In dieser Liste von Kleindenkmalen und Skulpturen in Veringenstadt werden öffentlich zugängige Skulpturen, Plastiken, Reliefs, Tafeln und andere Kleindenkmale in der baden-württembergischen Stadt Veringenstadt und ihren Ortsteilen Veringendorf und Hermentingen aufgeführt, unabhängig davon, ob sie unter Denkmalschutz stehen oder nicht.
In einer separaten Liste werden die als Kulturdenkmal eingestuften Gebäude in Veringenstadt aufgeführt: Liste der Kulturdenkmale in Veringenstadt.
Nr. Bezeichnung Bild Adresse / Gewann / Lage Jahr Beschreibung, Inschrift, geschichtlicher Hintergrund, Maße (Höhe × Breite × Tiefe), Material, Erhaltungszustand (mit Zeitangabe der Bestandsaufnahme). 1 Historischer „Hochweg“ Richtung Inneringen/Riedlingen 120px|historischer „Hochweg“ Veringenstadt Richtung Inneringen Gewann Beim Bildstöckle. 2 Sühnekreuz im Büttnautal 120px|Sühnekreuz in Veringenstadt am Beginn des Büttnautales Katzensteig, Benzingerstraße, Beginn des Büttnautales. Flst. Nr. 1853. Das Sühnekreuz am Beginn des Büttnautales. Flst. Nr. 1853 Wenn die Benzinger schnell nach Veringenstadt hinunter wollen, benutzen sie einen Waldweg. Er führt am Ursprung der Büttnau vorbei und heißt „Katzenstoigle“. Da also steht am Weg ein altes Steinkreuz. Es war so in die Erde gesunken, dass es 1962 freigelegt werden musste. Es ist aus einem Stück gehauen, massig und schwer. Auf seinem Querarm trägt es die Jahreszahl 1764 in großen lateinischen Buchstaben. Die Berichte über den Stein gehen auseinander. 40 Menschen, die die Pest hinweggerafft habe, seien hier begraben, was aber schwer mit der Jahreszahl in Einklang zu bringen ist. Es sei ein „Mordkreuz“ heißt es dann wieder. Im Jahre 1487 sei an dieser Stelle ein Veringer Arzt namens Eberhard von einem gewissen Hans Ruger umgebracht worden. — Der Form dieses ungeschlachten Steines nach darf man annehmen, dass er lange vor 1764 gestanden hat. — Dass für diese Totenmale Stein verwendet wurde, hat nicht den Zweck der Haltbarkeit, sondern einen viel tieferen Grund. Nach der Vorstellung der damaligen Zeit irrte die Seele des Ermordeten ruhelos umher. Nur ein Stein war im Stande, ihr eine Ruhestätte zu geben, gleich der, die der Körper im Grab gefunden hat. Als diese Vorstellungen durch den christlichen Glauben ersetzt wurden, setzte man statt eines einfachen Steines ein Kreuz, als Sinnbild der Erlösung. Deshalb galt es auch als schweres Verbrechen, den Stein zu beschädigen oder zu beseitigen.Thomas Fink: Materialsammlung zur Geschichte der Stadt Veringen. 2017. 3 Inschrift am Felixfelsen 120px|Inschrift im Felixfelsen in Veringenstadt Büttnautal. Inschrift: Hier stürzte / am Karfreitag 1831 / Felix Gauggel von / Harthausen / Sch, / im Alter von 24 Jahren / mit seinem Pferd / zu Tode. / Gott sei seiner armen / Seele gnädig. 4 Erzgruben 120px|Veringenstadt Erzgrube im Gewann Eschle. Gewann Eschle Erzgruben Veringenstadt 5 Gefallenendenkmal Deutscher Krieg 1866. 120px|Gefallenendenkmal Deutscher Krieg 1866 in Veringenstadt Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43. Inschrift des Denkmals: „Denkmal für Silver Göggel Musketier der 4ten Comp: 7ten Reinisch: Infanteri Regiment No: 69.“ Inschrift rechte Seite: „Gestorben zu Pardubltz in Böhmen d: 5t: August 1866 Alter 24 Jahr 3 Monat“. Inschrift linke Seite: „Gewidmet von seinen Waffenbrüdern und Freunden“ 6 Grabstein Pfarrer Andreas Göggel 120px|Grabstein Pfarrer Andreas Göggel Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43. Grabstein Pfarrer Andreas Göggel. * ??; † 4. Feb. 1870. 7 Kriegerdenkmal des Deutsch-Französischen Krieges 1870–1871. 120px|Kriegerdenkmal des Deutsch-Französischen Krieges 1870–1871. Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43. Inschrift des Denkmals: „Denkmal für die gefallenen Krieger im Feldzug gegen Frankreich im Jahr 1870/71. Gefreiter Hermann Deigendesch. Karl Mattes, Grenadier, gefallen in der Schlacht bei St. Privat am 18. August 1870: 4. Garde-Grenadier-Regiment Königin, 7. Companie. Füsilier Philipp Kohler.“ 26 Grotte und Gedenkstein im Büttnautal 120px|Grotte und Gedenkstein in Veringenstadt am Beginn des Büttnautales Katzensteig, Benzingerstraße, Beginn des Büttnautales. Flst. Nr. 1853. Gedenkstein an den Tod eines Italieners, der vermutlich zum Eisenbahnbau nach Veringenstadt kam und an dieser Stelle starb. Der Platz wurde lange Zeit von R. Gauggel und K. Bantle aus Benzingen gepflegt. Inschrift: 19(Herz)67 / Maria mit / dem Kinde lieb / uns allen Dein / Segen gib. / L. Bignotti / Italien Höhe 1,20 m. Material Stein. 9 Grabstein Pfarrer Mathäus Winter 120px|Grabstein Pfarrer Mathäus Winter. (* 1. Dez. 1845 in Jungingen; † 18. Juli 1898 in Veringenstadt) Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43 Grabstein Pfarrer Mathäus Winter. * 1. Dez. 1845 in Jungingen; † 18. Juli 1898 in Veringenstadt. 8 Bildstock Büchle 120px|Bildstöckle Veringenstadt Gewann Büchle, Flst. Nr. 3837. –1900 Um 1890–1900 suchte bei einem Gewitter ein Fuhrmann mit seinem Ochsengespann in diesem kleinen Buchenwald Schutz. Da schlug ein Blitz ein und tötete die beiden Tiere. Der Fuhrmann kam jedoch mit dem Schrecken davon und stiftete anschließend den kleinen Bildstock. Im Jahre 2016 wurde der Bildstock bei Fällarbeiten vom ursprünglichen Baum an einen benachbarten Baum angebracht. Höhe 70 cm. Breite 30 cm. Material Holz. 28 Bildstock Eich 120px|Bildstock Eich Veringenstadt Alter Harthauser Weg. Gewann Eich, Flst. Nr. 3796. Früher befand sich an dieser Stelle ein hölzerner Bildstock: Um 1970 ersetzte der Harthauser Bürger Silver Pfaff den Bildstock durch einen Gedenkstein. Inschrift: Ave Maria Material Stein mit Messingplatte. Höhe 1 m. Breite 70 cm. 12 Kreuz vor der St. Nikolauskirche 120px|Kreuz St. Nikolaus-Kirche Veringenstadt Kirchberg 133 19 Geschmiedetes Kreuz 120px|Geschmiedetes Kreuz Veringenstadt Ecke Gayernstraße / Amselweg Flst.Nr. 3864/7 Ende der fünfziger Jahre wurde das Eisenkreuz von Karl Friedrich angefertigt und gestiftet. 2002 wurde es von Adolf Fellinger wieder neu hergerichtet. Höhe 2,20 m. Breite 0,80 m. Material: Stein und Eisen. 13 Hirschwirt’s-Kreuz 120px|Feldkreuz Veringenstadt Gewann Irrgang, Harthauser-Straße, Flst. Nr. 332/1 Das Kreuz wurde vom Wirt der Gaststätte Hirsch gestiftet. Neben der Gaststätte betrieb er die größte Brauerei von Veringenstadt. Höhe ca. 4,00 m. Breite ca. 1,30 m. Material Holz. Im Jahr 2003 zeigte es durch Verwitterung starke Risse und Beschädigung. 11 Feldkreuz 120px|Feldkreuz Veringenstadt Harthauser Str. 31 39 Feldkreuz 120px|Feldkreuz Veringenstadt Gewann Irrgang, Nähe Harthauser-Straße, Flst. Nr. 4225 Dieses Kreuz mit kleinem Dach wurde 1988 von der Familie Eugen Hospach neu aufgestellt, nachdem das vorherige alt und morsch wurde und deshalb umgefallen war. Höhe ca. 4,00 m. Breite ca. 1,50 m. Material Holz. 14 Friedhofskreuz 120px|Friedhofskreuz Veringenstadt Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43 Im Kriegsjahr 1941 hat der aus Veringenstadt gebürtige Erzbischöfliche Protonotar Domdekan und Generalvikar Adolf Rösch, Ehrenbürger der Stadt Veringen, das bisherige große Friedhofskreuz gestiftet.
Im Jahre 2000 ließ der Bürgermeister a. D. Stefan Fink kurz vor seinem Tod den Christus-Korpus restaurieren und am Tag vor seiner Beisetzung wurde der Korpus wieder angebracht.
Nachdem die Standfestigkeit des Kreuzes nicht mehr gewährleistet war ergriff Agnes Fink-Moschkon im Jahre 2016 die Initiative, das alte Kreuz durch ein neues zu ersetzen. Robert und Johannes Schmid sowie Gerold Karkosz übernahmen die örtliche Organisation und zahlreiche Vorarbeiten. Sie bewerkstelligten ehrenamtlich den Abbau des alten Kreuzes, die Instandsetzung der tragenden Fundamenteisen sowie Reparaturen und das Wiederanbringen der Bedachung. Karl Riester und Robert Schmid stellten gut gelagertes Eichenholz zur Verfügung. Die Fa. Ruckwid wurde mit dem Sägen und der Oberflächenbearbeitung der Balken, sowie dem Aufrichten des Kreuzes beauftragt. Mit der Restaurierung des ursprünglichen Christus-Korpus aus dem Jahre 1941 wurde der Restaurator Willi Mayer aus Langenenslingen betraut. Die Gesamtkosten übernahm die August Moschkon - Stephan Fink - Stiftung. Das Kreuz wurde an Allerheiligen 2017 von Pfr. Freier geweiht, dem 600. Jahr der Wallfahrt nach Deutstetten. Höhe ca. 5,00 m. Breite ca. 1,50 m. Material Eiche mit Kupferdach. 17 Säge-Kreuz 120px|Veringenstadt Sägekreuz. Gestiftet 1946. Restauriert 1998. Im Bild: Hieronymus Nitz, Erzabt von Kloster Beuron und Bürgermeister a. D. Stefan Fink. Deutstetter Str. 31, Flst. Nr. 1382/1. An dieser Stelle stand bereits vor dem Jahr 1717 ein Wegekreuz.
Gestiftet von Viktoria Kohler 1946 zur Erinnerung an ihre beiden im Zweiten Weltkrieg gefallenen Söhne Otto (Kaufmann; * 14. Juli 1923; gefallen 31. August 1944) und Berthold (Gymnasiast; * 12. Februar 1926; gefallen 18. November 1944).
Durch Stefan Fink 1998 restauriert. Im Bild: Hieronymus Nitz, Erzabt Kloster Beuron und Bürgermeister a. D. Stefan Fink. Inschrift: Gedenket derer, / die fern der Heimat / in Gottes heiligen / Frieden ruhen / 1939–1945. Höhe ca. 4,00 m. Breite ca. 1,40 m. Material Holz mit Kupferdach. 18 Grabkreuz und Gedenkplatte von Dr. Eduard Peters 120px|Sühnekreuz Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43 Grabkreuz und Gedenkplatte von Prähistoriker Eduard Peters. (* 9. April 1869 in Halberstadt; † 21. Mai 1948 in Veringenstadt), der die Höhlenausgrabungen in Veringenstadt leitete. 20 Kriegerdenkmal 120px|Denkmal für die Kriegsopfer in Veringenstadt - Deutstetten Friedhof Deutstetten, Deutstetter Str. 43 Für die Errichtung einer Gedächtnisstätte für die Toten der beiden Weltkriege wurden dem Gemeinderat von Veringenstadt vier Entwürfe (Modelle) vorgelegt und zwar von Bildhauer Volk aus Jungnau, Bildhauer Lorch aus München, Bildhauer Walter Schmider aus Rottenburg und Kunstmaler G. Dietrich aus Sigmaringen. Die Entwürfe waren sehr verschiedenartig, doch sehr schnell erhielt der Vorschlag von Bildhauer Schmider aus Rottenburg die meiste Sympathie.
Der Vorschlag sah vor, auf der Terrasse des damaligen Kinderfriedhofes vor der Deutstetter Kirche für jedes Jahr des Krieges 1914–18 und 1939–45 ein Steinkreuz in steigendem Ausmaß aufzustellen, um die stetig steigende Anzahl der Gefallenen und Vermissten zu verdeutlichen. Vermutlich aus Kostengründen wurde letztlich eine einheitliche Größe umgesetzt. Dadurch, dass für jedes Jahr des Krieges ein Kreuz aufgestellt wurde, wird sichtbar, dass im ersten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges noch kein Veringer Bürger gefallen ist, während im letzten Kriegsjahr der Platz für die Namen fast nicht ausreicht. Diese Kreuze sind in Wellenlinie aufgestellt und führen zum Mittelpunkt, dem Auferstandenen.
In der Sitzung des Gemeinderates am 25. Oktober 1958 wurde die Errichtung der Kriegergedächtnisstätte einstimmig beschlossen. Die Namen aller Einheimischen Gefallenen u. Vermissten und die gefallenen Angehörigen der Flüchtlinge, die seit dem Kriege nach Veringenstadt zugezogen waren, sollten an ehrenvoller Stelle für „ewige Zeiten“ festgehalten werden.
Eingeweiht am 5. Juli 1959 durch Pfarrer Fridolin Abberger.