mini|In Kettenbach mini|hochkant|Kreuz bei Kettenbach
Kettenbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Kettenbach liegt in der Gemarkung Hausheim.
Geografie Das Dorf liegt im Oberpfälzer Jura auf circa nordwestlich des Gemeindesitzes nahe am Ludwig-Donau-Main-Kanal. Kettenbach ist über eine von der Staatsstraße 2240 abzweigende Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen, die über Kettenbach nach Grub und Ezelsdorf führt.
Geschichte Kettenbach ist eine Gründung der Ketter/Kettner/Kettenhofer, die in der Reichsstadt Nürnberg, in Neumarkt und in Berching saßen; aus dem Berchinger Zweig stammt der 1603 gestorbene Abt Johann III. Kettner des Klosters Plankstetten. 1459 hatte Ulrich Schöner, Bürger zu Neumarkt, Besitz in Kettenbach; er veräußerte die Mühle an Ulrich Müllner.Repertorium Atlasblatt Neumarkt, S. 87; Johann Nepomuk von Löwenthal: Geschichte des Schultheißenamts und der Stadt Neumarkt auf dem Nordgau oder in der heutigen oberen Pfalz, München: Zwingl’sche Schriften, 1805, S. 48 1542 bis 1625 war Kettenbach mit der Kurpfalz protestantisch. Als 1546 die Landschaftsverordneten des Fürsten Ottheinrich zur Tilgung von Landesschulden verschiedene Güter an die Stadt Neumarkt veräußerten, war darunter auch ein Lehengütlein zu Kettenbach.Buchner I, S. 85 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand das Dorf aus elf Höfen und dem gemeindlichen Hirtenhaus. Es gab drei Grundherrschaften: die Geistliche Gefällverwaltung Neumarkt, der sieben Untertanen (darunter das Mühlgut) gehörten, die Reichsstadt Nürnberg mit zwei Untertanen des Heiliggeist-Spitals sowie das St. Leonhard-Spital Lauf an der Pegnitz ebenfalls mit zwei Untertanen (Gimpl, Frieß). Die Blutgerichtsbarkeit übte das Pflegamt Haimburg aus.Heinloth, S. 299
Im Königreich Bayern (1806) gehörte Kettenbach zum Steuerdistrikt Hausheim, bei der Gemeindebildung um 1810/20 ebenfalls zur Ruralgemeinde Hausheim mit dem Ort Hausheim selber, mit Rührersberg, Gspannberg, Haslach und (Klein-)Voggenhof.Heinloth, S. 323 1836 bestand das Dorf aus 15 Häusern, einer Kapelle und fünf „Branntweinbrennereyen“ sowie einer Mühle mit einem Mahlgang am Kettenbach, einem Zufluss der Schwarzach. Repertorium Atlasblatt Neumarkt, 1836, S. 17 f., 49
Bis 1930 gehörte die Gemeinde Hausheim und damit auch Kettenbach zum Amtsgericht Kastl, danach zum Amtsgericht Neumarkt. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Hausheim 1972 mit seinen Gemeindeteilen nach Berg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung 1830: 97 (15 Häuser)Karl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 109 1871: 81 (31 Gebäude; 8 Pferde, 73 Stück Rindvieh) 1900: 69 (16 Wohngebäude)Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 872 1937: 80 (61 Katholiken, 19 Protestanten)Buchner I, S. 89 1950: 72 (15 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 743 1970: 68Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand: 1. Mai 1978. München 1978, S. 120 1987: 74 (20 Wohngebäude, 25 Wohnungen)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 257 2015: 136 (68 weiblich, 68 männlich)Mitteilungsblatt Berg, Februar 2016, S. 8; (Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2015)
Literatur Repertorium des topographischen Atlasblattes. Neumarkt, 1836.
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Einzelnachweise
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