Hasenmühle (fränkisch: HosnmilE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 27. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hōsnmìl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Hasenmühle liegt in der Gemarkung Barthelmesaurach.
Geografie Die ehemalige Einöde ist heute die Barthelmesauracher Ortsstraße „An der Hasenmühle“ bestehend aus zehn Wohngebäuden. Diese liegt an der Aurach, etwas abgesetzt im Südosten von Barthelmesaurach. 0,5 km südlich befindet sich die Flur Fichtig.
Geschichte Der Ort wurde um 1300 als „Haselmůl“ erstmals urkundlich erwähnt. 1732 wurde sie erstmals „Hasenmühle“ genannt. Der ursprüngliche Ortsname verweist auf einen Haselstrauchbestand, die heutige Form ist eine Angleichung an „Hasenwinkel“, der Name einer in der Nähe gelegenen Flur.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 27.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hasenmühle zur Realgemeinde Barthelmesaurach. Die Mahlmühle hatte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hasenmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 30 des Ortes Barthelmesaurach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 864f. (= F. Eigler: Schwabach, S. 396). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.F. Eigler: Schwabach, S. 466 f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 509 f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hasenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Barthelmesaurach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Barthelmesaurach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kammerstein eingemeindet.
Baudenkmal Mühle
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 6 11 12 17 23 11 15 16 7 10 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 4 2 3 3 2 Quelle Dort als Haasenmühle bezeichnet.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Barthelmesaurach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Kammerstein Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1300 Kategorie:Ort an der Aurach (Rednitz)