Das Konklave 1585 trat nach dem Tod von Papst Gregor XIII. († 10. April 1585) zusammen und tagte vom 21. bis zum 24. April 1585 in Rom. Es dauerte nur drei Tage und wählte Sixtus V. zum Papst.

Kardinalskollegium mini|Gregor XIII. mini|Sixtus V. Als Papst Gregor XIII. starb, zählte das Kardinalskollegium 60 Mitglieder.

Teilnehmer Die 42 am Konklave teilnehmenden Kardinäle waren:

Nicht am Konklave teilnehmende Kardinäle Nicht am Konklave teilnehmen konnten die folgenden 18 Kardinäle: Antoine Perrenot de Granvelle, Erzbischof von Besançon und Kardinalbischof von Sabina Niccolò Caetani di Sermoneta Georges d’Armagnac, Administrator von Toulouse Charles de Bourbon-Vendôme, Erzbischof von Rouen Albrecht von Österreich Louis II. de Lorraine-Guise, Erzbischof von Reims Charles de Lorraine de Vaudémont, Administrator von Toul und Verdun Gaspar de Quiroga y Vela, Erzbischof von Toledo Rodrigo de Castro Osorio, Erzbischof von Sevilla François de Joyeuse, Erzbischof von Narbonne Michele Della Torre, Bischof von Ceneda Agostino Valier, Bischof von Verona Vincenzo Lauro, Bischof von Mondovi Alberto Bolognetti, Bischof von Massa Marittima Jerzy Radziwill, Bischof von Wilna Simeone Tagliavia d’Aragonia Charles de Bourbon de Vendôme, Koadjutorerzbischof von Rouen Andreas Báthory, Bischof von Ermland

Kardinalserhebungen Die im Konklave anwesenden Kardinäle wurden von folgenden Päpsten zum Kardinalat erhoben: 16 Kardinäle von Papst Gregor XIII. 9 Kardinäle von Papst Pius V. 14 Kardinäle von Papst Pius IV. 1 Kardinal von Papst Julius III. 2 Kardinäle von Papst Paul III.

Anmerkungen zu den Kardinälen

Verlauf Nach dem Tod Gregors XIII. war die erste Aufgabe der Kardinäle, während der Sedisvakanz für Ruhe und Ordnung im Kirchenstaat und in der Stadt Rom zu sorgen. In der Umgebung Roms und in der Stadt selbst trieben Banden ihr Unwesen, und während der ersten Verwirrung nach dem Tod des Papstes entflohen zahlreiche Gefangene aus den Kerkern der Stadt, unter ihnen ein Teil jener 36, die noch vor dem Osterfest hätten hingerichtet werden sollen; andere konnte man rechtzeitig in die Engelsburg verlegen. Dem Kardinalskollegium standen mehr als 2000 Fußsoldaten und vier Kompanien leichter Reiter unter dem Kommando des Herzogs von Sora, Giacomo Boncompagni, darüber hinaus 1200 Fußsoldaten des Monsignore Ghislieri zur Sicherung der Tiberstadt und des Kirchenstaates zur Verfügung.Vgl. Ludwig von Pastor: Geschichte der Päpste. S. 11.

Unter den 42 Konklaveteilnehmern waren mit Markus Sittikus von Hohenems, Giovanni Ludovico Madruzzo und Andreas von Österreich drei Deutsche. Am Ostersonntag, den 21. April 1585 fand im Petersdom die Heiliggeistmesse statt, und am selben Abend begann das Konklave. Als aussichtsreiche Kandidaten galten anfangs die Kardinäle Ferdinando de’ Medici, Bruder des Großherzogs von Toskana, und Alessandro Farnese, der Dekan des Heiligen Kollegiums.Vgl. Ludwig von Pastor: Geschichte der Päpste. S. 13 f. Aufgrund besonderer Umstände blieb eine politische Einflussnahme aus: Die Instruktionen König Philipps II. von Spanien verzögerten sich, bis das Konklave bereits beendet war, und auch Kaiser Rudolf II. zeigte wenig Interesse an einer politischen Intervention. So spielten bei dieser Papstwahl hauptsächlich kirchliche und religiöse Interessen eine Rolle.Vgl. Ludwig von Pastor: Geschichte der Päpste. S. 12.

Im Laufe des Konklaves kamen auch die Namen der Kardinäle Sirleto, Paleotto und Santacroce ins Gespräch. Nach einigem Hin und Her wurde am 24. April 1585 Kardinal Montalto durch Akklamation zum Papst erhoben und dies in einer Abstimmung unter den Kardinälen bestätigt.Vgl. Ludwig von Pastor: Geschichte der Päpste. S. 20.

Er nahm den Namen Sixtus V. an, um an seinen ebenfalls aus einem franziskanischen Orden stammenden Vorgängers Sixtus IV. zu erinnern.Vgl. Ludwig von Pastor: Geschichte der Päpste. S. 22. Seine Krönung am 1. Mai 1585 beendete eine Sedisvakanz von 21 Tagen.

Literatur Ludwig von Pastor: Geschichte der Päpste seit dem Ausgang des Mittelalters. Zehnter Band: Sixtus V., Urban VII., Gregor XIV. und Innozenz IX. (1585–1591). 9., unveränderte Auflage. Verlag Herder, Freiburg und Rom 1958, S. 11–22.

Weblinks

Eintrag zu Konklave 1585 auf catholic-hierarchy.org, abgerufen am 17. Mai 2017

Einzelnachweise

#1585 Kategorie:Wahl im 16. Jahrhundert Kategorie:Christentum (16. Jahrhundert) Kategorie:1585