Disneys Gummibärenbande (Originaltitel ) ist eine US-amerikanische Disney-Zeichentrickserie, die von 1985 bis 1991 produziert wurde. In Deutschland strahlte Das Erste die Serie zum ersten Mal im Jahr 1988 aus.

Handlung Die Serie handelt von sechs „Gummibären“, die in einer mittelalterlich anmutenden Märchenwelt leben. Sie werden als Nachfahren der Großen Gummibären beschrieben und leben in der unterirdischen Geheimsiedlung Gummi Glen im Wald des fiktiven Königreichs Dunwyn. Vor langer Zeit besaßen die Gummibären eine mächtige und weit entwickelte Zivilisation, wurden jedoch von den Armeen der Menschen verfolgt, da diese an das Wissen der ehemaligen Hochkultur der Großen Gummibären herankommen wollten und letztlich fast alle Gummibären nach Norden vertrieben. Die meisten der Gummibären siedelten sich daraufhin auf einem den Menschen unbekannten Kontinent an und wurden im Laufe der Zeit vergessen. Sie werden von den Menschen inzwischen allgemein als Legende betrachtet, nur wenige wissen, dass sie noch immer existieren. Während der Abenteuer der Gummibären aus Gummi Glen werden immer wieder alte Ruinen und intakte Bauwerke mit teils hochtechnologischen Apparaten aufgefunden. Der größte Wunsch der Gummibären aus Gummi Glen ist es, endlich die Großen Gummibären kennenzulernen.

Trotz ihrer Bemühungen, weiterhin frei von menschlichen Einflüssen und sicher vor Bedrohungen zu leben, begegnen den Bären von Gummi Glen nach und nach mehrere Menschen. Entgegen aller Befürchtungen und Vorurteile laufen die Begegnungen nicht immer auf Konfrontation und Kampf hinaus: Während die meisten Menschen jede Begegnung als Einbildung abtun und gleich wieder vergessen, gibt es Menschen (vor allem Kinder), die versuchen, sich mit den Gummibären anzufreunden. Nur diejenigen, die noch an die Gummibären und deren Zauberei glauben und davon wissen, versuchen, Gummibären einzufangen. Die engsten Freunde der Gummibären unter den Menschen sind Prinzessin Calla, die Tochter von König Gregor und Thronfolgerin von Dunwyn, und Cavin, der Page von Gregors oberstem Ritter, Sir Tuxford.

Ihren Namen verdanken die Gummibären einem Zaubertrank, der sie wie einen Gummiball hüpfen lässt. Dieser Trank wird von Grammi nach einem alten, geheimen Rezept aus den Gummibeeren hergestellt, die im Wald von Dunwyn wachsen. Einem Menschen und auch Ungeheuern verleiht der Gummibeerensaft für kurze Zeit übermenschliche Kräfte, wirkt bei Menschen aber, anders als bei Gummibären, nur einmal am Tag. Der böse und machthungrige Herzog Igzorn versucht ständig mit seinem Diener Toadwart und seiner Privatarmee aus einfältigen Ogern, an die Formel des Trankes und die restlichen Geheimnisse der Gummibären zu gelangen. Er will Dunwyn erobern, den König entthronen und eine Schreckensherrschaft errichten. Oftmals müssen die Gummibären – wenn auch heimlich – eingreifen, um den König, ihre Freunde und ihre Geheimnisse vor den Ränken Igzorns und anderer Feinde zu schützen.

Figuren mini|Gummibärenbande auf einem Kreidebild (Dresden) Gummibären Die sechs Gummibären aus Gummi Glen:

Cubbi () – der kleinste und jüngste der Gummibären. Er hat ein rosa Fell und trägt eine längs rot-gelb gestreifte Ritterkleidung aus Stoff, oft führt er ein kleines Holzschwert mit sich. Auf seinem Kopf sitzt eine etwas übergroße, dunkelblaue Baskenmütze mit roter Feder. Cubbi ist ständig auf der Suche nach Abenteuern, die er zusammen mit seinem besten Freund Cavin bestehen will. Er stellt sich häufig in seiner Fantasie vor, ein Ritter zu sein, der gegen Ungeheuer und Drachen kämpft. Nicht selten sorgen seine kindischen Spielereien für Probleme oder Zerstörung (so fallen beispielsweise „alt-ehrwürdige“ Gummibärenritterstatuen um). Manchmal schlüpft er in die Rolle seines Alter Egos, des Scharlachroten Rächers. Sein Name Cubbi kommt von dem englischen Wort „“, was „Jungtier“ und in diesem Fall „Bärenjunges“ bedeutet und darauf anspielt, dass er der Jüngste der Gruppe ist. Grammi – die Hausmutter von Gummi Glen und zweitälteste der Gummibären. Sie hat orangefarbenes Fell und schulterlanges, nussbraunes Haar. Sie trägt ein graublaues Einteilerkleid mit fliederfarbenem Mieder und eine graue Schürze. Auf ihrem Kopf sitzt ein glockenförmiger Damenhut. Grammi ist die Köchin und Erzieherin in Gummi Glen und betrachtet ihre Küche als Heiligtum. Sie bereitet den Gummibärentrank zu und ist die einzige Bärin, die „das Geheimnis des Gummibärensaftes“ kennt. In der Folge „Das Geheimrezept“ gibt sie das Rezept an Sunni weiter. Ihr Name kommt vom englischen Wort „“, einer Kurzform des Kosewortes „“ (kurz für „“ – auf Deutsch: „Großmutter“), was „Oma“ bedeutet und eine Anspielung auf ihre „großmütterliche“ Stellung innerhalb der Gruppe ist. Ihr tatsächlicher, genealogischer Verwandtschaftsgrad innerhalb des Clans wird jedoch nie zweifelsfrei geklärt. Gruffi – ist der drittälteste der Gummibären. Er hat nussbraunes Fell mit heller Schnute. Er trägt ein beigefarbenes Wams mit dunklem Gürtel und eine dunkel-graugrüne phrygische Mütze. Gruffi ist ein mürrischer und eher traditionell orientierter Zeitgenosse. Er ist der Ingenieur der Gummibären und für die Wartung und Reparatur von Fallen und Maschinen zuständig. Mit Grammi liefert er sich oftmals Wortgefechte und sein Hang nach Perfektion wird ihm regelmäßig zum Verhängnis. Gruffis Einstellung gegenüber Menschen ist besonders zu Beginn der Serie von Vorurteilen und Abneigung geprägt, er tut sich mit Cavin und Calla zunächst schwer. Gruffis Name kommt vom englischen Wort „“ was „rau(-beinig)“, „ungehobelt“, „mürrisch“ oder griesgrämig bedeutet und somit Gruffis am meisten hervorstechende Charaktereigenschaft beschreibt. Sunni () – ist die Näherin und Kleidermacherin von Gummi Glen. Sie hat ein kräftig gelbes Fell und eine auffällige Elvis-Haartolle. Sie trägt ein grünes Wams mit dunkelgrünem Gürtel und als einziger Gummibär grüne Schuhe. Sunni möchte lieber eine Prinzessin sein, so wie ihre beste Freundin Calla. Sie ist gutherzig und hilfsbereit, manchmal aber auch überdreht und naiv. Häufig überredet sie Gruffi mit ihrem unschuldigen Charme dazu, über manche Dinge hinwegzusehen oder sie zu erlauben. Neben ihrer Haupttätigkeit als Näherin betreibt sie die Stickerei und das Singen als Hobbys. Ihr Name kommt vom englischen Wort „“, welches eine Bezeichnung für ein „sonniges Gemüt“ darstellt und somit ihren stets fröhlichen Charakter beschreibt. Tummi () – Tummi ist der körperlich größte der Bären aus Gummi Glen. Er hat granitgraues Fell mit heller Schnute. Er trägt ein nussbraunes Wams mit beigefarbenem Kragen. Auf seinem Kopf sitzt eine große, scharlachrote Zipfelmütze mit goldener Feder an der Spitze. Tummi ist übergewichtig, langsam, zurückhaltend und mutet oft melancholisch an. Er nascht gerne und hat eine Schwäche für die von Grammi hergestellten Speisen und Kekse. Er besitzt aber auch bemerkenswerte (wenn auch meist verborgene) handwerkliche Fähigkeiten und eine gute Auffassungsgabe. Meistens verhält er sich in Streitigkeiten unparteiisch oder fungiert als Schlichter. Er hat mehrere Hobbys – so ist er beispielsweise begeisterter Buddelschiffbauer und sammelt Modelle von Schiffen, die er in seinem Zimmer aufgestellt hat und regelmäßig säubert. Außerdem unterhält er einen Tomatengarten. Sein Name kommt vom englischen Wort „“, einem verniedlichenden Begriff für „Bauch“, vergleichbar mit dem deutschen Kosewort „Bäuchlein“. Zummi () – der Zauberer der Gummibären und zugleich der älteste. Er hat nebelgraues Fell mit heller Schnute und auffällig buschige Augenbrauen. Er trägt ein fliederfarbenes Wams und einen hell-magentafarbenen Umhang. Auf seinem Kopf sitzt eine große, flieder- und rosafarbene, längsgestreifte Ballonmütze mit gelber Feder. Zummi ist ein Magier und Bibliothekar, der für seine Informationen das sogenannte Große Buch der Gummibären benötigt. Da er viel liest, benötigt er eine Lesebrille. Er ist außerdem im Besitz einer Gummibären-Medaille. Zummi ist eher ein geduldiger, strebsamer, bisweilen jedoch klischeehaft verwirrter Akademiker, der im Gegensatz zu Gruffi versucht, Probleme theoretisch zu lösen, und daher oft mit ihm aneinandergerät. Es kommt mitunter vor, dass er seine Zauberfähigkeiten überschätzt, in Notsituationen jedoch funktionieren sie meist, wenn auch oft nicht ganz planmäßig. Sein Markenzeichen sind fehlschlagende Zauber und ständige Versprecher (Spoonerismen). Außerdem hat er Höhenangst.

Weitere Gummibären: Gusto (kurz für Augusto; erst ab der 2. Staffel) – Ein Künstler, der mit einem Tukan namens Artie Deco zusammenlebt. Er ist ein sehr wechselhafter und selbstkritischer Künstler, der seinen Geschmack mit immer ausgefalleneren Stilen auszudrücken versucht. Er wurde in der Folge „Das Loch im Ozean“ von Gruffi und Tummi von einer Vulkaninsel gerettet, auf welcher er für zwölf Jahre festgesessen hatte, und obwohl er lieber alleine lebt, besucht er die anderen Gummibären häufig in Gummi Glen. Er belegt die übrigen Gummibären häufig mit pseudo-italienischen Spitznamen (Bsp. „Gruffomundo“). Immer wieder versucht er Gruffi dazu zu bewegen, die Dinge etwas lockerer zu sehen, was ihm nur zum Teil gelingt. Der Name Artie Deco ist ein Seitenhieb auf den Baustil des Art déco, was wiederum zu Gustos Persönlichkeit passt. Sir Thornberry – Ein tollpatschiger, alter Gummibärenritter, dem man niemals ansehen würde, dass er zu den „Großen Gummibären“ gehört. Er ist Hausmeister der alten Gummibären-Hauptstadt Ursalia. Es ist besonders auffällig bei diesem Bären, dass 50 Jahre Einsamkeit ihre Spuren hinterlassen haben. Doch auch wenn Sir Thornberry teilweise durcheinander wirken kann, steckt in diesem Gummibären ein erfahrener Ritter und Abenteurer, was sich in vielen Gefahrensituationen den anderen Gummibären offenbart.

Die Barbigans (Barbics im Englischen) sind eine Gruppe von primitiveren und kampflustigeren Gummibären, die von Menschen aus ihrem Heimatwald vertrieben wurden und unter Thornberrys Aufsicht in Ursalia Zuflucht gefunden haben. Ihr Stammesname ist eine Anspielung auf den Begriff „Barbar“, besonders in seiner Anwendung im Fantasy-Genre. Zu ihren prominentesten Mitgliedern zählen: Ursa – Eine rauflustige Gummibärenfrau und die Anführerin der Barbigans. Obwohl den Menschen ursprünglich feindlich gesinnt, gelingt es den Gummi-Glen-Bären und Cavin, sie davon zu überzeugen, dass nicht alle Menschen ihre Feinde sind. Ihr Name ist lateinisch und bedeutet „Bärin“. Buddi – Ein heranwachsender Barbigan, der eine Freundschaft mit Cubbi, Sunni und Cavin entwickelt, als sie sich in Buddis neuer Heimat Ursalia treffen. Sein Name kommt vom englischen Wort „“, was zu Deutsch „Kumpel“ oder „Freund“ bedeutet. Gritty – Ein grobschlächtiger Barbigan und Ursas Stellvertreter, mit einer Augenklappe, aber einem freundlich-rauen Gemüt. Sein Name kommt von der englischen Redewendung „“, was auf Deutsch „auf die Zähne beißen“ bzw. „die Zähne zusammenbeißen“ bedeutet und auf seinen kämpferischen Charakter anspielt.

In Schloss Dunwyn Cavin – Der Page von Sir Tuxford. Er ist der erste Mensch, der mit den Gummibären in Kontakt tritt, und wird ihnen ein guter Freund und Vertrauter. Er brachte ihnen in der Folge „Das Geheimnis der Gummibären“ die Gummibärenmedaille, die den Gummibären erst ermöglichte, ihr großes Buch wieder zu benutzen. Er hat eine besondere Schwäche für Prinzessin Calla. Sein bester Freund ist Cubbi, mit dem er öfter unterwegs ist, mit den Ungeheuern kämpft und genauso wie er ein großer Ritter werden möchte.