mini|Mützenabzeichen des Duke of Wellington’s Regiment (West Riding)

mini|Militärmusikkapelle des DWR, 2005 mini|Angehörige des DWR auf dem Marsch in die Bereitstellungsräume der Schlacht an der Somme, 1916 mini|Das DWR während der Narvik-Kampagne 1940 mini|1. Btl./DWR während der Pantelleria-Kampagne 1943 mini|Das ehemalige HQ des Duke of Wellington’s Regiment in Halifax, West Yorkshire mini|Antreten des 1st Battalion, The Duke of Wellington's Regiment (West Riding), 2006, vor der Umfirmierung zum 3rd Battalion The Yorkshire Regiment Das Duke of Wellington’s Regiment (West Riding) (DWR) war ein Infanterie-Regiment der Britischen Armee, das von 1881 bis 2006 bestand.

Geschichte Gründung, Namen und Verbleib Das Regiment hieß zunächst Duke of Wellington’s (West Riding Regiment) und wurde am 1. Juli 1881 im Rahmen der Childers-Reformen geschaffen, durch Verschmelzung des 33rd (Duke of Wellington’s) Regiment of Foot mit dem 76th Regiment of Foot. Aus diesen beiden ehemaligen Regimentern wurden das 1. und 2. reguläre Bataillon des neuen Regiments gebildet, hinzu kamen die Miliz-, Territorial- und Freiwilligen-Bataillone der West Riding of Yorkshire. 1948 wurden die beiden regulären Bataillone weiter zu einem neuen 1. Bataillon zusammengefasst.

Am 21. Januar 1921 wurde er offizielle Regimentsname zu Duke of Wellington’s Regiment (West Riding) umgestellt.

1968 wurde das Regiment Teil der King’s Division. Am 6. Juni 2006 wurde es mit anderen Regimentern der King’s Division, nämlich dem Prince of Wales’s Own Regiment of Yorkshire und den Green Howards (Alexandra, Princess of Wales’s Own Yorkshire Regiment), zum Yorkshire Regiment verschmolzen. Das ehemalige Duke of Wellington’s Regiment bildete dabei das 3. Bataillon des neuen Regiments, das 2020 auf die anderen Bataillone verteilt wurde. Das Yorkshire Regiment führt die Tradition des Duke of Wellington’s Regiment bis heute weiter.

Einsatzgeschichte Die Bataillone des DWR beteiligten sich am Zweiten Burenkrieg und an den meisten größeren Landschlachten des Ersten Weltkrieges. Das DWR kämpfte 1914 in der Schlacht bei Mons, 1916 in der Schlacht an der Somme, 1917 in der Dritten Flandernschlacht (Schlacht um Passchendaele) und in der Schlacht von Cambrai. Während der Kampfhandlungen fielen 7.870 Angehörige des DWR.Medals of the Regiments: The Duke of Wellington's (West Riding Regiment) Außerhalb des europäischen Kriegsschauplatzes wurde das Regiment 1919 im Dritten Anglo-Afghanischen Krieg eingesetzt. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte das DWR 1940 zum Britischen Expeditionskorps in Frankreich und bildete in der Schlacht von Dünkirchen die Nachhut. Außerdem kämpften Verbände des Regiments von 1942 bis 1944 in Nordafrika, Italien und in Frankreich. Bekannte Einsätze waren 1944 die Landung in der Normandie und der Burmafeldzug gegen die Japaner.

1952 erlangte das Duke of Wellington’s Regiment in der Battles of the HookKorea and The Hook, 1953 auf www.dwr.org während des Koreakrieges Berühmtheit, als es ihm gelang, seine Positionen für eine längere Zeit gegenüber einer chinesischen Übermacht zu halten. Dafür wurde die Einheit ausgezeichnet. 1956 brach das DWR in der ehemals britischen Kolonie Zypern, während der Operation Golden Rain, den Widerstand der EOKA im Troodos-Gebirge. Im Kalten Krieg war das DWR seit 1961 mit der BAOR in Deutschland stationiert und sollte im V-Fall in der Panzerschlacht in der Norddeutschen Tiefebene eingesetzt werden. Von 1964 bis 1968 war das mit dem Humber FV1611 APC ausgestattete DWR in Osnabrück stationiert. 1966/67 wurde der Humber Pig vom FV 432die britische Version des M-113-MTW abgelöst. Das Regiment nahm in den folgenden Jahren an zahlreichen NATO-Übungen in Deutschland, Dänemark und Norwegen teil.

1986 biwakierte das Regiment auf dem Standortübungsplatz Höltigbaum und nahm anschließend an der LANDJUT-Korpgefechtsübung Bold Guard teil. Das 1. Bataillon aus Salisbury unter Lieutenant-Colonel Johnny Walker gehörte damit zu den insgesamt 15.000 Mann starken britischen Truppen (davon 11.000 UKMF – UK Mobile Force) und hatte den Auftrag in der Nähe von Itzehoe mit seinen Schützenpanzer Fox dort Stellung zu beziehen.Britischer Verband bereitet sich auf Manöver vor. Zur “Kühnen Wacht” in Hamburg. Hamburger Abendblatt, 16. September 1986Exercise Bold Guard, Schleswig-Holstein, September 1986. 1st Battalion the Royal Hampshire Regiment and 1st Battalion the Duke of Wellington's Own Regiment, 24 September 1986

Von 1971 bis 1997 wurde das Duke of Wellington’s Regiment mit Unterbrechungen in der Provinz Ulster im Nordirlandkonflikt eingesetzt. Das DWR gehörte zu den ersten Verbänden, die 2003 im Zweiten Golfkrieg die Grenze von Kuwait zum Irak überschritten.Anthony H. Cordesman: The Iraq War. Strategy, Tactics, and Military Lessons. Centre for Strategic & International Studies, U.S., 2003, S. 40, ISBN 978-0-89206-432-8.

Im Laufe der Geschichte wurden insgesamt acht Soldaten des Regimentes mit dem Victoria-Kreuz ausgezeichnet:Victoria Cross Recipients bei dwr.org.uk, 2015.

Colonels Der erste und einzige Colonel-in-Chief des Regiments war von 1974 bis 2006 Brigadier Arthur Wellesley, 8. Duke of Wellington.

Colonels of the Regiment waren:

Battle Honours Zusätzlich zu den Battle Honours, die das Regiment von seinen beiden Vorgängerregimentern weiterführte, wurden dem Regiment folgende Battle Honours verliehen (englische Originalbezeichnungen): vor 1914: Dettingen,nachträglich für Leistungen des 33rd Regiment of Foot verliehen Mysore,nachträglich für Leistungen des 76th Regiment of Foot verliehen Ally Ghur, Delhi 1803, Leswaree, Deig, Corunna, Relief of Kimberley, Paardeberg, South Africa 1900–02; Erster Weltkrieg: Mons, Le Cateau, Retreat from Mons, Marne 1914 ’18, Aisne 1914, La Bassée 1914, Ypres 1914 ’15 ’17, Nonne Bosschen, Hill 60, Gravenstafel, St. Julien, Aubers, Somme 1916 ’18, Albert 1916 ’18, Bazentin, Delville Wood, Pozières, Flers-Courcelette, Morval, Thiepval, Le Transloy, Ancre Heights, Arras 1917 ’18, Scarpe 1917 ’18, Arleux, Bullecourt, Messines 1917 ’18, Langemarck 1917, Menin Road, Polygon Wood, Broodseinde, Poelcappelle, Passchendaele, Cambrai 1917 ’18, St. Quentin, Ancre 1918, Lys, Estaires, Hazebrouck, Bailleul, Kemmel, Béthune, Scherpenberg, Tardenois, Amiens, Bapaume 1918, Drocourt-Quéant, Hindenburg Line, Havrincourt, Épéhy, Canal du Nord, Selle, Valenciennes, Sambre, France and Flanders 1914–18, Piave, Vittorio Veneto, Italy 1917–18, Suvla, Landing at Suvla, Scimitar Hill, Gallipoli 1915, Egypt 1916; Zwischenkriegszeit: Afghanistan 1919, Zweiter Weltkrieg: Dunkirk 1940, St. Valery-en-Caux, Tilly sur Seulles, Odon, Fontenay Le Pesnil, North-West Europe 1940 ’44–45, Banana Ridge, Medjez Plain, Gueriat el Atach Ridge, Tunis, Djebel Bou Aoukaz 1943, North Africa 1943, Anzio, Campoleone, Rome, Monte Ceco, Italy 1943–45, Sittang 1942, Paungde, Kohima, Chindits 1944, Burma 1942–44; nach 1945: The Hook 1953, Korea 1952–53, Iraq 2003.

Literatur John Maurice Brereton, Anthony C. S. Savory: History of the Duke of Wellington’s Regiment (West Riding) 1702–1992. The Regiment, Halifax 1993, ISBN 0-9521552-0-6. James D. Lunt: The Duke of Wellington’s Regiment (West Riding) (the 33rd/76th Regiment of Foot). Leo Cooper Ltd., London 1971.

Weblinks

The Duke of Wellington’s Regiment – Regimental Association (engl.) Duke of Wellington’s (West Riding Regiment) bei The Long, Long Trail (engl.) Yorkshire Regiment, DWR-Association (engl.) Unit History: Duke of Wellington's (West Riding Regiment), Forces War Record, (engl.) History of Duke of Wellington’s Regiment. British Army Units (engl.) Regiments and Corps: The Duke of Wellington’s Regiment (West Riding) – National Army Museum (engl.) Duke of Wellington’s Regiment Museum, Halifax (engl.)

Anmerkungen und Einzelnachweise

Kategorie:Historisches Regiment (British Army) Kategorie:Infanterieverband (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Militärischer Verband im Ersten Weltkrieg (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Militärischer Verband im Zweiten Weltkrieg (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Gegründet 1881