Der Klopstock-Preis für neue Literatur ist die höchste Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt im Bereich Literatur. Seit 2015 wird der Preis jährlich durch den Landesminister für Kultur verliehen. Ausgezeichnet werden aktuelle deutschsprachige Werke oder auch das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors. Der „Klopstock-Preis für neue Literatur“ umfasst einen Hauptpreis sowie einen Förderpreis für eine Debütveröffentlichung.
Namensgebung und Verleihung Benannt ist der Landesliteraturpreis nach dem 1724 in Quedlinburg geborenen bedeutenden Epiker, Lyriker und Dramatiker der Aufklärung und wichtigsten Vertreter der Empfindsamkeit, Friedrich Gottlieb Klopstock. Mit der Auslobung des einheitlichen Landesliteraturpreises wurden die bisher im Wechsel vergebenen Auszeichnungen Friedrich-Nietzsche-Preis, Wilhelm-Müller-Preis und Georg-Kaiser-Preis durch den „Klopstock-Preis für neue Literatur“ abgelöst. Der Friedrich-Nietzsche-Preis wird seitdem jedoch von der Nietzsche-Gesellschaft, der Stadt Naumburg, der Elisabeth Jenny-Stiftung und der Bürgergemeinde Basel weitergeführt. Mit der Neuausrichtung folgte das Land einer Empfehlung des Kulturkonvents.
Der Hauptpreis ist mit 12.000 Euro dotiert und zeichnet ein literarisches Werk (Roman, Lyrik, Drama, Reisebeschreibung, Essay) aus, das in den letzten vier Jahren veröffentlicht wurde, oder ein literarisches Gesamtwerk. Der Klopstock-Preis wird vom Minister für Kultur auf der Grundlage eines Vorschlags einer hierfür gebildeten Jury verliehen. Neben dem Hauptpreis wird der Klopstock-Förderpreis (3.000 Euro) an eine Nachwuchsautorin oder einen Nachwuchsautor vergeben, die oder der mit einer literarischen Debütveröffentlichung bundesweit Beachtung gefunden hat und einen biblio- oder biografischen Bezug zum Land Sachsen-Anhalt besitzt. Der Klopstock-Preis wird vom Minister für Kultur auf Grundlage von Vorschlägen des Literaturbeirates Sachsen-Anhalt verliehen.
Bewerbungen um die Literaturpreise sind nicht möglich.
Preisträger Hauptpreis 2015: Ann Cotten „als eine Autorin der Gegenwart“ 2016: Uwe Kolbe „als einen Dichter, der seine geistige Haltung auf ein trotziges Vertrauen in die Kraft der Worte baut“ 2017: Thomas Melle für seinen autobiographischen Roman Die Welt im Rücken 2018: Marion Poschmann für ihren Roman Die KieferninselnKlopstock-Preis geht an Marion Poschmann, MDR vom 28. Mai 2018, abgerufen am 29. Mai 2018. 2019: Alexander Kluge für sein Lebenswerk 2020: Clemens Meyer für sein Gesamtwerk 2021: Annett Gröschner für ihr Gesamtwerk 2022: Matthias Jügler für sein Gesamtwerk 2023: Angela Steidele für ihr Gesamtwerk, merkur.de, abgerufen am 17. März 2023. 2024: Yevgeniy Breyger für sein Gesamtwerk 2025: Heike Geißer für ihre schriftstellerische Gesamtleistung 2026: Jan Kuhlbrodt für sein Gesamtwerk
Förderpreis 2015: Mario Schneider für seinen Debütband Die Frau des schönen Mannes 2016: Michael Spyra für seinen Debütband Auf die Äpfel hatte der Herbst geboxt 2017: Marco Organo für seinen Debütband Dorfschönheit 2018: Anna Sperk für ihren Debütroman Die Hoffnungsvollen 2019: Aron Boks für seinen Roman Dieses Zimmer ist bereits besetzt 2020: Josephine von Blueten Staub (Poetry-Slammerin) 2021: Henning Moneta, u. a. für seinen Debütroman Schlussapplaus 2022: Marlen Pelny für ihren Debütroman Liebe / LiebeMatthias Jügler erhält Klopstock-Preis 2022, kultur.sachsen-anhalt.de, abgerufen am 3. Juni 2022. 2023: Domenico Müllensiefen für seinen Debütroman Aus unseren Feuern, merkur.de, abgerufen am 17. März 2023. 2024: Manuela Bibrach für ihren Gedichtband Radios mit Naturstimmen 2025: Tobias Wagner für seinen Roman Death in Brachstedt 2026: Olaf Wisch für seinen Gedichtband Maria nimmt Gestalt an
Einzelnachweise
Kategorie:Literaturpreis (Sachsen-Anhalt) Kategorie:Friedrich Gottlieb Klopstock Kategorie:Erstverleihung 2015