landkreis Rosenberg O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf ein Schloss, ein Vorwerk mit Schäferei, eine katholische Schule, eine Brennerei, eine Brauerei und 76 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag bei 635, davon 33 evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 605. 1855 zählte das Dorf 396 Einwohner. 1865 bestand Schönwald aus einem Rittergut und einer Rusticalgemeinde. Das Dorf hatte zu diesem Zeitpunkt 7½ Bauernstellen, acht Gärtnerstellen, sechs Halbgärtnerstellen und vier Häuslerstellen, eine katholische Schule und eine bedeutende Brennerei. Zur Landgemeinde Schönwald gehörten die Orte Jordansmühle mit drei Gärtnerstellen und drei Halbgärtnerstellen und die Kolonie Charlottenberg mit acht Häuslerstellen.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Schönwald gebildet, dem die Landgemeinden Schönwald und Walspek-Rosenhain sowie die Gutsbezirke Jordansmühle und Schönwald eingegliedert wurden.Amtsbezirk Schönwald/Mühlendorf O.S. 1885 zählte Schönwald 296 Einwohner.AGOFF Kreis Rosenberg O.S.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten im Ort 40 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 143 für eine Zugehörigkeit zu Polen. Auf Gut Schönwald stimmten 125 für Deutschland und 69 für Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Schönwald verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. 1925 zählte Schönwald 679 Einwohner und 1933 waren es 592 Einwohner. Am 1. April 1939 wurde Schönwald in die Landgemeinde Lindenhöhe O.S. eingemeindet. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Rosenberg. Das Gut gehörte bis dahin dem Adelsgeschlecht Studnitz.

1945 kam der bis dahin deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und ins polnische Świercze umbenannt. Das Schloss Schönwald wurde nach Einmarsch der Roten Armee geplündert und in Brand gesteckt.Geschichte von Schönwald (polnisch) 1950 wurde Świercze der Woiwodschaft Opole und 1975 der Woiwodschaft Tschenstochau eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Oleski in der Woiwodschaft Opole.

Bauwerke Schlosspark mit Allee Familiengrabstätte im Schlosspark Wirtschaftsgebäude und Nebengebäude des vormaligen Vorwerks. SpeichergebäudeRejestr zabytków nieruchomych woj. opolskiego

Persönlichkeiten (Auswahl) Ludwig Alexander von Jordan (1806–1889), Jurist und Politiker

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Einzelnachweise

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