Beckenhof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Beckenhof liegt in der Gemarkung Loderbach.

Geographie Der Weiler liegt im Oberpfälzer Jura auf rd. 700 m südlich des Gemeindesitzes und nordöstlich des Schloßberges () mit der Burgruine Heinrichsbürg. Beckenhof ist vom Südwesten des Gemeindesitzes über die jenseits des Ludwig-Donau-Main-Kanals von der Heinrichsburgstraße nach Süden abzweigende Staiffembergstraße zu erreichen. Eine zweite Zufahrtsmöglichkeit besteht über die Stauffenbergstraße in Richtung Richtheim, wo sie im Westen den alten Kanal überquert.

Geschichte Erstmalige Erwähnung erfährt der Beckenhof im Jahre 1515 im Haimburger Saalbuch. Er gehörte zu jener Zeit „mit aller Obrigkeit“ zum damals nürnbergischen Pflegamt Haimburg. Der in dieser Unterlage genannte Untertan (Besitzer) war Hans Voigt zu Berg.Heinloth, S. 255, Fußnote 45 Digitalisat Ein weiteres Mal wird der Ort in einer pfalzgräflichen Urkunde des Jahres 1582, in der "Fritz Beck vom Hoff" genannt wird. Beckenhof ist im Jahre 1593 auch auf Seite 37 des Pfinzingatlas vermerkt.

Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Beckenhof aus zwei Halbhöfen der Unteren Hofmark Berngau. Auf beiden Höfen saß eine Familie Fleischmann. Die Hochgerichtsbarkeit übte das kurfürstliche Schultheißenamt Neumarkt aus.Heinloth, S. 255 Digitalisat

Im Königreich Bayern (1806) gehörte Beckenhof zum Steuerdistrikt Loderbach, dann zur Ruralgemeinde Loderbach, bis diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Berg eingemeindet wurde.Heinloth, S. 325 Digitalisat 1836 heißt es im Repertorium zum topographischen Atlasblatt Neumarkt: „Baeckerhof, E[inöde] bey Richtheim, 2 H[äuser]“.Repertorium des topographischen Atlasblattes. Neumarkt, 1836, S. 5 Stand 2026 besteht der Weiler aus vierzehn Anwesen.

Einwohnerentwicklung 1840: 11 (2 Häuser)Joseph Anton Eisenmann und Carl Friedrich Hohn: Zusätze und Berichtigungen zum topo-geographisch-statistischen Lexicon vom Königreiche Bayern, Erlangen 1840, S. 14 1871: 15 1900: 14 (2 Wohngebäude)Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 866 1925: 12 1937: 13Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937, S. 89 1950: 20 (2 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 745 1970: 15Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand: 1. Mai 1978. München 1978, S. 120 1987: 15

Ortsname Gemäß den Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften basiert der Ortsname aus dem mittelhochdeutschen Grundwort "hof" (für Hof, umschlossener Raum – im Gen. Sg/Pl. "Becken"), so dass sich die Namensbedeutung "Hof des/der Becken" ergibt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz