Der Schmalblättrige Kalmus (Acorus gramineus), auch Zwerg-Kalmus, Grasartiger Kalmus oder Gras-Kalmus genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kalmus (Acorus) innerhalb der Familie Kalmusgewächse (Acoraceae). Diese Sumpfpflanze kommt in Ostasien, unter anderem China, vor.

Beschreibung mini|Habitus als Zierpflanze mini|Mit Blütenstand Vegetative Merkmale Der Schmalblättrige Kalmus ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Sie bildet schlanke, 5 bis 10 Zentimeter lange und 4 bis 6, selten bis zu 8 Millimeter dicke Rhizome.

Die einfachen, dunkel-grünen Laubblätter sind bei einer Länge von meist 20 bis 45 (15 oder bis 55) Zentimetern linealisch (ensiform) und haben keine Mittelrippe.

Generative Merkmale Der Blütenstandsschaft ist 9 bis 20 (4 bis 24) Zentimeter lang und im Querschnitt abgeflacht dreieckig. Die grüne Spatha ist 10 bis 24 Zentimeter lang und 2 bis 4 Millimeter breit und laubbblattartig. Der kolbige Blütenstand ist gerade oder leicht gekrümmt und zylindrisch; er ist meist 4 bis 10 (3 bis 14) Zentimeter lang, 4 bis 6 Millimeter breit und dicht mit Blüten besetzt.

Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die Blüten sind gelblich, gelb-grün oder etwas weißlich und haben einen Durchmesser von 1,8 bis 2 Millimetern. Die Tepalen sind bei einer Länge von 1,5 bis 2 Millimetern sowie einer Breite von 0,7 bis 1 Millimetern eiförmig mit stumpfem oder spitzem oberen Ende. Es sind zwei Kreise mit je drei freien Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind etwa 1,5 Millimeter lang und flach. Die Staubbeutel sind gelb. Der Fruchtknoten ist 2,5 bis 3 Millimeter lang und 1,8 bis 2 Millimeter breit mit konischem oberen Ende. Die Narbe ist sehr klein.

Die gelblichen Beeren sind bei einer Länge von 3 bis 3,5 Millimetern sowie einer Breite von 2,2 bis 2,5 Millimetern eiförmig bis kugelig.

Chromosomensatz Es liegt immer Diploidie mit der Chromosomenzahl 2n = 24 vor.

Phänologie Die Blütezeit reicht in China von Februar bis Juli. Die Früchte reifen von Juli bis August.

mini|Habitus im Habitat

Verbreitung Der Zwerg-Kalmus kommt ursprünglich vom östlichen Himalaja bis Japan und das zu den Philippinen gehörende Luzon vor. Es gibt Fundortangaben für Russlands Fernem Osten, Sikkim, Korea, Bangladesch, Kambodscha, Laos, das nördliche Myanmar, Vietnam, Thailand, Japan (Honshu, Kyushu, Shikoku, Ryukyu Inseln), Taiwan, Tibet, die inneren Mongolei, Xinjiang, in vielen chinesischen Provinzen China, und Luzon. Im Vereinigten Königreich und in Virginia ist Acorus gramineus ein Neophyt.

Taxonomie Die Erstveröffentlichung von Acorus gramineus erfolgte 1789 durch William Aiton in Hortus Kewensis; or, a catalogue ..., Band 1, Seite 474. Synonyme für Acorus gramineus sind: Acorus brevispathus , Acorus calamus , Acorus humilis , Acorus pusillus , Acorus gramineus var. pusillus , Acorus gramineus var. macrospadiceus , Acorus gramineus var. japonicus , Acorus gramineus var. flavomarginatus , Acorus latifolius , Acorus macrospadiceus , Acorus gramineus var. pusillus , Acorus pusillus , Acorus rumphianus , Acorus tatarinowii , Acorus xiangyeus , Acorus tatarinowii var. flavomarginatus .

Nutzung Der Zwerg-Kalmus wird auch als Zierpflanze genutzt. Die Rhizome werden in Japan als Gemüse verzehrt.

Einzelnachweise Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer, Stuttgart (1995) 2., überarbeitete und erweiterte Auflage ebenda 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 87. Heng Li, Guanghua Zhu, Josef Bogner: Acoraceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-99-3. Acorus gramineus Solander ex Aiton., S. 2 - textgleich online wie gedrucktes Werk.

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Kategorie:Kalmusgewächse