Jimmy Neutron () ist eine computeranimierte US-amerikanische Fernsehserie, die nach der gleichnamigen Hauptfigur benannt wurde. Die Serie entstand im Auftrag von Nickelodeon als Ableger des 2001 erschienenen Films Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder.

Sie wurde im Juli des Jahres 2006 in den USA abgesetzt. In Deutschland wird sie in unregelmäßigen Abständen wiederholt.

Hauptcharaktere Jimmy Neutron James Isaac Neutron, genannt Jimmy, und von seinem Vater Jimbo, ist ein hochintelligenter, elfjähriger Junge mit einem überproportional großen Kopf, der stets die erstaunlichsten Experimente und Erfindungen zustande bringt. Jedoch unterlaufen Jimmy bei der Entwicklung der von ihm erfundenen Geräte häufig schwerwiegende Fehler, die dazu führen, dass er gezwungen ist, die dadurch entstandenen Bedrohungen abzuwenden und mehrmals seine Heimatstadt Retroville oder gar die Welt zu retten. Dabei ist er sich seines hohen Intellekts nur zu sehr bewusst und ist nicht bescheiden. Im Allgemeinen ist er sehr rechtschaffen, freundlich und naiv, manchmal tritt er auch egozentrisch, verstockt sowie hitzig auf. In der Schule ist Jimmy nicht sehr beliebt und gilt teilweise als Langweiler, bis man sich ängstlich an ihn wendet und um seine Hilfe bittet, und generell als recht ‚uncool‘. Auf den Spott und die Hänseleien seiner Mitschüler reagiert er oft emotional verletzt, kann aber auch ihr offensichtliches Desinteresse an seinen langen Vorträgen meistens nicht erkennen. Seiner Leidenschaft für die Wissenschaft wird auch in seinem übrigen Umfeld nur zu oft mit Unverständnis und Gleichgültigkeit entgegnet, was ihn einerseits oft frustriert, andererseits auch sein Ego nur weiter wachsen lässt, fühlt er sich doch in der Lage, alles und jeden als intellektuell unterlegen anzusehen, mit Ausnahme natürlich seiner großen Idole, allesamt bedeutende Männer (oder Frauen wie im Fall von Marie Curie) der Wissenschaft, denen er ehrliche Bewunderung entgegenbringt. Er lässt sich leicht zu lauten Debatten hinreißen, ist von der Wirksamkeit und dem gesellschaftlichen Nutzen seiner Erfindungen stets überzeugt, rechthaberisch, neidisch, in den Künsten und im Sport minderbegabt, sieht sich als Anführer seiner Freundesgruppe, hat viele Feinde und ist trotz seiner Genialität ein ganz gewöhnlicher Junge mit einem harmonischen Familienleben. Seine besten Freunde sind Karl Keucher, Max Estevez, beide weit weniger intelligent als er selbst und äußerst exzentrisch, aber zumeist sehr treu, und sein Roboterhund Robbie, den er selbst konstruiert hat. Diese unterstützen ihn bei seinen Rettungsaktionen und sonstigen Abenteuern, wenn auch nicht immer sehr erfolgreich. Jimmys Erzfeindin hingegen ist Cindy Vortex, eine Klassenkameradin, mit der er unablässig Streitigkeiten austrägt, zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit. Ihre Streitereien sind beinahe legendär und fragt man einen Retroviller: „Sind die beiden immer so?“, wird man wohl die Antwort erhalten: „Ja, aber tief in ihrem Inneren hassen sie sich wirklich.“ („Das Ei-perium schlägt zurück.“) Doch im Laufe der Serie wird klar, dass die beiden sich insgeheim sehr mögen und sogar ineinander verliebt sind, jedoch bestreiten beide dies.

Frank und Judy Neutron Jimmys Eltern heißen Frank (engl. Hugh) und Judy Neutron. Der etwas schrullige, aber liebenswerte Frank arbeitet im Werk eines Automobilkonzerns und hat ein leidenschaftliches Interesse an Enten und eine Vorliebe für Kuchen. Judy ist das handwerklich begabte Talent, die Herrin im Haus und bekannt für ihr köstliches Gebäck. Weiterhin ist Judy Neutron sehr hygienebewusst, beinahe besessen von Sauberkeit und intelligent. Frank Neutron hingegen wirkt naiv, verspielt und nicht allzu schlau, doch ist er sehr liebevoll und fürsorglich, wenn es um Jimmy geht. Seine Frau ist sich Franks geringerer Intelligenz durchaus bewusst, das Paar ist aber trotzdem sehr einträchtig.

Obwohl lange Zeit angenommen wurde, dass Jimmy seinen Intellekt von seiner Mutter geerbt hätte, stellte sich in der Episode Das Krabbel-Genie heraus, dass das Genie-Gen in Franks Familie liegt.

Robbie Robbie (engl. Goddard), ist Jimmys selbstgebauter Roboterhund. Er besitzt unterschiedliche Fähigkeiten, wie etwa alle möglichen Situationen auf Video aufzunehmen und zu fliegen. Was immer gerade benötigt wird, er hat es dabei. Er soll laut Jimmys Aussage über 11 Millionen Kunststücke beherrschen. Wegen eines Programmierfehlers von Jimmy explodiert Robbie jedes Mal bei dem Befehl „Stell dich tot!“, setzt sich danach aber selbstständig wieder zusammen. Als Nahrung nimmt Robbie Aluminium-Dosen zu sich; er hinterlässt Schrauben-Häufchen, die Frank beseitigt.

Er agiert oftmals vernünftiger als sein Herrchen, genießt das gute Leben, wenn er es kann, und ist seinem Erfinder gegenüber der verlässlichste und langjährigste Freund. In der Folge Brobot in Not hat er sogar eine kurze Romanze mit einer außerirdischen Hündin namens Roxy, einem grünhäutigen, hundeartigen Weibchen mit drei lila Schwänzen.

Karl Keucher Karlton Ulysses „Karl“ Keucher (engl. Carlton Ulysses „Carl“ Wheezer) ist ein eher unbeholfener und übergewichtiger Junge mit Asthma, der allerdings in einigen Episoden auch plötzlich sehr undankbar und machtbesessen werden kann. Er ist zehn Jahre alt, Jimmys offiziell bester Freund, bekannt dafür über einen Magen zu verfügen, der beinah alles in der Lage ist zu verdauen, pflegt Verhaltensweisen, die teilweise überhaupt nicht seinem chronologischen Alter entsprechen, wie etwa das Schreien nach seiner Mutter oder derjenigen Jimmys, wenn er sich in einer misslichen Lage befindet. Seine Leidenschaft sind Lamas, für die er alle seine Ängste überwinden kann. Wie alle Mitglieder seiner Familie ist er ein Hypochonder. Karl ist heimlich in Jimmys Mutter Judy Neutron verliebt und trägt meistens ein bearbeitetes Foto von sich und ihr bei sich. Es kommt zu einigen unabsichtlichen Versprechern seinerseits, die seine merkwürdige Zuneigung verraten, diese werden aber meist nur mit einem konsternierten Blick von Jimmys und Max’ Seite erwidert. Obwohl Karl sehr viele Allergien hat und sich vor allen möglichen Lebewesen und Objekten fürchtet, probiert Jimmy seine Erfindungen meistens an ihm aus.

Er liebt es zu singen, ohne sich der Tatsache bewusst zu sein, dass er keine Musikalität besitzt und seine Lieder im höchsten Grade enervierend sind. In der Episode Die schwedische Brieffreundin findet Karl seine erste Freundin, Elke Elkberg, eine hellblonde Schönheit, sowie seinen ersten Kuss, auf die Beziehung wird aber nie wieder eingegangen und Karl kehrt zu seiner Schwärmerei für Jimmys Mutter zurück.

Max Estevez Maximiliano „Max“ Guevara Estevez (engl. Ramón „Sheen“ Juarrera Estevez – eine Anspielung auf die Schauspieler Martin Sheen, Charlie Sheen und Emilio Estevez), genannt Max, ist mexikanischer Abstammung und ist neben Karl Jimmys bester Freund. Er ist zwölf Jahre alt und in derselben Klasse wie Jimmy und Karl, weil er zweimal jeweils ein Schuljahr wiederholen musste und als ‚Spinner‘ der Klasse gilt. Hyperaktiv, süßigkeitenabhängig, über eine enervierende Stimme verfügend, hält er sich für einen wirklichen männlichen ‚hombre‘ (Mann) und mit einer unerklärlichen Liebe für elektrische Schläge verehrt Max den Comicsuperhelden „Ultra-Lord“ bis zum bitteren Ende und besitzt alle Actionfiguren Ultra-Lords, jede Sonderedition, sogar eine mit falschem Sprachchip. Dank seiner enervierenden Art und seiner Tendenz alles zu ruinieren, wird er von seinen Freunden als Belastung wahrgenommen, ist aber im Grunde eine gutmütige Seele.

Aufgrund eines missglückten Experimentes von Jimmy in der Folge Jimmy ist verliebt ist Max in Libby verliebt, doch auch weit nach der Korrektur des Experiments stehen sich die beiden sehr nahe und sind, anfangs insgeheim, ineinander verliebt. Die Zuneigung zwischen den beiden ist jedoch ziemlich entspannt, natürlich und entwickelt sich problemlos, bis Libby schließlich in der Folge Der Auserwählte tatsächlich seine feste Freundin wird.

Max’ Mutter wird nie in der Serie gezeigt und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie nicht mehr am Leben ist.

Cindy Vortex Cynthia Aurora „Cindy“ Vortex stellt das Gegenstück zu Jimmy dar. Sie ist blond, überdurchschnittlich intelligent, athletisch, künstlerisch sehr begabt, laut, geldgierig, launisch, großsprecherisch, manchmal etwas versnobt und mit großen Erwartungen an sich selbst, für die sie auch andere behindert, um selber einen Vorteil zu erringen. Ein Blick in ihr rosarotes Schlafzimmer genügt allerdings, um zu ahnen, dass hinter dieser taffen Fassade auch ein sensibleres, ja, romantisches Mädchen verbirgt. Ihr Stolz und ihre Sturheit sind ihr oft hinderlich, wenn sie versucht sich anderen gegenüber zu öffnen; sie hasst es, eine Schwäche einzugestehen oder gar ihrem Erzfeind recht zu geben.

Jimmy ist ihr Lieblingsziel für Hänseleien und Streiche, und besonders am Anfang der Serie setzt sie ihm schwer zu. Ihr Hass auf ihn liegt in der Tatsache begründet, dass er ihr durch seinen Umzug in die Stadt den Ruf und Status als schlauestes Kind in Retroville gestohlen hat. Sie liebt es ihn zu sabotieren, ihm Namen wie ‚Blödtron‘ oder ‚Elefantenschädel‘ zu geben und auch den schönsten Moment noch in letzter Minute zu verderben. Spätestens ab der 2. Staffel wird es aber offensichtlich, dass ihre ganzen Spötteleien noch einen anderen Grund zu haben scheinen. Es kommt immer wieder zu kleinen, seltsamen Momenten zwischen den beiden, die durchblicken lassen, dass sie sich hinter dem ganzen Streit insgeheim sehr gernhaben – eine Tatsache, die nicht nur beide vollkommen bestreiten, aber mit der sich auch keiner von beiden auseinandersetzen möchte, obwohl es dreimal beinahe zum Kuss der beiden kommt und Cindy öfters starke Eifersucht zur Schau stellt, wann immer Jimmy Interesse an einem anderen Mädchen zeigt. Doch als die zwei in der Folge Schiffbrüchig auf einer einsamen Insel stranden, öffnen sie sich mehr als je zuvor, geben zu, dass ihre Streitereien eigentlich sinnlos sind, und Cindy äußert sogar eine gewisse Trauer, als beide gerettet werden. Obwohl nach dieser Episode die Streitigkeiten zwischen den beiden erneut beginnen und sich weiter fortsetzen, verändert sich Cindys Verhalten langsam und sie scheint sich mit ihren Gefühlen stetig abzufinden, quält Jimmy und seine Freunde nicht mehr ganz so stark wie zuvor. Sie versucht sogar (mit Erfolg) Jimmys Aufmerksamkeit zu erregen, durch andere Kleidung, Parfüm und Make-up und er gibt zu, dass sie ihn ‚ablenkt‘. In den letzten Folgen der Serie ist die Zuneigung zwischen den beiden, trotzdem keiner von ihnen etwas zuzugeben bereit ist, offensichtlich. Zweimal (unter extremen Umständen) will sie ihm sogar alles gestehen, fällt jedoch vorher in Ohnmacht oder verhilft Jimmy zu einem Einfall, der sie daraufhin unterbricht (jedoch einen Kuss auf die Wange gibt). In Opfer des Gehirnwurms schließlich, überrascht Jimmy sie am Ende, als er sie auf dem Nachhauseweg plötzlich bei den Händen nimmt und küsst.

Cindys beste Freundin ist Libby, mit der sie eine augenscheinlich tiefe Freundschaft verbindet. In der ersten Staffel, schwärmte sie noch ein wenig für den coolen Nick, was aber nicht lange anhält. Über ihre Familie ist nicht viel bekannt, doch ihre Mutter ist oft sehr anmaßend und versnobt, ihr Vater zeigt sich nicht oft an ihrer Seite.

Libby Folfax