Jōyo (jap. , * 958Im japanischen Mondkalender das 2. Jahr der Devise Tentoku. im Distrikt Katsuragi, Provinz Yamato; † 1047Im japanischen Mondkalender das 2. Jahr der Devise Eishō. im Tempel Kōya-san) war ein Mönch des Shingon-Buddhismus, der sich große Verdienste um die Stabilisierung des von Kūkai gegründeten, seinerzeit vom Zerfall bedrohten Tempels Kōya-san erwarb.
Leben Jōyo stammte aus einer Familie namens Kawai () in der Provinz YamatoDiese Provinz erstreckte sich in etwa über die Ebene der heutigen Präfektur Nara.. Mit 13 Jahren trat er in den Tempel Kōfuku-ji zu Nara ein, in dem er sich zunächst mit den Lehren der Hossō-Schule widmete. Später wurde er dort von Shingyō (, 935–1004) in die Lehren des Shingon-Buddhismus eingeführt. Man nannte ihn auch Jikyō-jōnin (, etwa Sutra-Haltender Heiliger), weil er stets das von ihm hoch geschätzte Lotos-Sutra (, Hokkekyō) mit sich führte, bzw. Kishin-Jōnin (, etwa Eltern-Fürbittender Heiliger) wegen seiner Hingabe an die verstorbenen Eltern.
Der Überlieferung zufolge wurde ihm als Sechzigjähriger bei einem Besuch im Tempel Hasedera durch den Bodhisattva Kannon (skr. Avalokiteshvara) eine Offenbarung zuteil. Dieser folgend begab er sich 1016 zum Kōya-san. Die Anlagen befanden sich wegen schwelender Fehden mit dem ebenfalls zur Shingon-Schule gehörenden Tempel Tō-ji in Kyōto wie auch infolge vieler durch Blitzeinschlag verursachte Brände im Niedergang. Jōyo widmete sich fortan der Wiederherstellung und dem Ausbau des Kōya-san. Auch entwickelte er Mittel, um das Überleben in den harschen Winter des Hochplateaus (800 m) zu ermöglichen.
Unter seinen Schülern machte sich Meisan (, 1021–1106) einen Namen.
Literatur Yamada Kōji et al.: Kōyasan. Hoikusha 1986 (Nihon no koji bijutsu, Bd. 9), S. 89f., 210
Anmerkungen
Kategorie:Buddhistischer Mönch Kategorie:Person des Mahayana-Buddhismus Kategorie:Person des Vajrayana-Buddhismus Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 958 Kategorie:Gestorben 1047 Kategorie:Mann