Falltor war ein Bauerngut und ein Ortsteil auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Bensberg der Stadt Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis.
Lage der Falltorstraße Die Falltorstraße ist die Verlängerung der Buddestraße nach Osten ab deren Kreuzung mit der Kölner Straße im Süden des Ortszentrums von Bensberg. Sie verläuft in südöstlicher Richtung und endet an der Gartenstraße. Von der Falltorstraße zweigen folgende Straßen ab (von Westen nach Osten): Heidplätzchen (rechts), Johann-Bendel-Straße (re), Pfarrer-Körner-Straße (re), Eichelstraße (quert). Über den südlichen Abschnitt der Eichelstraße gelangt man zur Haltestelle Im Hoppenkamp der Stadtbahn Köln (Linie 1).
Geschichte Das ehemalige Falltor und die Ortschaft hatten 1896 die Benennung eines Wegs als Falltorweg hervorgerufen. Er wurde 1931 umbenannt in Falltorstraße. Der Straßenname sollte an ein ehemaliges Einlasstor im Dorfzaun der Freiheit Bensberg erinnern, dessen Existenz sich in der Gewannenbezeichnung „Auf’m Fall“ erhalten hatte. Aus dem Urmesstischblatt ergibt sich, dass dieses Fallgatter an der Ecke Falltorstraße/Gartenstraße gestanden hat.Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen. Zweite, von Albert Eßer ergänzte und neu bebilderte Auflage. Bergisch Gladbach 2015. ISBN 978-3-9813488-4-2
Das Gut Valdor (Falltor) bildete mit dem Gut auf’m Pütz zwei Hofstellen, die auch Groß- und Klein-Valdor genannt wurden. 1555 wird ein Toyss Gut am Falltor erwähnt.Die Besitzungen des adeligen Praemonstratenserinnen-Klosters Meer in Sulsen-Immekeppel von der Klostergründung 1166 bis 1600, Gerd Müller, Verlag W. Kleikamp, 1969 Aus Carl Friedrich von Wiebekings Charte des Herzogthums Berg 1789 geht hervor, dass Falltor zu dieser Zeit Teil der Freiheit Bensberg im gleichnamigen Kirchspiel im bergischen Amt Porz war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und der Ort wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein. Als Ortschaft war Falltor seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis letztmals 1895 in den amtlichen Statistiken verzeichnet. + Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn-gebäude Kategorie Politische / kirchliche Zugehörigkeit 1822 4 Bauergut Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Bensberg, Falthor genannt 1830Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830 6 Bauerngut Bürgermeisterei Bensberg, Pfarrgemeinde Bensberg, Falthor genannt 1845Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], 7 1 Bauergut Bürgermeisterei Bensberg, Pfarre Bensberg, Fallthor genannt 1871 7 1 Hofstelle Bürgermeisterei Bensberg, Falthor genannt 1885Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888. 12 2 Ortschaft Bürgermeisterei Bensberg, Fallthor genannt 1895Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 6 1 Ortschaft Bürgermeisterei Bensberg, Fallthor genannt
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliger Ortsteil von Bensberg